KOLI KOLREP: Die Geschichte der Mörderkuhle - Uwe H. Sültz - Geschichten, die in Vergessenheit geraten, in MyHeimat

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Zwischen Tinnum und Keitum liegt ein kleines Wäldchen mit einem Tierheim. Hinter diesen Bäumen verbergen sich spannende Geschichten. Eine dieser Geschichten trägt den Namen MÖRDERKUHLE...

Als der Hindenburgdamm gebaut wurde, entnahm man dort großflächig Kies. Das Areal wurde mit Fichten 1936 aufgeforstet. In diesem Jahr wiederum wurde für den Rantum-Damm Baumaterial ausgehoben. Für den Abtransport wurde dafür ein Schienenstrang verlegt. In den nahe gelegenen Baracken wohnten die Angehörigen des Reichsarbeitsdienstes.

Mörderkuhle wurde nun dieses riesige Loch aus dem Grund genannt, weil die Angehörigen des Reichsarbeitsdienstes das Ausheben des Erdreichs bei sommerlicher Hitze als mörderische Arbeit empfanden. Des weiteren blieb das Areal auch zu Zeiten der Wehrmacht nicht unberührt, Flackstellungen und Bunker wurden dort errichtet. Nördlich des Tierheims wurden Bunker nach Kriegsende gesprengt. Heute erinnert nur noch ein Hügel neben dem Tierheim daran.

Auch wurde im Bereich der Mörderkuhle scharf geschossen. Soldaten feuerten mit Panzerfäusten auf Panzerattrappen. Nach dem Krieg wurde die Kuhle als Abenteuerspielplatz genutzt... etwa zum Baden, Frösche fangen...

Etwa 1953 wurden weite Teile des Areals eingeebnet, denn die Startbahn des Flughafens wurde um 300 Meter verlängert. Aber auch als Müllkippe diente die Mörderkuhle, noch heute sind Reste, der 1972 geschlossenen Müllkippe, zu finden.

Das ist die Geschichte der Mörderkuhle, die auch wie die folgenden Geschichten, langsam in Vergessenheit geraten:

Verborgene Botschaften auf Sylt

http://www.lokalkompass.de/luenen/ratgeber/verborg...

Die alte Panzerstraße auf Sylt

http://www.lokalkompass.de/luenen/kultur/sylt-die-...

Die Inselbahn auf Sylt

http://www.lokalkompass.de/luenen/kultur/die-gesch...

Bürgerreporter:in:

Uwe H. Sültz aus Westerland

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