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10 Jahre Kulturloge in Marburg, Jubiläumsfeier im Historischen Rathaussaal

 
Programm der Veranstaltung
Im Historischen Rathaussaal der Stadt Marburg fand am Wochenende die Jubiläumsfeier für 10 Jahre Kulturloge Marburg statt.

Am 9. Februar 2010 gründete sich die erste Kulturloge in Marburg. Inzwischen gibt es 40 Kulturlogen und weitere sind in Gründung. 10 Jahre ist ein Grund im Historischen Rathaussaal in Marburg zu feiern und zum Revue passieren zu lassen. Die Landrätin, Kirsten Fründt, die Stadträtin, Kirsten Dinnebier und Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies nahmen sich die Zeit und hörten sich den Vortrag „Armut vor der Haustür“ von der Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbands in Hessen, Dr. Yasmin Alinaghi, an. Sie nahmen ebenfalls an der anschließenden Podiumsdiskussion gemeinsam mit dem 1.Vors. des Netzwerkes für Teilhabe und Beratung Marburg, Bernd Gökeler teil.

Die Vorsitzende der Kulturloge Marburg, Alexandra Klusmann moderierte und stellte die Fragen zum Thema ARMUT in die Runde. Die Gäste wurden ebenfalls mit einbezogen.
Ein Ergebnis war, dass bei genauerer Betrachtung der Handlungsfelder zur Bekämpfung oder Verhinderung von Armut, es vielfältige Maßnahmen gibt, aber die eigentlichen Bedarfe der Menschen in ihrer Situationen, unberücksichtigt bleiben.
Ein weiterer Aspekt waren die Aggressionen aus, Wut, Hetze und Hass auf Seiten der Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen oder möglicherweise vom Abstieg bedrohten Mittelschichtangehörigen. Die sichtbare oder unsichtbare Aggressivität hat mit der sozialen Kälte unserer Gesellschaft zu tun.
Ein differenziertes Hinschauen und Handeln im Hinblick auf die Menschenrechte, auf die Menschenwürde wurden angesprochen – dabei spielt die Sprache (auch leichte Sprache), mehr Transparenz, bessere Kommunikation und Orientierung an den Bedürfnissen der benachteiligten Menschen und einer entsprechende Haltung, eine große Rolle.
Die Gründerin der Kulturloge, Hilde Rektorschek, merkte an, dass für sie seit der Gründung der Kulturloge, das Thema Armut täglich präsent ist. Sie regt als Mitglied der "nak" (Nationale Armutskonferenz) an, auch eine "nrk" (Nationale Reichtumskonferenz) zu gründen. Armut ist das Gegenteil von Reichtum, deshalb muss auch über Reichtum diskutiert werden.
Mit vielen Anregungen, Überlegungen und Nachfragen ging es in den Festakt mit Reden, Musik und einem Imbiss. Alexandra Klusmann bedankte sich bei ihrem Vorstand, bei den Ehrenamtlichen, Sozialpartner, Veranstalter, Unterstützer und Mitglieder und stellte die Band „Bloody Merry“ vor und bat die Ehrenvorsitzende Hilde Rektorschek um einen Rückblick . Diese gab einen Einblick in die Gründungsplanung in Hinblick auf die
Leistung aller Beteiligten der Kulturlogen-Bewegung . Es ist die positive Entwicklung, die einerseits die Leichtigkeit der Kulturvermittlung ausdrückt und andrerseits zeigt, dass der ständige Austausch mit den Kulturgästen richtig und wichtig ist.
Die freundlichen Gespräche, das Zuhören, das Danke sagen und das Kümmern, sind der Garant für die Kraft, die die Kulturlogen entfalten. Dazu kommt die gegenseitige Wertschätzung, Respekt und Verlässlichkeit - sie verleihen den Kulturlogen einen gewaltigen Impuls.
Das gute Gelingen ist nur möglich, weil die Bereitschaft zu mehr Menschlichkeit fest im Konzept und in den Grundsätzen „ behutsam, würdevoll und nachhaltig“ verankert ist.
Hilde Rektorschek zitierte einige Aussagen von Kulturgästen, beispielsweise: „ Sie bauen mein Leben wieder auf, ich dachte nicht, dass ich noch mal ein Theater von innen sehen kann oder " ich bin noch nie mit meinem Sohn ausgegangen und jetzt sogar ins Theater“.
Zum Schluss sagte sie:
„KULTURLOGEN sind nicht nur Glücks-Bringer - sie sind gemeinsam mit den Kulturgästen auch Glücks-Nehmer.“
Mit diesen Worten ging es in einen gemütlichen Abend und auch da zeigte es sich, wie Musikerinnen und Musiker die Menschen beglücken, anregen und verbinden.

Text: Hilde Rektorschek

http://www.kulturloge-marburg.de/
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