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... und der Regen pünktlich zum Rodeo!

Da war die Welt noch in Ordnung: Das Stock-Car-Rennen am frühen Sonntagnachmittag
Linsburg: Stock Car | "Nein, so hatten wir uns das nicht vorgestellt", dürften sich am Sonntagabend sowohl Veranstalter als auch etliche hundert Besucher des 24. Stock-Car-Rennens in Linsburg (Kreis Nienburg) gedacht haben. Während bis zum späten Sonntagnachmittag, vor Beginn des beliebten Rodeos, die Welt noch in Ordnung war, begann es währenddessen urplötzlich extrem zu regnen - mit teils unschönen Folgen für die Besucher...

Am Nachmittag dominierte noch die Sonne. Die Temperatur war angenehm und einige hundert Besucher umsäumten einen Großteil des Renn-Ovals. Die Akteure lieferten spektakuläre Einlagen und auch die Siegerehrung lief wettertechnisch noch sehr friedlich ab.

Gegen 17.25 Uhr, kurz nachdem die Fahrer ihre ersten Rodeo-Runden gedreht hatten, wurde es ungemütlich: Erste Regentropfen prasselten auf die Besucher nieder. Zunächst hatten die Zuschauer noch recht gute Laune, machten Scherze über "die paar Tropfen". "Wenn ich das Rodeo nicht sehe, hab' ich das Gefühl, nicht dabeigewesen zu sein", tönte es mehrfach aus den Reihen der Zuschauer, die trotz des einsetzenden Regens tapfer an der Strecke sitzenblieben, um weiterhin das Renngeschehen zu verfolgen.

Irgendwann hielten es dann aber auch die Hartgesottensten nicht mehr aus... Der überwiegende Großteil der Zuschauer machte sich eilig auf zum schützenden Festzelt, als man schließlich vor Regen die Hand nicht mehr vor Augen sehen konnte.

Infolge des zwanzigminütigen Starkregens ungeahnten Ausmaßes geriet das Rodeo bei vielen Besuchern in Vergessenheit. Sie machten sich berechtigterweise mehr Sorgen um das Fortkommen von den entsprechend eingerichteten Parkmöglichkeiten und machten sich, während das Unwetter allmählich abklang, eilig auf den Weg zu ihren Autos.

Und richtig: Das Unwetter hatte nicht nur die Rennpiste in ein einziges Schlammloch verwandelt, auch die Ackerflächen gaben sich unmittelbar danach sehr fahrzeugunfreundlich. Ein Fortkommen war hier kaum noch möglich. Ein herbeigeeilter Helfer versuchte mit seinem Quad sein Bestes, um die Autos zu befreien - bis alles dermaßen aufgeweicht war, dass ohne schweres Gerät nichts mehr zu bewegen war.

Die Veranstalter reagierten schnell und schickten umgehend mehrere Traktoren zu den Parkplätzen, für die es schließlich ein Leichtes war, die festgefahrenen Autos zu befreien. Obwohl das ganze buchstäblich ins Wasser zu fallen drohte, bewiesen die Verantwortlichen abermals ihre herzlichen Spontan-Fähigkeiten und stellten so sicher, dass alle Besucher am Abend der Veranstaltung doch noch ganz zufrieden waren und nebenbei an der SB-Waschanlage eine Menge zu erzählen hatten: "Ach, wart Ihr auch in Linsburg?!"

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Bericht aus dem letzten Jahr (2009): http://www.myheimat.de/nienburg-weser/eine-gelunge...
Weitere Bilder folgen bei Gelegenheit.
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1 Kommentar
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Marlene Feldmeier aus Ederheim | 12.10.2010 | 08:56  
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