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Mit Gisela zur Bastei und dem Lichtenhainer Wasserfall.

 
In Lohmen machen wir an der Kirche einen kleinen Stop, um sie uns von innen anzuschauen. Die barocke Pfarrkirche wurde Ende des 18. Jahrhunderts erbaut. Der Altar stammt von 1545. Sie soll eine der schönsten Kirchen Sachsens sein. (Foto: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Lohmen.jpg&filetimestamp=20060905171228)
 
Der am weitesten zur Elbe vorspringende schmale Felsrücken ist die eigentliche Bastei, die auf der vordersten Spitze, nur 130 m von der Elbe entfernt, aber 190 m über ihr, den mit einem Eisengeländer versehenen Aussichtspunkt trägt. (Foto: Martin Hey - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Impressionen_der_Bastei.jpg)
 
190 m hoch über der Elbe
 
Polenztal (Foto: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:WaltersdorferMuhle80.jpg)
 
Hohnstein, das eine der kleinsten Städte Sachsens ist. (Foto: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hohnstein_Kirche.jpg)
Lohmen: Sächsische Schweiz | Wir beginnen unsere Fahrt in Dresden und fahren immer an der Elbe entlang bis Heidenau. Auf der linken Seite der Straße am Stadteingang bestimmten damals verfallenen Industrieanlagen das Bild. Hier wurde Zellstoff und Kunstseide hergestellt. Die Abwässer flossen in die Elbe, das Ufer war mit gelben und weißen Schaumflocken bedeckt. 1991 veranstaltete Greenpeace eine spektakuläre Aktion und leitete das verdreckte Wasser des Zellstoffwerkes zurück in den Wasserkreislauf des Werkes.

Weiter kommen wir nach Pirna. Diese Stadt ist das Tor zur Sächsischen Schweiz. Die Elbbrücke wurde 1875 eingeweiht. 1233 entstand der Ort als deutsche Handelssiedlung mit einem Markt, von dem alle Straßen rechtswinklig abgehen. 1240 erhielt Pirna das Stadtrecht. Im 13. und 15. Jahrhundert übertraf Pirna sogar die wissenschaftliche Bedeutung Dresdens. Der gesamte Altstadtbereich steht unter Denkmalschutz. Beherrscht wird das Stadtbild von dem Turm des Rathauses, dem gewaltigen Bau der Marienkirche und den Anlagen der ehemaligen Festung Sonnenschein. Berüchtigt wurde die Anlage durch ihre Benutzung während der NS-Zeit als Euthanasie-Tötungsanlage, bei der in Pirna von Juni 1940 bis August 1941 13.720 Patienten sowie 1.031 KZ-Häftlinge durch Vergasung getötet wurden. Die meisten Opfer stammten aus psychiatrischen Anstalten, Heimen für geistig behinderte Menschen sowie Alten- und Pflegeheimen. Im 18. und 19. Jahrhundert erlangte der Abbau des Pirnaer Sandsteins große Bedeutung. Er wurde unter anderem zum Bau des Dresdner Zwingers und des Kopenhagener Schlosses verwendet. Heute ist Pirna eine bedeutende Industriestadt.

Wir biegen in Pirna rechts ab ins Müglitztal, um das Schloss Weesenstein zu besuchen. Im 19. Jahrhundert ritt König Johann durch das Müglitztal und er bezeichnete es als schönstes Tal Sachsens. Das kleine Dörfchen Weesenstein wird bestimmt durch seine große, den Ort überragende Burg. Sie wurde im 12. und 13. Jahrhundert gegründet. Unterhalb der Burg an der Müglitz, entwickelte sich eine Gutsiedlung. Die weiträumige Schlossanlage liegt auf einem hohen Felsen über der Müglitz. Ältester Teil ist der Rundturm von 1300 mit seiner Barockhaube. Im Kunstmuseum des Schlosses nimmt eine Tapetensammlung breiten Raum ein. Kostbarstes Exponat ist eine französische Bildtapete von 1810, die als einmalig auf der Welt gilt. Ein französischer Barockgarten schließt sich an der Südseite des Schlosses an. Die Schlosskapelle ist noch im Original enthalten.

Nachdem wir einen Rundgang durch das Schloss und den Barockgarten gemacht haben, fahren wir wieder auf der gleichen Strecke zurück nach Pirna. Überqueren dort die Elbbrücke, auf der wir einen schönen Blick auf die Altstadt haben und fahren weiter nach Lohmen.

In Lohmen machen wir an der Kirche einen kleinen Stop, um sie uns von innen anzuschauen. Die barocke Pfarrkirche wurde Ende des 18. Jahrhunderts erbaut. Der Altar stammt von 1545. Sie soll eine der schönsten Kirchen Sachsens sein. Nach der Besichtigung fahren wir durch das langgestreckte große Dorf weiter Richtung Bastei.

Die Bastei ist das älteste und bedeutendste Touristenzentrum im vorderen Teil der Sächsischen Schweiz. Das über 800 ha große Naturschutzgebiet Bastei besteht aus der bewaldeten Basteihochfläche, die durch zahlreiche trockene Felsschluchten zerschnitten ist. Sie bricht in großartigen Felsschluchten zur Elbe und in die stark aufgelösten Felsriffen zum Amselgrund ab. "Dort geht eine Gestalt zur mitternächtlichen Stund und bei Vollmond. Weiß ist ihr Gewand und ihr Antlitz zuckt vor tiefem Weh. Es ist das Burgfräulein Jutta von Duba. Sie ist die Tochter des Ritters von Rathenstein (heute Felsenburg Neurathen, Bastei). Lautlos wandelt sie durch den Wald bis zu einer Höhle. Dort bleibt sie stehen. Ein junger Ritter aus der sächsischen Schweiz zog im Kreuzzug in den heiligen Kampf. Nachts bei Mondschein am Amselfall nahm er Abschied von dem Burgfräulein und sie von ihm mit Tränen in den Augen. Die beiden schworen sich ewige Treue bis über den Tod hinaus. Er kam nicht wieder. Durch die Hand des Feindes fand er den Tod im gelobten Land. Immer bei Vollmond geht nun das Burgfräulein durch den Amselgrund und erwartet den Ritter in der Amselhöhle. Sie klagt den Vögeln ihr Herzeleid. Diese trösten das Burgfräulein mit ihrem Gesang. Sie bringen ihr Grüße mit vom Grab ihres Liebsten".

Der am weitesten zur Elbe vorspringende schmale Felsrücken ist die eigentliche Bastei, die auf der vordersten Spitze, nur 130 m von der Elbe entfernt, aber 190 m über ihr, den mit einem Eisengeländer versehenen Aussichtspunkt trägt. 1812 entstand auf der Bastei die erste Hütte mit einfachster Bewirtschaftung. Die heutige Gaststätte entstand von 1975 – 1979. Nach kurzem Aufstieg erreichen wir die 76 m lange Basteibrücke. Die erste 1825 erbaute hölzerne Brücke wurde 1851 durch die heute als „Technisches Denkmal“ geschützte steinerne Brücke ersetzt. Die Felsenburg Neurathen wurde nach gründlicher Rekonstruktion seit 1984 wieder zur Besichtigung freigegeben. Ein interessanter Rundgang auf dem ehemaligen Wehrgang der 1469 zerstörten Burg berührt die einzelnen Räume und Höfe. Tafeln erläutern die Objekte. "Einst stand auf dem Basteifelsen eine große Ritterburg und schaute weit hinein ins Land. Das war die Burg zu Rathenstein. Sie war gewaltig und stark. In ihren Kellern barg sie viele Fässer voll mit Wein. Ein Rittersmann hauste einst auf der Burg, der ein großer Trinker ward. Er machte von Zeit zu Zeit ein riesiges Saufgelage. Es war ihm total egal, ob es Meißner- oder Böhmerwein war, der Ritter Kunz von Rathenstein hatte immer Durst. Er trank oft ununterbrochen von früh bis in die Nacht und leerte manches Fass. Er lebte in Saus und Braus und trank jeden Tag so nach und nach die ganzen Fässer leer. Als er das letzte Fässchen sah, überkam ihn die Angst, so dass er es aus lauter Gram leer trank. Und als er den letzten Tropfen im Mund hatte, stürzte der Ritter sich hinunter in den tiefen Grund. Jeder von uns kennt die Schlucht unter der Basteibrücke. Bis heute nennt man sie noch „Martertelle“. Da unten lag der Ritter starr und stumm und immer um Mitternacht geht jetzt sein Geist um bis in die Ewigkeit. Er geht hinauf zur Bastei und schleicht durch das ganze Haus. Und wo noch eine Neige im Glas steht egal ob Wein, ob Bier oder Schnaps, der Geist trinkt alles aus. Jede Nacht geht er um das ist ihm Wurst, denn er hat noch immer Durst".

Im Wehlgrund befindet sich eine der schönsten Naturbühnen Europas. Aufgeführt werden: Hänsel und Gretel, Winnetou, Das Wirtshaus im Spessart, Der Freischütz und ...............

Nach einem längeren Aufenthalt auf der Bastei fahren wir weiter über Hohnstein, das eine der kleinsten Städte Sachsens ist. Die Burg beherrscht das Panorama. Sie wurde 1200 erbaut und diente nach 1553 als Sitz eines kurfürstlichen Amtmannes, Jagdschloss, Staatsgefängnis und Jugendherberge. Am 8. März 1933 besetzten SA-Leute die Burg Hohnstein. 1933 und 1934 war sie KZ. Bei den Insassen handelte es sich meist um NS-Gegner wie Kommunisten, Sozialdemokraten und Gewerkschaftler aus dem Großraum Dresden. Es waren auch etwa 400 Jugendliche auf der Burg inhaftiert. 1934 fand ein internationales Straßenrennen, auf der Straße die wir gerade hoch fahren, statt. Die Häftlinge des KZs mussten die Trasse bauen. Danach wurde das KZ aufgelöst und die Häftlinge verlegt. Heute gibt es hier eine Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus und eine Jugendherberge. Die Stadtkirche wurde von George Baer erbaut.

Wir fahren weiter durch das Polenztal, das innerhalb der Sächsischen Schweiz als landschaftlich besonders reizvolles Wandergebiet gilt. Im Frühling blühen auf dem Wiesen zehntausende Märzenbecher. Die Wiesen stehen unter Naturschutz, da sie zu den größten Wildblumenvorkommen in Sachsen zählen.

Wir sehen in der Ferne den Lilienstein, der 415 m hoch ist. Das Gipfelplateau weist zerklüftete Partien auf, die teilweise nur durch schmale Brücken erreichbar sind. "Der Lilienstein ragt wie ein gewaltiger Riese aus der Landschaft. Einen Finger streckt er in heller Freude hoch ins Himmelblau und spiegelt sich gleichzeitig in der Elbe, die unten im Tal fließt. Manch Wanderer fragt sich, was dieser Finger zu bedeuten hat. Jeder Sachse kann diese Frage ihm beantworten: „Achthundert Jahre regierte das Haus Wettin im Wechsel froher Tage mit trüber Tage voller Leid. Weit über Wald und Flur ragt die Wettinersäule weit ins Land hinaus – treu steht das Sachsenvolk zu seinem Herrscherhaus“ Reste von Grundmauern einer alten Befestigung findet man noch, die einst von einer Wachmannschaft des Königsteins besetzt war. Im Jahr 1708 bestieg August der Starke den Lilienstein. Er war ein eifriger Wanderer. Dort trafen sich einst der Kurfürst August der Starke und der Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. Sie saßen bei einer Flasche Wein und plauderten. Der König sprach: „Der Königstein gefällt mir sehr“. Worauf der Kurfürst antwortete: „ Sieh, solche Berge hast Du nicht in deinem Preußenland. Dort sitzt man allzu oft auf flachem, trocknem Sand. Drum schenke ich Dir zum Andenken den Lilienstein, den du da drüben siehst“. „Mein Bruder ich danke dir. Jetzt werde ich mir eine Festung bauen in Deinem schönen Sachsenland, die von mir wird Friedrichstein genannt“, sprach der König frohen Mutes und reiste zurück nach Berlin. Am anderen Morgen sitzt schon früh der Kurfürst am Tisch und hat den Kopf in beide Hände gestützt. Teilnahmsvoll fragt Kyau, der Festungskommandant: „Mein Fürst und Herr, was fehlet Euch!“ „Ach lieber Kyau, letzte Nacht habe ich einen großen Fehler gemacht. Ich habe geschenkt beim Wein dem König unsern Lilienstein. Der will dort eine Festung bauen und der Königstein gerät dadurch in Gefahr. Eine sehr dumme Geschichte, die mir nicht mehr aus dem Kopf geht.“ Der Kyau lacht laut und spricht zu seinem Kurfürsten: „ Sorgt euch nicht. Schickt mich nur schnellstens nach Berlin.“ Der Kyau wurde sofort gesendet nach Berlin. Dort tritt er vor das Angesicht des Königs und spricht zu ihm: „Eure Majestät, verzeiht es mir, aber der Lilienstein, der Euch geschenkt wurde, steht uns im Wege. Wir bitten Euch deshalb, den Lilienstein schleunigst abzubauen. Wir geben Euch dafür vier Wochen Zeit“. Der König musste laut lachen und spricht: „Das geht so schnell nicht. In Berlin würden sie sich natürlich freuen, wenn ich den Lilienstein in die Hasenheide stellte. Jedoch lieber Kyau, ihr könnt gehen. Sagt Eurem Fürst, er kann den Lilienstein behalten“. So blieb der Berg an seinem Ort und steht noch heute dort. Und wer es nicht glaubt, fährt in das schöne Sachsenland und schaut es selbst an. ---- In einer Johannisnacht stieg ich hinauf zum Lilienstein. Dabei fiel mir wieder die alte Sage ein, dass tief im Berg liegt ein Schatz aus Gold und Edelstein. Während ich höher stieg zwischen tiefer Felsspalte und steiler Felswand entlang, schimmerte plötzlich vor mir ein Licht. Ein kleines Männlein trat vor mich und sprach: „Erschrecke nicht, doch bleibe stehen. Schau, dort liegt der verborgenen Schatz“. Ich sah den Felsen geöffnet und hörte eine verführerische Stimme: „Wer sonntags geboren wurde und noch unschuldig und rein ist, der kann sich den Schatz holen“. Der Gnom sprach zu mir: „Gib gut acht! In der Johannisnacht blüht hier eine Zauberblume mit einem wunderbaren Leuchten und einem lieblichen Duft, wovon die ganze Luft erfüllt ist. Kannst Du die Blume mit einer reinen Hand pflücken, wirst du reich und im ganzen Land hochgeehrt. Jedoch bist Du nicht mehr rein lass die Finger von dieser Blume, sie bringt Dir dann nur Not und Pein. Du wirst keinen Segen ernten – nur Fluch“! Und weiter sprach der Gnom: „Nun höre auf meinen Rat! Ich kenne eine Blume, die man überall findet. Sie blüht auf dem Berg und im Tal. Diese suche und jage nicht nach Geld, dann wirst du an unserer schönen Welt Freude haben. Sei bescheiden, fleißig und mäßig jederzeit, dann wirst du die Blume finden, die da heißt „Zufriedenheit“. Die Höhle glühte auf in rotem Flammenmeer und es huschten flinke Geister hin und her. Mit einem Blitz, der vom Himmel fuhr und mit lautem Donner schloss sich der Berg und aller Zauber war verschwunden.

Wir kommen nach Bad Schandau. Zur Sicherung der Verkehrs- und Schiffswege entstand schon im 13. Jahrhundert auf dem Schandauer Schlossberg die Burg Schomberg. Deutsche Handwerker und Kaufleute besiedelten später das ursprünglich slawische Land und gründeten einen Handelsplatz. Der Ort entwickelte sich wegen der günstigen Lage zwischen den großen Feudalstaaten Meißen und Böhmen vom 16. bis 18. Jahrhundert zu einem wichtigen Umschlagplatz für den Elbhandel. Von Böhmen kamen Holz, Getreide Obst- und Glaswaren ins Land, dafür gingen von Hamburg aus Südfrüchte, Öl, Heringe und Salz ins Böhmische. Ab 1810 bestimmte der Fremdenverkehr das Leben der Stadt. Schandau wurde zum beliebten Reiseziel wohlhabender Leute. Architektonisch wertvollstes Bauwerk ist die Kirche St. Johannis am Markt, die wir kurz besuchen werden. 1645 wurde sie erbaut. Am Portal befinden sich von innen Hochwassermarken. Die Stadt brannte 1704 ab und auch die Kirche wurde dann neu aufgebaut. Die barocke Turmhaube bekam sie 1982 erneuert. Die Kirche besitzt zwei bedeutende Kunstwerke: Eine Kanzel aus Sandstein, die aus einem Stein herausgearbeitet wurde und einen sandsteinernen, mit einheimischen Edelsteinen ausgeschmückten Altar. Nach dem Besuch der Kirche fahren wir weiter und biegen links und wieder links ins Kirnitschtal ein. 1730 wurde hier eine eisenhaltige Quelle entdeckt. 1798 entstand im Ort das erste Badehaus mit acht Badezimmern und neun Wannen. Wir sehen es auf unserer rechten Seite. Heute werden hier seit 1936 in der Kurklinik Kneippkuren durchgeführt.

Wir fahren ins Kirnitschtal. Die Kirnitschtalstraße wurde 1880 ausschließlich für forstwirtschaftliche Zwecke ausgebaut. Jahrhundertelang hatte es hier nur „Flößersteigel“ beiderseits des Baches gegeben, auf denen die Floßknechte bereitstanden, um festgefahrene Stämme wieder flott zu machen. Seit alters her ist die Kirnitsch ein forellenreicher Bach. Schon um 1550 mussten von den Anliegern auf der 17 km langen Strecke zwischen der Grenze und der Elbe jährlich 1200 Forellen an das Amt Hohnstein abgeliefert werden. Seit 1961 steht die Kirnitsch den im Deutschen Anglerbund (damals DDR) organisierten Sportanglern von Mai bis September an je 25 Angeltagen zur Verfügung. Treue Begleiter des Bachlaufes sind die Wasseramseln. Sie stehen unter Naturschutz und fallen durch ihren großen weißen Brustlatz auf. Nur dort wo klares Wasser fließt leben sie und haben ihre Wohn- und Jagdbereiche derart aufgeteilt, dass jedem Pärchen ein Bachabschnitt von 1,5 bis 2 km Länge zusteht. Durch das Kirnitschtal fährt seit 1898 die Kirnitschtalbahn von der Kurklinik in Bad Schandau bis zum neun Kilometer entfernten Lichtenhainer Wasserfall. Die ersten Wagen entgleisten zwar mehrmals auf ihrer Fahrt zum Wasserfall, brachten dann aber doch die Teilnehmer der Eröffnungsfahrt zum kalten Buffet am Lichtenhainer Wasserfall. Hunderttausende Touristen sollten folgen. Der Lichtenhainer Wasserfall ist ein künstlicher Wasserfall und fällt über eine fünf Meter hohe Sandsteinstufe. Schon 1812 wurde er erwähnt. Er war den damaligen Reisenden nicht gewaltig genug, so dass man 1830 den Bach, mit einem Wehr das man aufziehen konnte, anstaute. Ein Lichtenhainer Bürger bekam das Amt des Wasserfallziehers, der in einer Rindenhütte einen kleinen Ausschank unterhielt und gegen ein Trinkgeld für die "Fremden" die Stauanlage für einige Minuten öffnete. Direkt neben dem Wasserfall steht das Gasthaus gleichen Namens. Das Haus wurde 1852/53 neben dem Wasserfall erbaut. Der Gasthof ist seit vier Generationen in Familienbesitz und gehört zu den alteingesessenen Ausflugsgaststätten im Elbsandsteingebirge. Die Kirnitzschtalbahn endet hier. Nachdem das Gasthaus erbaut wurde fühlte sich der Wirt (und das gilt bis heute) für die Funktionsfähigkeit des Wasserfalls zuständig, der sich als Besuchermagnet erwies und zahlreiche Gäste anzog. Der Lichtenhainer Wasserfall wurde zu einem wichtigen Knotenpunkt auf dem Fremdenweg zum Kuhstall, Winterberg und Prebischtor. Hier konnte man Führer, Saumtiere oder Träger mieten. Noch mehr Gäste kamen, als am 27. Mai 1898 die Kirnitzschtalbahn eröffnet wurde. Die historische Stauanlage wurde 1994 restauriert und seitdem wird wieder alle halbe Stunde das Wehr gezogen, um einen mächtigen Wasserschwall zur Freude der Touristen herabschießen zu lassen.

Hier machen wir unsere Mittagspause.
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7 Kommentare
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Horst Schmiedchen aus Wennigsen | 23.04.2009 | 06:19  
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Björn Hansen aus Peine | 23.04.2009 | 09:19  
12.463
Christel Pruessner aus Dersenow | 23.04.2009 | 11:33  
50.297
Christl Fischer aus Friedberg | 23.04.2009 | 12:09  
9.893
Gisela Görgens aus Quedlinburg | 23.04.2009 | 12:44  
617
Martina Jauernig aus Coburg | 06.08.2010 | 22:21  
73.696
Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 15.10.2011 | 08:15  
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