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Auf der Flucht. Literarische Stimmen aus Flucht, Exil und erzwungener Migration.

 
Johannes M. Becker
Auf der Flucht. Literarische Stimmen aus Flucht, Exil und erzwungener Migration.
Benefiz-Aufführung mit Maximiliane Jäger-Gogoll und Johannes M. Becker
Sonntag, 1. Dezember 2019, 11:00 Uhr, Historischer Rathaussaal in Marburg

Mehr als 80 Personen waren der Einladung in den Historischen Marburger Rathaussaal gefolgt. Kurt Bunke vom Cölber Arbeitskreis Flüchtlinge begrüßte die Gäste, unter ihnen den Marburger Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, der sich als Schirmherr der Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte. Spies machte deutlich, dass Marburg eine weltoffene Stadt sei und bleiben wolle. Andere mögen im Umgang mit Geflüchteten Probleme suchen und finden, Marburg suche und finde Lösungen.

Maximiliane Jäger-Gogoll und Johannes M. Becker führten ihr Programm mit literarischen Stimmen aus Flucht, Exil und erzwungener Migration auf. Der Bogen reichte von Georges Moustaki bis zu den Dubliners, von Heinrich Heine bis Anna Seghers und Bertolt Brecht. Mit Anna E. Radke begrüßten sie einen besonderen Gast. Sie las in deutscher und lateinischer Sprache ausgewählte Gedichte aus ihrem jüngst erschienenen Band „Asylum Poeticum – Kunst als Schutzraum“. Fatima Abidi, Mutter von drei Kindern, hatte gemeinsam mit ihrem Mann gefüllte Datteln und andere arabische Köstlichkeiten zur Veranstaltung beigesteuert. Frau Radke beherbergt in ihrer Marburger Wohnung diese fünfköpfige von Abschiebung bedrohte Familie.

https://youtu.be/2PsmR0_Gxxs

https://youtu.be/Jb55rv2r8Ow

https://youtu.be/9pmY5u4DmCU

Nach der Veranstaltung brachten Seebrücke Marburg und die Aktion „200 nach Marburg“ eine Postkartenaktion auf den Weg. Heimische Abgeordnete, insbesondere Wissenschaftsministerin Angela Dorn, Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Dirk Bamberger aus den Reihen der Regierungskoalition, werden aufgefordert, das in der Koalitionsvereinbarung festgelegte Landesprogramm zur Aufnahme zusätzlicher Flüchtlinge in Hessen endlich umzusetzen. Die Postkarte steht hier zum Download bereit.
Die Karten liegen auch im Weltladen aus, um sie nach Wiesbaden zu verschicken.

Frau Radke beherbergt in ihrer Marburger Wohnung eine fünfköpfige algerische Familie, die von Abschiebung bedroht ist. Ein Abschiebeversuch ist nur deshalb gescheitert, weil Fatima, Mutter von jetzt drei Kindern, wegen ihrer fortgeschrittenen Risikoschwangerschaft vom Piloten des Flugzeugs nicht mitgenommen worden ist. Der Cölber Arbeitskreis Flüchtlinge CAF e. V. bemüht sich, Frau Radkes tatkräftigen humanitären Einsatz durch Spenden aus der Bevölkerung materiell abzusichern. Fatima bietet Dattel-Spezialitäten aus ihrer algerischen Heimat an. Für alkoholfreie Getränke sorgt die VHS. Bei einem Glas Wein kann die Veranstaltung ausklingen.

Solidarität mit Geflüchteten gibt es nicht zum Nulltarif. Spenden für die Arbeit des CAF e. V. sind ausdrücklich erwünscht. Der Verein ist vom Finanzamt als gemeinnützig und mild-tätig anerkannt. Er darf steuerwirksame Zuwendungsbescheinigungen ausstellen.
Bankverbindung: CAF e. V., IBAN DE12 5335 0000 0038 0007 64
Bei Spenden ab € 200.- bitte Adresse angeben! Bei kleineren Beträgen reicht dem Finanzamt der Überweisungsbeleg aus.
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