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Heftige Kritik an der Bundesregierung 4.1.2017

Nitrat kommt über Düngung ins Grundwasser. Die Grenzwerte wurden in den vergangenen Jahren vielerorts überschritten. Das geht aus einem Bericht der Bundesregierung hervor. Gegenmaßnahmen laufen gar nicht oder nur schleppend an.
Im deutschen Grundwasser findet sich noch immer zu viel Nitrat. Zwischen 2012 und 2014 wurde der zulässige Grenzwert an 28 Prozent der Messstellen überschritten. Das geht aus dem aktuellen Nitrat-Bericht der Bundesregierung hervor, den das Umweltministerium veröffentlicht hat.
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Zeitbombe im Trinkwasser

In den vergangenen Jahren habe sich die Nitratbelastung des Grundwassers "nur geringfügig verbessert", heißt es in dem Bericht.
Ministerin: Verordnung verschärfen
Umweltministerin Barbara Hendricks dringt deshalb darauf, dass die vom Kabinett beschlossene Verschärfung der Düngeverordnung möglichst schnell in Kraft tritt. Grundlage dafür wäre eine Änderung des Düngegesetzes. Die Abstimmung über diese Novelle steht derzeit für den 19. Januar auf der Tagesordnung des Bundestags.
Kritik an der Bundesregierung kommt von Umweltschützern, Interessenverbänden und den Grünen. Bärbel Höhn, Vorsitzende des Bundestags-Umweltausschusses, twitterte, das Problem sei seit Jahren bekannt, und die Regierung müsse "endlich handeln". Martin Weyand vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) beklagte: "Seit fast zwei Jahren wird die Umsetzung eines wirksamen Düngerechts in Deutschland verschleppt."
"Büttel der Massentierhalter"
Martin Hofstetter von Greenpeace warf Agrarminister Christian Schmidt (CSU) vor, er mache sich zum "Büttel der Massentierhalter". Tatsächlich wird der Agrarlobby immer wieder vorgeworfen, strengere Regelungen beim Düngen zu verhindern. Hendricks sagte dazu lediglich: "Dass die Interessen unterschiedlich sind, ist keine Frage." Allerdings müsse sich Deutschland klar werden, "wie wir in Zukunft die Landwirtschaft betreiben wollen". Die Ministerin ließ auch durchblicken, dass sie sich durchaus noch strengere Düngeregeln wünschen würde: Hendricks hält es nach eigenen Worten für möglich, dass die EU weitere Nachbesserungen fordert. "Da hätte ich dann nichts dagegen."
Die EU-Kommission hatte Deutschland schon im November wegen zu hoher Nitratwerte vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) verklagt. Als Hauptursache gilt der übermäßige Einsatz von stickstoffhaltigem Dünger in der Landwirtschaft. In Gewässern kann Nitrat das Algenwachstum fördern, was anderen Pflanzen schadet.
Häufig als Düngemittel eingesetzt
Nitrat hilft Pflanzen beim Wachsen und wird häufig als Düngemittel eingesetzt. Überhöhte Mengen von Nitrat führen allerdings zu starken Wasserverunreinigungen und verringern die biologische Vielfalt in den Gewässern.
Eine Nitratkonzentration von über 50 Milligramm pro Liter kann nach Angaben der EU-Kommission erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen haben. Bedenklich ist sie insbesondere für schwangere Frauen und Kleinkinder. Nitrat kann im Körper zu Nitrit umgewandelt werden, das den Sauerstofftransport im Blut blockiert. Außerdem besteht der Verdacht, dass Nitrit indirekt krebserregend ist.

Nitrat ist das Salz der Salpetersäure. Diese Verbindung besteht aus den Elementen Stickstoff (N) und Sauerstoff (O), die chemische Formel für Nitrat lautet NO3. Nitrat ist ein wichtiger Pflanzennährstoff und wird deshalb als Dünger eingesetzt. Pflanzen nehmen das Nitrat auf - oder es wird mit dem Regen ins Grundwasser gespült. Daher ist es auch im Grundwasser und in Gemüse vorhanden.
Höchstwert bei 50mg/l

Quelle:http://www.heute.de/nitrat-im-grundwasser-werte-bl...
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14 Kommentare
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 05.01.2017 | 07:34  
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Erster Geschichtenerzähler aus Naumburg (Saale) | 05.01.2017 | 11:23  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 06.01.2017 | 16:59  
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gdh portal aus Brunnen | 11.01.2017 | 17:41  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 12.01.2017 | 04:38  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 12.01.2017 | 09:02  
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Erster Geschichtenerzähler aus Naumburg (Saale) | 12.01.2017 | 09:11  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 13.01.2017 | 05:31  
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die bei myheimat schreibt aus Lößnitz | 13.01.2017 | 18:33  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 14.01.2017 | 08:16  
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Erster Geschichtenerzähler aus Naumburg (Saale) | 14.01.2017 | 10:04  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 14.01.2017 | 18:03  
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Erster Geschichtenerzähler aus Naumburg (Saale) | 14.01.2017 | 18:18  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 15.01.2017 | 05:27  
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