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Was soll so ein Zahlensalat?

Ludwigslust: Polizeiinspektion Ludwigslust | Text lesen und verstehen, wer danach noch seine Telefonnummer PLZ und Hausnummer weiß, hat starke Nerven.

Alles rückläufig oder stagniert, unglaubliche Verharmlosung der Kriminalität.


POL-LWL: Ludwigslust- Parchim sicherster Landkreis in Mecklenburg- Vorpommern
Nr.3607812 | 07.04.2017 | PP HRO | Polizeipräsidium Rostock
Ludwigslust- Parchim (ots) - Leicht sinkende Fallzahlen

Wohnungseinbrüche tendenziell rückläufig

Das Straftatenaufkommen im Landkreis Ludwigslust- Parchim ist
tendenziell leicht rückläufig. Wurden 2015 insgesamt 12.157 Delikte
angezeigt und bearbeitet, waren es im Gesamtverlauf des Jahres 2016
insgesamt 11.945 bearbeitete Anzeigen. Hinzu kamen im Jahr 2016
weitere 6.024 Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Asylverfahrens,-
Aufenthalts- und Freizügigkeitsgesetz, die im Zusammenhang mit den
Fluchtumständen der hier zugewanderten Flüchtlinge stehen. Meist
waren das Pass- und Visaverstöße, die keine direkten Auswirkungen auf
die Allgemeinheit haben
. Abgesehen von diesen in die Statistik
eingehenden Verstößen (sie fließen in die weitere Darstellung nicht
mit ein
), betrug die Kriminalitätsbelastung 5.579 Straftaten pro
100.000 Einwohner und liegt damit niedriger als im Jahr 2015, als
noch 5.717 Straftaten pro 100.000 Einwohner registriert wurden.
Damit ist der Landkreis Ludwigslust- Parchim, gemessen an der
Kriminalitätsbelastung, der sicherste Landkreis in Mecklenburg-
Vorpommern (gemeinsam mit dem Landkreis Rostock). Auch die
Aufklärungsquote blieb im Berichtszeitraum auf einem hohen Niveau und
betrug im vergangenen Jahr 60,3% (2015= 61,3 Prozent).

Straßenkriminalität stagniert

Nach einem seit Jahren deutlich erkennbaren Abwärtstrend in der
Straßenkriminalität, stagnieren die Zahlen in diesem Deliktsbereich
nunmehr. Nach 2.431 Fällen im Jahr 2013, 1.969 Fällen im Jahr 2014
und 1.785 Fällen im Jahr 2015, bearbeitete die Polizei im vergangenen
Jahr 1.797 Straftaten in diesem Kriminalitätsbereich. Im
Vergleichszeitraum der letzten beiden Jahre hat sich die
Aufklärungsquote in diesem Bereich um knapp zwei Prozentpunkte auf
aktuell 25,4 Prozent erhöht. Besonders häufig werden gefährliche und
schwere Körperverletzungsdelikte (84,9 Prozent) und Raubdelikte (58,3
Prozent)
auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen aufgeklärt.
Nach 2014 und 2015 sind die PKW- Diebstähle erneut rückläufig. Wurden
2014 noch 89 Autodiebstähle bearbeitet, waren es im Jahr 2015 59 und
im letzten Jahr 55 Delikte
. Ähnlich entwickelte sich das
Straftatenaufkommen bei den Diebstählen aus bzw. an Kraftfahrzeugen
(2015= 572, 2016= 531 bearbeitete Fälle). Ebenso der Trend bei den
Zweiradfahrzeugen: Im vergangenen Jahr waren 44 Krafträder (2015=
50) und 281 Fahrräder (2015= 348)
Gegenstand von polizeilichen
Ermittlungen.

Eigentumsdelikte um rund 10 Prozent rückläufig

Ermittlungsschwerpunkte waren im vergangenen Jahr wiederum die
Eigentumsdelikte, die mit 3.805 Fällen einen Anteil von etwa einem
Drittel an der Gesamtkriminalität im Landkreis ausmachen. Allerdings
sind die Fallzahlen im vergangenen Jahr um etwa 10 Prozent rückläufig
(2015= 4.242). Tendenziell rückläufig, aber immer noch auf hohem
Niveau, entwickelte sich das Kriminalitätsgeschehen bei den
Wohnungseinbrüchen, die einen Schwerpunkt der polizeilichen
Ermittlungsarbeit bilden. Wurden 2015 insgesamt 226 Wohnungseinbrüche
kriminalpolizeilich bearbeitet, waren es im vergangenen Jahr 176
Delikte. Örtliche Schwerpunkte dabei waren die Regionen in und um
Zarrentin (23), Die Region Crivitz und Ostufer Schweriner See (22),
die Stadt Parchim (18), die Region Wittenburg (14 und die Stadt
Boizenburg (14). Zu diesen Einbrüchen hat die Polizei im vergangen
Jahr insgesamt 110 Tatverdächtige ermitteln können. Davon 34
nichtdeutsche Tatverdächtige. Steigerung bei den Gewaltstraftaten zu
verzeichnen Eine Zunahme von Körperverletzungsdelikten musste die
Polizei im letzten Jahr verzeichnen (2015= 1.049, 2016= 1.118). Auch
die Anzahl der bearbeiteten Raubstraftaten hat sich von 49 im Jahr
2015 auf 54 im Jahr 2015 erhöht.


Vermögens- und Fälschungsdelikte weiterhin auf konstant hohem
Niveau

Betrügereien, Veruntreuungen, Unterschlagungen und
Urkundenfälschungen machen weiterhin einen erheblichen Anteil in der
Kriminalitätsbelastung aus. Im letzten Jahr ermittelte die
Kriminalpolizei hierzu in insgesamt 2.171 Fällen (2015= 2.143).
Insbesondere Betrugsstraftaten via Internet und Telefon sowie durch
missbräuchliche Benutzung von Geld- und Kreditkarten trugen zu dieser
Entwicklung bei. Die Aufklärungsquote in diesem Deliktsspektrum lag
im vergangenen Jahr bei rund 71 Prozent. Steigende Zahlen zeichneten
sich auch beim so genannten Tankbetrug ab. Wurden 2015 noch
294Taten angezeigt und bearbeitet, waren es im vergangenen Jahr 359.
Davon konnten allerdings 227 Fälle aufgeklärt werden, was eine
Aufklärungsquote von 66 Prozent entspricht. Die doch hohe
Aufklärungsquote ist insbesondere auf zentral geführte Ermittlungen
dieser Fälle zurückzuführen. Sie werden für den gesamten Landkreis
zentral im Autobahn- und Verkehrspolizeirevier Stolpe durch Beamte
der Kripo Parchim bearbeitet.

Zahlreiche Drogendelikte im Umfeld von Goa- Partys aufgedeckt

Die Polizei hat im vergangenen Jahr landkreisweit in 636
Rauschgiftdelikten ermittelt. Davon wurden 143 Delikte auf und am
Rande von Goa- Partys registriert. Die Aufklärungsquote in diesem
Deliktsbereich lag im vergangenen Jahr bei knapp über 96 Prozent. In
dieser Statistik sind auch Strafanzeigen wegen des Verstoßes gegen
das Betäubungsmittelgesetz enthalten, die gegen Kraftfahrer nach
Fahrten unter Drogeneinfluss erstattet wurden.

Mehr Angriffe gegen Polizeibeamte

Im vergangenen Jahr kam es im Landkreis zu 51
Widerstandshandlungen
gegen Polizeibeamte, die als Straftaten
bearbeitet wurden (2015= 45, 2014=35). Demnach haben sich
Widerstandshandlungen gegen Polizisten in den letzten drei
Vergleichsjahren um rund 45 Prozent erhöht. Örtliche Schwerpunkte
waren im vergangenen Jahr die Stadt Hagenow mit 8 Delikten, die
Stadt Ludwigslust mit 7 und die Region Zarrentin mit 6 Delikten.

Über 5.000 Tatverdächtige ermittelt

Im vergangenen Jahr hat die Polizei insgesamt 5.132 Tatverdächtige
(2015= 5.466)
ermittelt, darunter 786 Nichtdeutsche (2015= 720). In
Deliktsbereiche unterteilt, wurden bei Diebstählen (alle) im
vergangenen Jahr gegen 948 (darunter 174 Nichtdeutsche), bei
Körperverletzungen gegen 1.004 (darunter 142 Nichtdeutsche), bei der
Rauschgiftkriminalität gegen 594 (darunter 86 Nichtdeutsche) und bei
Ladendiebstählen gegen 349 (darunter 79 Nichtdeutsche) Beschuldigte
Ermittlungen geführt. Bei den 79 nach Ladendiebstählen ermittelten
nichtdeutschen Tatverdächtigen handelt es sich vorwiegend um Personen
aus dem europäischen Ausland.

Prozentualer Anstieg in der Altersgruppe bis 21 Jahren marginal

Der Anteil der ermittelten Tatverdächtigen in der Altersstruktur
bis 21 Jahren ist im Berichtszeitraum um 0,7 Prozentpunkte gestiegen
und beträgt nun 16,7 Prozent (Land M-V= 19,4 %). Den größten Anteil
bei den ermittelten Tatverdächtigen nimmt die Altersgruppe der
Erwachsenen zwischen 30 und 40 Jahren mit einem Anteil von 23,5
Prozent ein.




Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Ludwigslust
Pressestelle
Klaus Wiechmann
Telefon: 03874/411 304
E-Mail: pressestelle-pi.ludwigslust@polizei.mv-regierung.de
http://www.polizei.mvnet.de
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