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Gut gerüstet in die Zukunft

Mainz, wie es singt und lacht, gilt als die deutsche Weinhauptstadt. Umgeben von Weinbergen herrscht hier eine besonders hohe Lebensqualität und Wirtschaftsleistung. Doch wie gut lässt sich der Wein als wichtiges Kultur- und Wirtschaftsgut an die nächste Generation weitergeben?

Die singende und lachende Stimmung, für die Mainz nicht nur während der Faschingszeit bekannt ist, kommt nicht von irgendwo. Die Wirtschaftsleistung in Mainz belegt im nationalen Vergleich regelmäßig die vorderen Plätze und auch die Kaufkraft der Mainzer liegt um 15 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Mainz belegt laut einer Studie der Wirtschaftswoche und der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft sogar den siebenten Platz in einem Ranking der lebenswertesten Städte Deutschlands. Es wurde anhand von ökonomischen und strukturellen Indikatoren erstellt, wozu etwa das Einkommen, die Wirtschaftsleistung und die Anzahl von Hochqualifizierten in den Städten zählen.

Doch warum ist gerade Mainz mit einer so hohen Lebensqualität gesegnet? Der Spitzname Die Toskana Deutschlands ist auf das warme Klima in Rheinhessen zurückzuführen. Und genau dieses Klima sorgt nicht nur für sonnige Gemüter, sondern auch für guten Wein. Bis in die Römerzeit lässt sich der Weinanbau in Mainz zurückverfolgen. Die Landeshauptstadt Mainz liegt zentral in Rheinhessen, der größten Weinbauregion Deutschlands. Seit Juni 2008 ist sie Mitglied im Great Wine Capitals Network (GWC) und somit Teil eines Zusammenschlusses der weltweit bekanntesten Weinbauzentren. Somit reiht sich Mainz zu Städten wie Florenz, Bordeaux oder Rioja.

Die Weinwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschafts- und Wohlfühlfaktor in Mainz und Teil einer uralten Tradition. Doch gerade deshalb ist es wichtig, dieses Kulturgut auch an die jüngeren Generationen weiterzugeben und somit zu bewahren. Immer mehr Winzer haben Schwierigkeiten, Nachwuchskräfte zu finden. Es zeigt sich, dass der Jugend ein Verlust des Interesses zum Thema Wein droht. Um dieses Problem anzugehen, soll auch die Weinwirtschaft mit dem Geist der Zeit gehen. So haben es sich junge Unternehmer und Weinfreunde zur Aufgabe gemacht, eine Entwicklung weg von der Discounter-Mentalität wieder hin zu handgemachtem Wein zu unterstützen. Der Wert des Weinanbaus soll wieder in den Mittelpunkt des Genusses gerückt werden, ohne dabei moderne Entwicklungen und Technologien aus den Augen zu lassen.

Die junge Mainzer Firma Vicampo etwa möchte den Weinmarkt demokratisieren, so Geschäftsführer Max Gärtner. Er glaubt daran, dass Weinbewertungen nicht mehr nur von international anerkannten Sommeliers verfasst werden sollten und somit für den Normalbürger kaum nachvollziehbar sind, sondern dass jeder Weingenießer auch als Weinkritiker dienen kann. Oder aber die Jungwinzer aus der Region Mainz und Rheinhessen, die es sich mit Ihrer Gruppe „Message in a Bottle“ zur Aufgabe gemacht haben, auf Veranstaltungen und mit verschiedenen Werbeaktionen ihre Produkte einem größeren Publikum zugänglich zu machen.

Ideen wie diese sollen es ermöglichen, dass Mainz seinen Charme und einen seiner wichtigsten Wirtschaftsfaktoren beibehält und auch weiterhin eine der beliebtesten Städte Deutschlands bleibt. Alternative Verkaufswege und ein leichterer Zugang zum Thema Weinbewertungen können es der jungen Generation ermöglichen, Wein als Kulturgut wahrzunehmen.

Damit Mainz auch weiterhin singt und lacht.
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