Mit Gisela von Chiasso zur italienischen Riviera.

 
Hier sehen wir ein Reisfeld an dem anderen. (Foto: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Reisfelder_in_nord_Thailand.jpg)
 
Das schweizerische Chiasso, an der Grenze zu Italien gelegen, hat sich auf Grund seiner Lage, zu einem bedeutenden Zentrum für Handel und Verkehr entwickelt. Bereits im Altertum war der Durchgangsort Ziel von Reisenden. (Foto: Peter Berger - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zoll_Chiasso.jpg)
 
Genua ist der erste Hafen- und Handelsplatz Italiens und neben Marseille der bedeutendste Hafen des Mittelmeeres. (Foto: Hedwig Storch - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Genua,_vom_Hafen_aus_1.JPG)
Sanremo (Italien): Italien | Das schweizerische Chiasso, an der Grenze zu Italien gelegen, hat sich auf Grund seiner Lage, zu einem bedeutenden Zentrum für Handel und Verkehr entwickelt. Bereits im Altertum war der Durchgangsort Ziel von Reisenden. Ihrem Standort verdankt die Zollstadt schließlich auch ihr wirtschaftliches Wachstum.

Como ist die Hauptstadt der oberitalienischen Provinz Como in der Lombardei. An die von Molasserücken südwärts abgeschlossenen Altstadt schließen sich prachtvolle Vororte an den Bergflanken des Comer Sees an. Como ist altes, seit 1058 von Mailand unabhängiges, Bistum. Die heutige Altstadt hat noch die antike Straßenführung. Como wurde 195 v. Chr. von den Römern als Grenzfeste gegen die Räter an der Stelle einer älteren Siedlung gegründet. Im Mittelalter galt es als Schlüssel zur Lombardei und war ein wichtiger Stützpunkt deutscher Kaiser. 1451 geriet die Stadt unter die Herrschaft Mailands. In letzter Zeit sind beträchtliche Bodenabsenkungen zu beobachten. Sein Dom ist ganz aus Marmor erbaut.

Wir sind jetzt in der Lombardei, die eine dichtbesiedelte, industriereiche oberitalienische Region mit der Hauptstadt Mailand ist. Sie beginnt an der Schweizer Grenze und ist gegliedert in neun Provinzen.

Mailand, das in der Po-Ebene liegt, ist die zweitgrößte Stadt Italiens und entwickelte sich seit der römischen Eroberung 222 v. Chr. im Mittelalter zu einer selbstbewussten Handelsstadt. Mailand blieb Wirtschaftszentrum des Landes und Verkehrsmittelpunkt. Im Stadtbild mischen sich alte und neue Viertel, ehrwürdige Gebäude und Hochhäuser bekannter Architekten. Im Zentrum erhebt sich der Dom. Die nahegelegene Galleria mit ihren Cafes ist der Treffpunkt der Mailänder. Die Scala ist die berühmteste Oper Italien.

Nachdem wir an Mailand vorbeigerauscht sind, dauert es nicht mehr allzu lang, bis die ersten Reisfelder auftauen. Wir befinden uns in der Po-Ebene, die ein Tiefland in Norditalien zwischen Alpen, Apennin und Adria ist. Sie umfasst rund 50.000 qkm und bedeckt somit 1/6 der Gesamtfläche Italiens. Auf über 400 km Länge wird sie vom Po durchflossen. Die nördliche Schotterebene – die sogenannte Hohe Ebene – ist durch eine ausgeprägte Quellzone von der tieferen, feinkörnigeren Feuchten Ebene getrennt. Infolge Schwebstoffablagerungen erhöhen sich die Flussbetten der eingedeichten größeren Flüsse. Wiederholt waren schon Überschwemmungskatastrophen durch Dammbrüche. Das Klima ist kontinental geprägt. In der Po-Ebene wird intensiv Landwirtschaft betrieben. Das größte Reisanbaugebiet Europas befindet sich hier. Durch die international günstige Verkehrslage, die Wasserkraftnutzung und Erdölvorkommen ist die Po-Ebene zum bedeutendsten Industriegebiet Italiens geworden. Zentren sind Mailand und Turin.

Hier sehen wir ein Reisfeld an dem anderen. Nur Wasser, soweit das Auge reicht. Reis ist ein Getreide und wird schon seit etwa 5000 Jahren in China kultiviert. Er ist Hauptnahrungsmittel für 1/3 der Menschheit. Das Gras wird 11/2 Meter hoch und hat eine 20 – 30 cm lange Rispe. Die reife Frucht ist von einer harten Deck- und Vorspelze fest umschlossen. Hier in der Po-Ebene wird Wasserreis angebaut. Trockenreis wird in höheren Lagen in terrassenartig angelegten Feldern angebaut. Er braucht weniger Feuchtigkeit und Wärme. Die in Saatbeeten herangezogenen Setzlinge werden von Hand in überflutete Felder gepflanzt. Zur Gewinnung von poliertem Reis werden die entspelzten Körner von Samenschale und der anschließenden Aleurenschicht befreit. Damit gehen das meiste Eiweiß und die Vitamine verloren. Die Abfälle sind wertvolles Viehfutter. Aus Reiskörnern sind Grieß und Stärke herstellbar, nicht aber backfähiges Mehl. Reis ist Ausgangsprodukt für Arrak und Reiswein.

Wir fahren über den Po, der von rechts aus Westen kommt und links nach Osten fließt. Er ist 652 km lang und entspringt in 2022 m Höhe in den Alpen. Er tritt nach kurzem steilen Lauf in 400 m Höhe in Piemont in das Po-Tiefland ein und mündet in einem 150 km breiten Delta südlich von Venedig in die Adria. Unregelmäßige Wasser- und starke Schwemmstoffführung bewirken bei schwachem Gefälle und wegen der durch Methangasförderung noch verstärkten Absenkung des Deltabereichs trotz hoher Deichbauten immer wiederkehrende Überschwemmungskatastrophen. Mehrfach wurde sein Lauf verlegt.

Auf unserer Weiterfahrt kommen wir nach Piemont. Es ist eine historische Landschaft und Region im westlichen Oberitalien. Hauptstadt ist Turin. Piemont umfasst das Einzugsgebiet des oberen Po bis hin zu den französisch-schweizer Alpenpässen. Hier in der Poebene ist überwiegend Landwirtschaft. Im Gebirge Abbau von Kohle, Eisen, Kupfer, Zink und Graphit. Industrie befindet sich hauptsächlich in Turin und Allesandria.

Wir durchqueren die Apenninen, welche der italienischen Halbinsel ihren Namen gab. Sie sind ein Wald- und Mittelgebirge und durchziehen Italien auf einer Länge von 1500 km Länge und nur 100 km durchschnittlicher Breite. Der Nordabschnitt schwingt von der ligurischen zur adriatischen Küste. Der Mittelabschnitt begleitet die Adriaküste und der Südabschnitt zieht wieder zum Tyrrhenischen Meer. In den Abruzzen wird eine Höhe von fast 3000 m erreicht. Die Apenninen trennen eine feuchte, dichtbesiedelte, zum Meer orientierte Westseite der Halbinsel von einer trockenen, weniger dichtbesiedelten und hafenarmen Ostseite.

Wir kommen nach Ligurien, der Landschaft und Region am Golf von Genua und der Italienischen Riviera. An der durch bequeme Pässe mit der oberitalienischen Ebene verbundenen Riviera liegen bedeutende Häfen und zahlreiche vielbesuchte Ferienorte. Ligurien umfasst vier Provinzen: Imperia, Savona, Genua uns La Spezia. Hauptstadt ist Genua. Im Altertum wurde Ligurien von den Ligurern bewohnt.

Wenn wir uns nach links umdrehen und nach hinten schauen, sehen wir Genua am gleichnamigen Golf liegen. Er ist die nördlichste Bucht des ligurischen Meeres. Genua ist der erste Hafen- und Handelsplatz Italiens und neben Marseille der bedeutendste Hafen des Mittelmeeres.

Wir fahren weiter Richtung Westen. Immer auf der Autobahn A10, auch Autostrada dei Fiori genannt, welche die Blumenküste entlang nach Frankreich führt. Die A10 hat eine Länge von 158,7 km. Die Autobahn verläuft auf ihrer gesamten Länge über eine große Anzahl von Brücken und durch Tunnel entlang der italienischen Riviera, die wir auf unserer linken Seite sehen..

Wir sehen Savona, was die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz ist. Es ist eine bedeutende Hafen- und Industriestadt an der Riviera.

Es kommt Finale Ligure, ein kleiner Ort mit flachabfallenden Sandstrand und einer schönen Promenade.

Weiter geht es mit Pietra Ligure, einem Badeort mit einer interessanten Kirche.

Loana kommt kurz in den Blick. Es ist ein Seebad. Am Hang steht das ehemalige Kloster Monte Carmela.

Alassio ist eine Hafenstadt und ein Seebad.

Gefolgt von Laiqueglia, das auch einen flachen Sandstrand hat. Es ist ein kleiner Ort mit einer schönen Promenade.

Diana Marina sehen wir auf der linken Seite wie alle Städte. Junge Familien werden sich in dem fröhlichen Ort wohlfühlen. Dort geht es ganz ungezwungen und nicht allzu teuer zu. Der Strand ist ideal für Kinder: er ist aus feinem Sand und fällt sanft ab. Gleich dahinter, an der Promenade, wurde ein von Pinien beschatteter Spielplatz angelegt.

Jetzt wird es wieder größer. Imperia kommt in Sicht. Es ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Höher gebaut ist der Stadtteil Porto Maurizio mit einer stattlichen Kuppelkirche von 1780.

Arma di Taggia hat einen schönen Strand. Auf der rechten Seite, der Landseite, die Stadt Taggia, die noch ihr mittelalterliches Gepräge bewahrt hat.

Nun sehen wir auf der linken Seite San Remo. Die Stadt ist einer der größten Kurorte Italiens, international berühmt und natürlich teuer. In der Hauptgeschäftsstraße reiht sich ein eleganter Laden an den anderen. Ebenso exklusiv und elegant geht es auch im Spielcasino zu. Volkstümlicher ist die Atmosphäre in der Blumenhalle: dort werden zwischen Mitternacht und Vormittag tonnenweise Schnittblumen versteigert und verschickt. Baden kann man in San Remo natürlich auch. Der Strand, teils Sand – teils Kiesel, ist innerhalb der Molen zusätzlich künstlich aufgeschüttet. Alljährlich im Februar findet hier das italienische Schlagerfestival statt. Auf einem steilen Hügel zwischen den Wildbächen San Francesco und San Romolo stehen dicht zusammengedrängt die Häuser der Altstadt, ein Gewirr von engen Gassen, Stiegen und hohen düsteren Häusern, die zum Schutz gegen Erdbeben durch Bogen verbunden sind. Am Yachthafen ist das noch aus genuesischer Zeit stammende Forte Santa Tecla, das heute als Strafanstalt dient. In San Remo ist ein neuer unterirdischer Bahnhof gebaut worden.

Ospedaletti ist ein vielbesuchte Seebad mit einem Kurhaus und einer schönen Palmenallee.

Bordighera wird als Seebad und als heilklimatischer Kurort besucht. In und bei Bordighera gedeihen wegen des milden Klimas Dattelpalmen. Ihr Früchte reifen hier jedoch nur bis zur Keimfähigkeit. Im Frühjahr verwendet man die Blätter bei den Palmsonntagsfeiern der katholischen Kirche, im Herbst werden sie zum jüdischen Laubhüttenfest bereitgestellt. Bedeutend ist ferner die Blumenzucht. Man nennt den Abschnitt der Riviera bei Bordighera auch „ Riviera die Fiori“ (Blumenriviera). Der Ort besteht aus der hoch über dem Kap Sant´Ampelio gelegenen malerischen Altstadt mit alten Stadttoren und den neuen Stadtteilen im Westen des Kaps.

Ventimiglia ist die Grenze zu Frankreich. Es hat einen bedeutenden Blumenmarkt. Nahe der Grenze zu Frankreich liegen im Fels gehauene Höhlen, die in prähistorischer Zeit bewohnt waren.

Unsere Fahrt geht weiter in Frankreich nach Nizza, wo wir wohnen werden.
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7 Kommentare
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Horst Schmiedchen aus Wennigsen | 15.04.2009 | 05:58  
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Ute Kohler aus Fürstenfeldbruck | 12.07.2010 | 20:01  
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Kocaman (Ali) aus Donauwörth | 12.07.2010 | 23:04  
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Dirk Knappert aus Hannover-Bemerode-Kirchrode-Wülferode | 13.07.2010 | 10:49  
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Hans Jürgen Ginter aus Gladenbach | 31.08.2011 | 23:22  
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Hans Jürgen Ginter aus Gladenbach | 31.08.2011 | 23:22  
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Natalie Parello aus Sarstedt | 02.09.2011 | 01:48  
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