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Rettungshunde im Kloster - Tag der Niedersachsen im Harz

Nika auf der noch geschlossenen Leiter
 
Rettungshunde im Kloster Wöltingerode
Unsere Staffelkollegen der BRH Rettungshundestaffel Osterode, Goslar, Harz e. V. hatten tolle Vorarbeit geleistet. Der Bundesverband Rettungshunde e. V. – unsere Dachorganisation – durfte sich auf dem Tag der Niedersachsen im Kloster Wöltingerode präsentieren. Nachdem die Harzer Kollegen den Platz mit „Hunde-Turn-Geräten“ aufgebaut hatten, konnten bereits Freitag die ersten Vorführungen der Rettungshunde stattfinden.


Das ganze Wochenende präsentierten verschiedene BRH-Staffeln aus Niedersachsen, was die Hunde lernen und zu leisten in der Lage sind, um Menschenleben zu retten. Natürlich konnte keine Suche gezeigt werden, aber Elemente aus Trümmer-, Geräte- und Sucharbeit stellen die Vielfältigkeit der Rettungshundearbeit ganz gut und überschaubar dar.


Die Rettungshundestaffeln "Osterode, Goslar Harz", "Hannover, Harz und Heide"."Potzwenden"und "Dreiländereck-Holzminden" zeigten, was Teamarbeit ist. Hunde und Menschen, die sich zum Teil noch nicht kannten, haben das ganze Wochenende zusammengearbeitet, um den Zuschauern die Rettungshundearbeit zu zeigen und in persönlichen Gesprächen näher zu bringen.


Bei den Vorführungen wurden folgende Elemente aus der Rettungshundearbeit vorgestellt:

- Gehorsam des Hundes wie Fuss – Sitz – Platz – Abruf: Der Gehorsam des Hundes muss zuverlässig sein, denn die Rettungshundearbeit erfolgt in der Regel in der freien Suche.

- Anzeigenaufbau eines Verbellers: Wie und warum soll der Hund bellen, wenn er jemanden gefunden hat.

- Anzeige von mehreren liegenden Personen: Gastkinder durften sich als Versteckpersonen beteiligen.

- Anzeige von mehreren versteckten Personen in der Kartonburg: Gastkinder durften sich mit einem BRH-Mitglied verstecken und wurden von einem Rettungshund gesucht und durch verbellen angezeigt.

- Anzeige einer Versteckperson in einem Zelt: auch ohne Sichtkontakt muss der Hund die Witterung ausarbeiten und die gefundene Person sicher anzeigen.

- Überqueren von verschiedenen Geräten wie waagerechte Bretter, wackelige Bretter, Bretter mit Löchern, schrägen Brettern, waagerechte Leiter, schräge Leiter, Holzstufenleiter: Das Begehen von unsicherem Material und das Verlassen der Ebene ist nicht selbstverständlich für Hunde.

- Anzeige auf einer fast zwei Meter hohen kleinen Ebene: auch auf unsicherem Boden muss der Hund zuverlässig arbeiten und die gefundene Person durch bellen anzeigen.

- "Schockopfer": eine laut schreiende weglaufende Person, die dann um sich schlagend zu Boden fiel, wurde vom Hund angezeigt. Es gibt viele Menschen, die Angst haben und nicht rational reagieren können, wenn ein Hund sie findet und anbellt. Das sollte einen Rettungshund nicht abschrecken, seine Arbeit zu tun.


Zwischen den Vorführungen der Rettungshunde und Rettungshunde-Azubis konnten Gasthunde beim Rettungshunde-Casting zeigen, ob auch sie Lust auf Gerätearbeit haben. Dabei konnte so manches Herrchen und Frauchen feststellen, dass die Gerätearbeit einfacher aussieht, als sie es tatsächlich ist. Viele der Besucher meinten, das mache ihr Hund mit links und sie wurden das ein oder andere Mal eines Besseren belehrt. Trotzdem sind wir uns sicher, dass Alle viel Spass dabei hatten, auch wenn der vierbeinige Freund nicht immer über die Geräte turnen wollte.


Mensch-Hunde-Teams, die ernsthaft Interesse an der Rettungshundearbeit haben, können sich an wohnortnahe BRH-Staffeln wenden und werden gerne zu einem Probetraining geladen. Aber nicht nur Menschen mit Hund sind in den Staffeln willkommen. Auch ohne Hund kann man jederzeit Staffelmitglied werden, denn Suchgruppenhelfer können sich auch ohne eigenen Hund bis zum Zugführer ausbilden lassen.


Viele der Zuschauer waren erstaunt, dass Rettungshundestaffeln in Ihrer Arbeit keine finanzielle Unterstützung – ausser Mitgliedsbeiträge und Spenden – erhalten. Wie alle Rettungshunde-Staffeln der Hilfsorganisationen sind wir ehrenamtlich tätig. Auch für Einsätze bekommt niemand Kostenersatz, auch wenn die Rettungshundeführer meist mit dem eigenen PKW zum Einsatz fahren. Trotzdem machen alle ihren „Job“ gerne und mit Begeisterung. Es zählt nicht der Lohn, sondern die Gemeinschaft – das Team – und der Gedanke, helfen zu können.


Wir freuen uns, wenn wir unsere Arbeit in einem solch schönen Rahmen wie dem Tag der Niedersachsen vorstellen können. Wir sind stolz, wenn Sie als Besucher Interesse an unserer Rettungshundearbeit haben und uns mit Fragen löchern. Wir freuen uns ganz besonders, wenn der Eine oder Andere den Draht zur Rettungshundearbeit findet – sei es als neues Mitglied oder als Spender.


Über die Homepage www.bundesverband-rettungshunde.de – Staffeln – Niedersachsen finden Sie Ansprechpartner in Ihrem Umkreis, wenn Sie weitere Informationen wünschen. Gerne können Sie Kontakt mit den Staffeln aufnehmen, um zum Probetraining eingeladen zu werden – oder Fördermitglied zu werden.


Wir danken den Veranstaltern, dass wir beim Tag der Niedersachsen 2013 dabei sein durften und dass wir einen so gut geeigneten Platz für die Rettungshundearbeit bekommen haben. Wir danken allen Zuschauern für ihr Interesse und den Applaus. Vielleicht sehen wir uns wieder – hoffentlich bei einer Veranstaltung und nicht beim Einsatz.


Es grüßt Rettungshund NIKA mit allen vier- und zweibeinigen Kolleginnen und Kollegen.
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Elena Sabasch aus Hohenahr | 11.09.2013 | 06:48  
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