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„Elterninitiative Immensen & Arpke zur Verbesserung der Nachmittagsbetreuung an den Grundschulen“ übergibt Bedarfs- und Unterstützerlisten an den Bürgermeister der Stadt Lehrte

  Lehrte. Die frisch gegründete „Elterninitiative Immensen & Arpke zur Verbesserung der Nachmittagsbetreuung an den Grundschulen“ hat am Mittwochabend vor der Immenser Grundschule Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk den aktuellen Stand der Bedarfs- und Unterstützerlisten für die Einrichtung einer Nachmittagsbetreuung übergeben.
Bei der Übergabe waren neben Vertretern der Elterninitiative und dem Lehrter Bürgermeister auch eine große Zahl von Immenser und Arpker Eltern sowie Vertreter der jeweiligen Ortsräte anwesend, die den Forderungen entsprechenden Nachdruck verliehen (Foto der Übergabe anbei).


„Wir freuen uns sehr, dass sich in den paar Tagen, während der die Listen auslagen, neben den gemeldeten hohen Bedarfen auch viele Unterstützer in den Orten für unser Anliegen gefunden haben“, sagte Jacqueline Engelhardt, Mitbegründerin der Initiative.

„Es wird endlich Zeit, dass sich etwas bewegt. Mit viel ehrenamtlichem Engagement wurde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Sorgen und Nöte der Eltern erneut in Richtung Politik und Verwaltung aufzuzeigen, aber vor allem auch die konkreten Bedarfe für eine Nachmittagsbetreuung an den Grundschulen in Immensen und Arpke durch die Eltern abzufragen. Den zahlreichen Anläufen und konzeptionellen Vertröstungen müssen nun auch Taten folgen. Neben den notwendigen kurzfristigen Lösungen muss ein sinnvoller und dauerhafter Ansatz für Immensen und Arpke etabliert werden. Es reicht vor allem nicht mehr aus, darauf zu verweisen, dass die Eltern bisher immer Notlösungen gefunden hätten“, fügte Jan Lange hinzu.

„Wenn die Stadt nicht bereit ist, mehr für ihre jungen Familien zu tun, wird sie, und das betrifft vor allem auch die Ortsteile außerhalb der Kernstadt, als Wohnort an Attraktivität verlieren. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein entscheidender Faktor für die Wahl des Lebensmittelpunkts. Die Stadt Lehrte muss das Angebot schnellstmöglich verbessern", so Hendrik Alberts, Vorsitzender des Stadtkitabeirats. Der derzeitige Entwurf des Rahmenprojekts für das Nachmittagsangebot an den Lehrter Grundschulen sei ein Schritt in die richtige Richtung. Jedoch müsse gewährleistet werden, dass alle Ortschaften zeitnah davon profitieren.

Hintergrund: Laut dem KITA Bericht der Stadt Lehrte aus dem März 2016 haben 55 Eltern in Arpke und 44 in Immensen einen Betreuungsbedarf für ihr Kind am Nachmittag (d.h. nach 13 Uhr) angemeldet. Der Bedarf für eine nachunterrichtliche Betreuung an den Grundschulen in beiden Ortschaften wird aber nicht annähernd gedeckt. In Arpke haben aktuell zehn, in Immensen acht Kinder (über eine Großtagespflege) einen Platz am Nachmittag erhalten.
Die beschriebene Unterdeckung an nachunterrichtlicher Betreuung wird durch die aktuelle Bedarfsabfrage der Elterninitiative eindrucksvoll untermauert. Bisher haben 57 Eltern in Immensen und 59 in Arpke einen Bedarf in der Nachmittagsbetreuung angemeldet. In Immensen liegen alleine 16 Platzanfragen für die Erstklässler 2018 vor. Bis heute haben bereits 308 Mitbürgerinnen und Mitbürger das Anliegen der Elterninitiative mit ihrer Unterschrift unterstützt.

Die Vertreter der Elterninitiative werden den nun notwendigen Prozess zur Verbesserung der Situation an den Grundschulen in der Sache weiter intensiv begleiten und vorantreiben.
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