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Die Erde bebt – aber Nepal lebt

Erdbebengebiet in Nepal (Foto: W. Moderer)
 
(Foto: W. Moderer)
 
Nach dem Erdbeben in 2015 verloren viele Bewohner ihre Häuser und schliefen in provisorischen Notunterkünften, wie diese Kinder. (Foto: W. Moderer)
Die Erde bebt – aber Nepal lebt

Lichtbilder-Vortrag von Wilfried Moderer

Wann: Mittwoch, 25. April 2018, 19.30 Uhr

Wo:     Bürgerhaus Niederwalgern

Im Rahmen dieses Vortrags wird der Referent mit Bildern und Informationen einen Einblick in das Land Nepal, die Infrastruktur, die Kultur und das Schicksal der Menschen geben, die durch das Erdbeben großes Leid und Not erfahren mussten. Ebenfalls wird er zum „Erdbeben-Spendenprojekt“ und den laufenden „Schul-Spendenprojekten“ berichten.

Eintritt frei !

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Informationen zu den Nepal-Spendenaktionen, die im Rahmen des Lichtbilder-Vortrages am 25. April 2018, 19:30 Uhr, im Bürgerhaus Niederwalgern vorgestellt werden

Das nepalesische Dorf Dapcha (etwa 1.500 Meter ü.M.) liegt ca. 80 km südöstlich von Kathmandu entfernt im Bezirk Kavre, in der Nähe der Stadt Dhulikel.
Hier leben weitläufig verstreut rund 4.000 Menschen.
Durch das Erdbeben im April 2015 wurden mehr als die Hälfte der Häuser in diesem Bergdorf zerstört und viele Menschen wurden obdachlos.
Von den insgesamt 751 Häusern wurden 416 Häuser (etwa 55 %) zerstört bzw. für unbewohnbar erklärt, 66 Todesopfer waren zu beklagen.

Über 50 % der Einwohner von Dapcha hatten infolge dieser Katastrophe kein Dach mehr über dem Kopf, lebten auf der Straße. Darunter viele Kinder, kranke und alte Menschen.
Mittels einer privaten Spendenaktion (Freunde, Verwandte, GSE u.a.) konnte ich über 4.000 Euro sammeln und an meinen Freund Rohit Tamang nach Nepal überweisen.
Folgende Hilfsmaßnahmen hat er hiermit finanziert:
1. Lebensmittel (Getreide, Nudeln usw.) zur Erstversorgung
2. Plastikplanen für Behelfszelte als Regenschutz
3. Kunststofftanks für die Wasserversorgung
4. Wellblechplatten für zerstörte Dächer
5. Plastikplanen zur Einkleidung von Bambushütten die von Freiwilligen/Volontären versch. Länder/Organisationen aufgebaut wurden.

Jeder Cent des Spendengeldes ist garantiert in die Beschaffung von Hilfsgütern geflossen!

Was ist von staatlicher Seite bisher an Hilfeleistung erfolgt?

Als 1. Hilfe wurden jeder Familie, deren Haus eingestürzt oder unbewohnbar war, 150 EUR ausbezahlt.
Dazu kam eine „Winterhilfe“ für warme Kleidung in Höhe von 90 EUR/Familie.
UN-Hilfe für Kinder unter 5 Jahren pro Kopf 15 EUR!!!

Die Zusage der Regierung für jede Familie, die ihr Haus verloren haben, 2.000 EUR zu gewähren, ist bis heute nur teilweise realisiert worden. Die Zuteilung erfolgt in 3 Raten (500 EUR für Grundmauern; 1.000 EUR für Hauswände; 500 EUR für Dachaufbau). Die Kosten für die Instandsetzung bzw. Wiederaufbau eines sehr kleinen Hauses liegen jedoch nach Einschätzung der Bewohner zwischen 10.000 bis 15.000 EUR. Für die meisten Familien eine aussichtslose Situation. Daher sind die meisten Häuser noch nicht wieder aufgebaut.
Das durchschnittliche Einkommen der Nepali liegt bei 730 US$/Jahr (680 Euro/Jahr). Die Arbeitslosigkeit beträgt über 40 %. Von den ca. 25 Mio. Einwohnern arbeiten mehrere Millionen im Ausland, vorwiegend im Nahen Osten, allein in Katar sind über 150.000 Arbeiter auf den Baustellen der WM-Stadien beschäftigt.
Von meinem Freund Rohit Tamang wurde bemängelt, dass z.B. in dem Ort Bangmati an der Stadtgrenze von Kathmandu aus einer Gemeinschaftsspende des ASB, Aktion Deutschland hilft und Danish People´s Aid für je ca. 1.000 EUR provisorische Hütten in Gärten und Felder von „reichen Leuten“ aufgestellt wurden, die nur leicht beschädigte und mittlerweile wieder bewohnbare Häuser haben. Diese Hütten werden jetzt teilweise als „Gartenhäuschen“ (!) genutzt.
In Bergdörfern, wie z.B. in Dapcha, sei dagegen bis heute keine Hilfe angekommen!!!

Das neue Projekt: „EDV- und Bibliotheksausstattung für eine Realschule in Dapcha“.

Gemeinsam mit Rohit Tamang hatte ich beschlossen, das noch verfügbare Spendengeld in Höhe von 1.200 EUR für eine EDV- und Bibliotheksausstattung der Shyee Dapcha Secondary School zu verwenden. Die Verwendung des Geldes oblag Rohit Tamang.
Die Schule in Dapcha (380 Schüler und 15 Lehrer) konnte bisher kein derartiges Unterrichtsangebot machen.
Staatliche Unterstützung: „Fehlanzeige“ ! Sogar die Lehrmaterialien wie Bücher, Schulkleidung muss in staatl. Schulen von den Eltern finanziert werden.
Trotz allgemeiner Schulpflicht gehen nicht alle Kinder in die Schule, da nicht alle Familien die finanziellen Mittel aufbringen können oder die Kinder für Arbeiten auf den Feldern der Eltern benötigt werden.
Weite und teilweise gefährliche Schulwege (oft über 2 Stunden zum Laufen) müssen die Kinder in Nepal in Kauf nehmen. Die Analphabeten-Rate liegt bei 55 %.
Zur Verbesserung des Lehrangebotes haben Rohit Tamang und ich im Rahmen einer Feierstunde am 27. September 2016 der Shyee Dapcha Secondary School in Anwesenheit der Elternvertretung und des Kollegiums einen Computer mit Zubehör an den Schulleiter, Rektor Dinesh Adikhari, überreicht.
Eine Zusage für weitere Computer sowie Mobiliar wurden in Aussicht gestellt. Das Gesamtpaket, bestehend aus 10 Computern mit Flachbildschirm (je 350 EUR) und Mobiliar (je 250 EUR), hatten wir mit einer Spendensumme in Höhe von insgesamt 6.000 EUR kalkuliert.
Darüber hinaus sollten nach Möglichkeit auch noch Bücher für die Schul-Bibliothek beschafft werden.


Am Anfang des Jahres 2017 hatte ich die Gelegenheit über mein Nepal-Schulspendenprojekt und meine Reise vom September 2016 in insgesamt drei Veranstaltungen im Ebsdorfergrund zu berichten. Hierbei war mir wichtig, auf die Zustände, die nach dem Erdbeben im April und Mai 2015 noch immer sehr bedenklich sind, hinzuweisen.
Aufgrund der recht zahlreichen Besucher und neu hinzugekommenen Spendern sowie der 2. Spenden-Aktion der Schülervertretung der Gesamtschule Ebsdorfergrund ist mein Vorhaben, Finanzierung von 10 Personal-Computer einschl. Arbeitstische und Stühle sowie Fachbücher, mit der erzielten Spendensumme in Höhe von 5.000 Euro erreicht worden.
Diese Spende konnte ich meinem nepalesischen Freund Rohit Tamang zum Abschluss seines Deutschland-Besuches am 25. Juli 2017 im Beisein einer Vertreterin der Oberhessischen Presse überreichen.
Rohit Tamang hat mit diesem Geld die geplanten Beschaffungen in Nepal mittlerweile realisiert. Er hat mir berichtet, dass die Schüler in Dapcha sich mit sehr viel Freude und Interesse dem neuen Medienangebot widmen. Die Verbesserung des Lehrangebotes im Bereich der digitalen Medien ist eine großartige Chance für eine bessere Zukunft der Schüler und der Menschen in diesem armen Land.
Ich werde mich im kommenden Mai mit einer kleinen Gruppe unserer Spendengemeinschaft persönlich über die Entwicklung unseres Projekts informieren. Auch werden wir uns über die Fortführung der Hilfsmaßnahmen für andere Schulen vor Ort informieren.
Da die schulische Ausbildung der Kinder auf dem Land bzw. in den Bergen Nepals durch geografische und finanzielle Probleme sehr erschwert wird, ist weiterhin die Unterstützung durch Spenden Dritter erforderlich. Ich gebe mein Versprechen, dass von dem Spendengeld jeder Cent dem Projekt, d.h. den Schülern in Dapcha, zu Gute kommen wird.
Es gibt noch viel zu tun, daher werde ich mich auch weiterhin zur Verbesserung der schulischen Versorgung in dieser Region einsetzen. Wer mich dabei unterstützen möchte, kann dies gerne tun.

Wilfried Moderer, April 2018


Das Spendenkonto lautet: „Nepal-Schulspende“
Wilfried Moderer, Raiffeisenbank Ebsdorfergrund,
IBAN: DE 20 5336 1724 0000 0172 21


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