Anzeige

Als ein Meteorit vom Himmel fiel ... "Der Meteorit von Treysa"

"Der Meteorit von Treysa" im Original
Marburg: Mineralogisches Museum | Das große Interesse für funkelnde Kristalle, farbige Mineralien und vulkanisches Gestein führte mich in den ehemaligen Kornspeicher des Deutschen Ordens aus dem Jahre 1515. Bereits im Jahre 1974 hat die Philipps-Universität Marburg hier - genau hinter der Elisabethkirche - ein Museum für Mineralogien eingerichtet. Das Museum hat den Ruf eines der bedeutendsten Fachmuseen Deutschlands.


Besonderes Interesse weckte bei mir, neben all den herrlichen Exponaten, der "Meteorit von Treysa". Als leuchtende Feuerkugel war der Meteorit am 03. April 1916 in der Gemarkung Rommerthausen bei Treysa (Schwalm) niedergegangen. "Mit lautem Getöse", so erzählten einige Augenzeugen, die dieses wohl einzigartige Ereignis beobachtet hatten, stürzte eine helle gigantische Leuchtkugel vom Himmel und drang etwa 1,60 Meter in den Sandsteinboden der Schwalm ein. Als Deutschlands größter Meteorit mit einem Gesamtgewicht von 63,28 kg steht er im Guiness-Buch der Rekorde. Erst der Entdecker Dr. Alfred Wegener, dem während eines Fronturlaubs von Augenzeugen berichtet wurde, vermutete zunächst ein Einschlag eines Geschosses, da dies im Ersten Weltkrieg geschah. Er berechnete später das Fundgebiet in den Wäldern bei Treysa. Nach Auslobung eines Preises fanden Mitarbeiter der Forstverwaltung mehrere Monate später das Einschlagloch, aus dem dann der Meteorit geborgen werden konnte.


Die Oberfläche des Meteoriten ist durch Verglühen und Schmelzverluste beim Sturz durch die Erdatmosphäre stark löchrig und schwarz oxydiert. Im Museum erfahre ich weiter, dass er im Wesentlichen aus Eisen-Nickel besteht. Um dies zu erforschen, wurde wahrscheinlich ein Teil des Meteoriten abgeschnitten. Im Modell ist der vollständige Meteorit nachgebildet.


Eine weitere Attraktion für Kinder ist das dem phillipinischen Vulkan Mayon nachempfundene Modell eines rauchausstoßenden und feuerspeienden Vulkans, dabei stürzt stark knallend Lavamasse in die Tiefe. Ein Besuch lohnt sich sowohl für Erwachsene als auch für Kinder!
1
2
1
1 1
1
2
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.