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Diebstahl beim Detektiv-Seminar für Nachwuchsdetektive

(MF).Die Stadtbücherei Schriesheim wurde am Morgen des 15.08. Tatort eines gemeinen Verbrechens: Die Juniordetektivausweise der Detektei Adler wurden gestohlen. Sie waren für einen Workshop des Privatdetektivs Alexander Schrumpf aus Wiesbaden gedacht. Die 24 Spürnasen begaben sich in den folgenden drei Stunden auf eine spannende Spurensuche und Ermittlung, um den Dieb schnellstmöglich zu fassen und ihre Detektivausweise wiederzubekommen.
Zunächst galt es die Spuren am abgesperrten Tatort zu sichern ohne dabei den Tatort zu „kontaminieren“, das heißt ohne selbst Spuren zu hinterlassen. Deswegen darf auf keinen Fall auf Handschuhe und Pinzette verzichtet werden. Darauf mussten auch Spurensicherer Ben und Lily-Sophie achten, während sie das Brecheisen begutachteten und mit Rußpulver Fingerabdrücke an der Fensterscheibe fixierten. Als mit Gips ein Abdruck eines Damenschuhabdruck genommen wurde, stellte sich schon die erste knifflige Frage: Kann man davon ausgehen, dass es sich bei dem Täter um eine Frau handelt oder zog womöglich ein Mann Damenschuhe an, um sich nicht zu verraten? Da ist Kombinationsgabe gefragt.
Die Juniordetektive machten sich in Gruppen mit kreativen Namen wie „Die acht Adleraugen“ eifrig ans Ermitteln. Dass die Kinder sehr begeistert und interessiert am Werk waren, zeigte sich auch darin, dass sich zehn Freiwillige melden, um einen Verbrecher zu spielen und mit Handschellen abgeführt zu werden. Din Kinder hängen gebannt an Schrumpfs Lippen, wenn er aus seinem Leben als Privatdetektiv berichtet. Und da gibt es bei 19 Jahren Berufserfahrung und 1.250 gelösten Fällen allerhand Interessantes zu erzählen. Demnach gehört neben schneller Auffassungsgabe und Kombinationsvermögen vor allem Geduld zu den wichtigsten Voraussetzungen eines Detektivs, da ein Großteil des Arbeitsalltags aus Warten besteht. Und die wichtigsten Werkzeuge jedes Detektivs sind nicht etwa Pistole und Handschellen, sondern ganz schlicht und einfach Stift und Papier.
Bereits seit vierzehn Jahren bietet Schrumpf solche Detektiv-Workshops für Kinder und Jugendliche von 7 bis 14 Jahren an. Und das mit Erfolg: Schon über 600 Workshops führte er in Bibliotheken, Schulen oder auch auf privaten Kindergeburtstagen durch und in der Sommerferienzeit wird der Privatdetektiv vier- bis fünfmal pro Woche gebucht. Den Kindern gefällt es.
Ein aufregender Vormittag geht mit einem Abschlussquiz zu Ende und schließlich hält jeder Teilnehmer doch noch seinen persönlichen Adler-Detektivausweis in den Händen. Keine Frage, der Täter wurde bei so vielen aufgeweckten Köpfchen natürlich geschnappt!
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