Mit Gisela an die Cote d´Azur von Nizza nach Monte Carlo

im Botanischen Garten von Monaco
 
Blick auf Nizza
 
Unter uns liegt Villefranche, ein im Jahr 1295 von Karl II. von Anjou ausgebauter schöner Naturhafen. Der Ort besitzt ein so mildes Klima, dass hier Bananen reifen. Im Süden der malerischen Altstadt steht die Zitadelle von 1580 am Meeresufer. (Foto: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sea_coast_at_Villefranche-sur-Mer.jpg?uselang=de)
 
Es kommt Eze Village in Sicht. (Foto: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eze_viewed_from_Grand_Corniche.JPG)
Monaco (Monaco): ´Cote d´Azur | Wer schon einmal die Cote Azur zu jeder Jahreszeit erlebt hat der weiß, wann er reisen muss. Weltruf verdankt die Cote den Städten Nizza und Cannes. Viele Touristen suchen nur Wasser und Sonne an der Cote Azur und vergessen dabei die echten Sehenswürdigkeiten dieses Landstriches.

Man findet herrliche Landschaften bis zu 3000 m Höhe. Von der Mittelmeerküste erstrecken sich die Blumenfelder bis in die Seealpen. Die Cote ist ein ganz besonderer Flecken Erde. Man sieht Dörfer an Berghängen und in verträumten Tälern, die ihre malerischen Gassen und alten Gemäuer bewahrt haben. Die Strände sind von unterschiedlicher Beschaffenheit. Monaco und Nizza verfügen über Strände mit grobkörnigem Sand oder Kies.

Nizza ist die Hauptstadt des Departement Alpes-Maritimes. 1860 kam die Stadt zu Frankreich und hat seither einen ungeheuren Aufstieg als Seebad und Winterkurort genommen. Als Napoleon III. und Kaiser Alexander II. von Russland hier 1864 zusammenkamen, war die Stadt bereits vom Hoch- und Geldadel entdeckt worden. Luxuriöse Hotels und Casinos und herrliche Promenaden entstanden. die Hotels waren zur damaligen Zeit nur zwieschen November und März geöffnet. Nur die Altstadt hat den italienischen Charakter behalten können. Dennoch wirken die später entstandenen dem Meer zugewandten Viertel noch harmonisch im Vergleich mit den östlichen Erweiterungen. Die Fußgängerzone im Zentrum bietet gute Shopping-Möglichkeiten und internationale Restaurants.

Wer etwas Zeit hat und etwas sehen will, der nimmt eine der drei Corniches. Was ist eine Corniche? Es ist eine Klippenstraße. Außer der Autobahn gibt es noch drei Straßen zwischen Nizza und Menton. Da die Felsen der Seealpen in dieser Gegend direkt ins Meer hinabfallen, handelt es sich bei allen drei Straßen um Corniches.

Die unterste Straße nennt sich Basse Corniche. Sie führt direkt an der Küste entlang und durchquert ein Dorf nach dem anderen. Ein Strand reiht sich an den anderen. Im Sommer kann man für dieses 30 km lange Stück Straße gut zwei Stunden brauchen, da die Strecke sehr stark frequentiert ist.

Die Grande Corniche ist die berühmteste Panoramastraße der Welt. Der James Bond Film Golden Eye beginnt hier mit einer spektakulären Verfolgungsjagd. James Bond jagt die russische Kampfpilotin Xenia Onatopp. Die Verfolgungsjagd spielt sich auf dieser Straße zwischen Menton und Monaco ab. Die Grande Corniche Cgroße Klippenstraße) wurde von Napoleon I. entlang der alten Römerstraße Via Aurelia erbaut. Sie verläuft zum Teil in schwindelnder Höhe bis über 500 m über dem Meer. Über Monaco erreicht sie 450 m Höhe. Von der Grande Corniche hat man zahlreiche überwältigende Ausblicke. Die Strecke ist nicht stark befahren. Unvergesslich ist auch der Blick von der Grande Corniche auf das Bergdörfchen Eze, welches wir besuchen werden.

Wir fahren auf der Corniche Moyenne, der mittleren Klippenstraße. Von der Corniche Moyenne aus hat man mindestens genauso beeindruckende Ausblicke wie von der Grande Corniche. Von Nizza aus in Richtung Monaco ist die Straße ein Erlebnis! Die Moyenne Corniche war vor dem Bau der Autobahn die Hauptverkehrsader zwischen Menton und Nizza. Auch heute noch ist die Strecke sehr stark frequentiert.

In Kehren geht es immer weiter hoch. Unter uns haben wir einen sehr schönen Blick auf die Bucht von Nizza. Nachdem Nizza aus unserem Blickfeld verschwunden ist, sind wir auf der Moyenne Corniche.

Unter uns liegt Villefranche, ein im Jahr 1295 von Karl II. von Anjou ausgebauter schöner Naturhafen. Der Ort besitzt ein so mildes Klima, dass hier Bananen reifen. Im Süden der malerischen Altstadt steht die Zitadelle von 1580 am Meeresufer. Am Hafen finden wir die 1956 von Jean Cocteau ausgemalte Fischerkapelle St. Pierre und das Palais de la Marine. In Villefranche und in St.-Jean-Cap-Ferrat hat Cocteau sich öfter aufgehalten.

Unser Blick schweift hinaus auf das Meer, wo wir eine wunderschöne Aussicht auf das Kap Ferrat haben. St.-Jean-Cap-Ferrat ist ein Villenort, der auf dem weit ins Meer hinausragenden Felsvorsprung liegt. Dort gibt es prächtige Feriendomizile und Gartenanlagen. Südlichster Zipfel der Halbinsel ist das Kap Ferrat mit seinem Leuchtturm und einer Marienstatue. Das Cap Ferrat zählt zu den exclusivsten Adressen an der gesamten Côte d'Azur.

Wo die Halbinsel auf die Küste trifft sehen wir Beaulieu, das als Sporthafen sehr geschätzt wird. Der Ort liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen Nizza und Monaco. Er wird durch Höhenzüge vor nördlichen Winden geschützt und ist ein beliebter Sommer- und Winterferienort. Das besonders milde Klima begünstigt das Gedeihen einer reichen Vegetation. Malerisch ist die Ameisenbucht, an der sich eine palmenbestandene Promenade hinzieht. Der Yachthafen gehört zu den besten an der französischen Mittelmeerküste.

Es kommt Eze Village in Sicht. Dort machen wir eine Pause und besuchen eine Parfümerie. Anschließend gibt es noch die Gelegenheit etwas spazieren zu gehen und die Aussicht zu genießen. Das Dorf liegt wunderschön auf einem steil ins Meer abfallenden Fels hoch über der Küste. In Eze Village gibt es jede Menge romantische Winkel, wie umrankte Türen, schmale verwinkelte Gassen und noch vieles mehr. Um das Panorama zu sehen muss man auf die Burg hochsteigen. Rings um die Burg ist ein kleiner botanischer Garten angelegt.. Oben angelangt sehen wir das schönste Panorama der ganzen Cote d´ Azur.

Unten am Rand des Meeres liegt Eze-Bord-de-Mer, ein Fischerdorf, das bereits in der Antike bekannt war. In neuerer Zeit wurde es zum Fremdenverkehrsort ausgebaut.

Als nächstes werden wir den Exotischen Garten von Monaco besuchen. Er ist einer der eindrucksvollsten seiner Art. Aufgrund der günstigen mikroklimatischen Bedingungen an dem ständig feuchtwarmen Steilhang gedeihen im Exotischen Garten eine Vielzahl äußerst empfindlicher, teilweise sehr eigenartiger tropischer Pflanzen. In den Grotten sind schöne Versteinerungen zu sehen. Man hat einen fantastischen Blick auf den Felsen von Monaco.

Nach der Beendigung des Spazierganges und Bezahlung unseres Eintritts nach Monaco (sonst dürfen wir nirgends parken) fahren wir ins Fürstentum ein. Unseren Bus stellen wir in das Parkhaus unter den Felsen, damit wir mit dem Aufzug direkt auf diesen hochfahren können. Einmal bin ich die ganzen Außentreppen am Felsen hochgelaufen. Aber nur einmal! Es war ein faszinierendes, aber sehr anstrengendes Erlebnis. Mit der Rolltreppe, die wir zum Schluss benutzen, kommen wir am Oceanographic Institute wieder ans Licht und sind direkt geblendet, nicht nur von der Sonne, sondern auch von der atemberaubenden Aussicht.

Monaco hat nur ca. 30.000 Einwohner. Die alte Stadt Monaco wurde 1297 von der genuesischen Familie Grimaldi gegründet und ist ein Fürsten tum, das noch heute vom Fürsten des Hauses Grimaldi regiert wird. Bedeutend ist Monaco in unserer Zeit als Wirtschaftsstandort und als unerschöpfliches Thema der Regenbogenpresse. Der Kleinstaat ist mit einer Fläche von nur 1,95 qkm nach dem Vatikanstaat der zweitkleinste europäische Staat. Die überwiegend katholische Bevölkerung setzt sich zusammen aus rund 17 Prozent einheimischen Monegassen mit eigener Umgangssprache, ca. 50 Prozent Franzosen, ca. 20 Prozent Italiener und einem von anderen Ausländern gebildeten Restanteil. auf dem Felsen von Monaco dürfen nur Monegassen wohnen. Zwei berühmte Motorsportveranstaltungen sind eng mit dem Fürstentum verbunden, der große Preis von Monte Carlo, das einzige auf öffentlichen Straßen stattfindende Formel-1-Rennen der Welt und die Rallye Monte Carlo, deren Strecke fast vollständig auf französischem Gebiet verläuft. Reich und berühmt wurde Monaco durch das Glücksspiel. Auch als Finanzzentrum spielt das Fürstentum heute eine wichtige Rolle. In weniger als fünfzehn Jahren wurden drei neue Stadtviertel ins Meer gebaut und das Staatsgebiet so um 20 Prozent erweitert. Erwerbsweg Nr. 1 ist der Tourismus.

Die Wachablösung am Palais du Prince findet alltäglich um 11:55 Uhr statt.

Die Kathedrale ist im neoromanisch-byzantinischen Stil erbaut. Hier ist auch das Grab der 1982 verstorbenen Fürstin Gracia Patricia.

Gegenüber befindet sich der Justizpalast.

Wir haben hier auf dem Felsen einen längeren Aufenthalt bevor wir mit dem Bus rüber nach Monte Carlo zum Casino fahren.

Monte Carlo erstreckt sich nördlich des Hafens von Monaco über einen felsigen Landvorsprung. Sein höhergelegener Teil wird von Geschäftsstraßen durchzogen. Nördlich des Hafens steht das prächtige Grand-Casino, das 1877 1879 vom Architekten der Pariser Oper, Charles Garnier, errichtet wurde. Es beherbergt die legendäre 1881 gegründete Spielbank. Aus dem ganz mit Marmor ausgelegten, von römischen Säulen aus Onyx umstandenen Atrium gelangt man in den Salle Garnier, den in rot und gold gehaltenen Opernsaal und die verschiedenen Spielsäle. Der Saal mit Spielautomaten ist ab 10:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist dort frei. Der Amerikanische Saal mit Roulette und Black Jack ist ab 16:00 Uhr geöffnet ebenfalls Eintritt frei und die europäischen Salons mit Roulette, Frente-et-Quarante und Baccara sind ab 15:00 Uhr geöffnet. Hier kostet es Eintritt.

Nachdem alle außer mir ihr Glück versucht haben, fahren wir wieder zurück nach Nizza.
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6 Kommentare
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Reinhold Krause aus Springe | 15.04.2009 | 22:39  
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Ralf der Schlanke aus Peine | 16.04.2009 | 07:35  
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