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Praxiskatze von Feuerwehr gerettet

Wann? 16.10.2010

Wo? Elnhausen, Marburg DEauf Karte anzeigen
Marburg: Elnhausen | Die Übung der Sarnauer Freiwilligen Feuerwehr sollte eigentlich anders ablaufen. Eine Funkübung sollte letzten Freitagabend in Elnhausen durchgeführt werden, als eine aufmerksame Passantin die Feuerwehrmänner
auf eine schwer verletzte Katze aufmerksam machte.
Das Feuerwehrmanöver war eine routinemäßige Übung, wie sie regelmäßig von
Feuerwehren durchgeführt wird. Daß daraus ein Einsatz wird, war für die Männer Ehrensache. Wehrführer Peter wußte sofort, daß es um Minuten geht. Mit Blaulicht fuhren die Männer schlankweg in Richtung Lahntal und brachten das blutende Tier zu einem Michelbacher Tierarzt. Dieser erklärte sich sofort bereit, die unbekannte Katze zu operieren, was bis in die Nacht dauerte. Die kritischen Verletzungen deuteten auf einen Autounfall hin. Sie überstand die Operation, ein Auge konnte der Tierarzt leider nicht mehr retten. Die Feuerwehrmänner, die unbeirrt während der Operation beim Tiermediziner warteten, entschlossen sich obendrein noch dazu den Eingriff aus der
eigener Tasche zu zahlen. Wehrführer Peter weist darauf hin, daß er nicht nur aus reiner Tierfreundschaft reagiert hat, sondern weiß, daß mit jedem Haustier auch der Besitzer leidet.
Die Besitzerin der Katze erfuhr erst am Samstagmorgen vom Unfall, da der Passantin die Katze bekannt erschien, war schnell klar um welches Tier es sich handelt. Denn die prominente Katze dürfte in Elnhausen fast jeder kennen. Vierbeinerin Lena gehört einer Allgemeinärztin aus Elnhausen, und umstreicht manchmal die Beine der Patienten im Wartezimmer der Landärztin. Mit so viel Tierliebe hätten sie nicht gerechnet, so die beiden Mediziner im Rückblick, die von der beispielhaften Hilfsbereitschaft der vielen beteiligten Menschen offenbar tief beeindruckt sind. Leider bessert sich Lenas Zustand nur langsam, sie muß noch eine weitere Woche vom Tierarzt behandelt werden. Die vielleicht bekannteste Katze Elnhausens darf also frühestens in zwei Wochen wieder zu „ihrer“ Visite im Wartezimmer erscheinen,
selbstverständlich nur unter ärztlicher Obhut ihrer Besitzerin.
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Weiterveröffentlichungen:

Oberhessische Presse | Erschienen am 30.10.2010
4 Kommentare
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Nicole Henshke aus Marburg | 26.10.2010 | 11:13  
9.540
Lothar Hofmann aus Marburg | 26.10.2010 | 19:41  
Duven Bettina
Duven Bettina | 08.11.2010 | 18:35  
9.540
Lothar Hofmann aus Marburg | 08.11.2010 | 19:49  
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