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iMot 2018 München – und mein „Bikerherz“ ging auf....!

...sehr schön gemacht...
 
....Hochglanzchrom am Tank, Sitzbank aus echtem Leder...das hat was...
 
...dicker "V-Twin"...
...wie vorteilhaft es doch ist wenn man einen Arbeitskollegen hat der eine ebenso große Motorradbegeisterung hat wie man selbst......und der einen dann auch noch erfolgreich „anstiftet“, mal nach München auf die „iMot“ zu fahren! Nachdem seit Jahren die Motorradmesse in Augsburg aufgrund zu wenig Besuchern nicht mehr stattfindet, ist die nächste Anlaufadresse für Motorradfreaks die Messe in München – und genau dahin sind wir am Samstag aufgebrochen.

Zunächst muss ich noch ein paar Worte zur Anreise loswerden. Nachdem wir dachten, mit der Bahn sei es wohl besser als mit dem Auto, sind wir mit dem Zug nach München gefahren und mussten anschließend die U- und S-Bahnen nutzen um zum Messegelände zu kommen.
Für den Münchner der jeden Tag mit diesen Verkehrsmitteln zu seiner Arbeit und wieder nach Hause pendelt, mag das wohl so in Ordnung sein. Für mich persönlich steht fest – nie wieder werde ich mit den „Öffis“ nach und durch München fahren...!
Die U- und S-Bahnen sind ein Desaster. Fahrpläne für den „Touristen“ der nur ab und zu mal nach München kommt – unbrauchbar. Auskunft? Gibts nicht wirklich – und selbst die paar die man fragen konnte, kannten sich nicht richtig aus. Sitzplätze? Ja, die gibt’s......doch, ich habe gesehen dass es Sitze gibt, ganz ehrlich! Wenn aber gefühlt 500 Leute auf 60 Sitzplätze kommen, schauts da mal ganz schlecht aus! Hat einen Vorteil...man kann den Körperkontakt des Nachbarn ausnutzen – wenn sich dann eine hübsche Dame (zwangsläufig) ganz dicht an einen „schmiegt“, hat das schon was!! Umfallen kann man auch nicht....ist also wirklich was für anlehnungsbedürftige Menschen...im wahrsten Sinne des Wortes. Ansonsten bin ich allerdings nicht der Anhänger von dicht an dicht gedrängten Menschen die einem ins Genick niesen, vor sich hin schnupfend herumröcheln...und so mancher scheint es wohl auch nicht sooo genau mit seiner Hygiene zu nehmen. Daher – beim nächsten Mal – Auto und fertig!

Nun aber zum wesentlichen – der Messe selbst.
Nachdem wir eine „Falschfahrodyssee“ mit der U-Bahn endlich erfolgreich hinter uns hatten, kamen wir am „MOC“ an. Schnell den Eintritt von 15.-€ gelöhnt, ein „Beweisarmband“ vom Kontrolleur bekommen – und schon ging es in die heiligen Hallen. Es war bereits ziemlich voll, aber das Gedränge hielt sich in Grenzen sodass man die ausgestellten Bikes und die vielen Stände mit Bekleidung, Zubehör und sonstigen Accessories in Ruhe anschauen konnte. Es waren eigentlich alle führenden Hersteller vorhanden und hatten ihre neusten Modelle dabei. Auch gab es viele Händler die teils noch Vorjahresmodelle anboten, Custombikes und tolle Umbauten, echte Rennmaschinen, Reisemotorräder, Geländemaschinen für den harten Crosseinsatz, Motorroller in allen Größen und PS-Klassen, Supersportler, gebrauchte Motorräder – einfach alles was man sich auf zwei Rädern vorstellen kann. Dazu – ganz klar – das ganze Drumherum – Tuningzubehör, Airbrusher, Folierprofis, Motorrad- und Zubehörteile, Koffer, Packtaschen, Transportanhänger, Helme, Handschuhe – und das alles auf mehrere Hallen verteilt. Ich glaube dass jeder Biker dort das gefunden hat was er braucht....

Zu den Bikes selbst....wie bereits gesagt...es waren alle rang- und namhaften Hersteller da. Interessant war zu sehen dass sich gewisse „Trends“ bei jedem durchsetzen konnten. Einmal waren das bei den etwas sportlicheren Bikes die typische Frontmaske im „Streetfighter-Stil“ die den Betrachter unwillkürlich an „Darth Vader“ erinnerte.
Dann gab es auch bei sogut wie jedem Hersteller einige Modelle nach dem Typ „cafe racer“...die Optik eines Motorrades aus den 60er/70er Jahren...nachträglich mit Verkleidungsteilen und Auspuffanlagen auf „Rennmaschine“ aufgerüstet. Teils hat man damit den Retro-Stil aus früheren Jahren sehr gut nachempfunden, technisch sind die Bikes natürlich auf dem neusten Stand mit ABS, entsprechenden Abgassystemen und allen modernen Neuerungen ausgestattet.
In dieser Art Retro-Stil kamen auch die sogenannten „Scrambler-Bikes“ daher. Man verband damit die vor Jahrzehnten interessante Optik mit eigenwilligen neuen und hochwertigen kleinen Hinguckern wie beispielsweise toll gefertigte Sitzbänke oder Packtaschen aus Leder, die Instrumente wie Tacho, Drehzahlmesser, Tankanzeige „oldschool“ als schlichte Zeigerinstrumente gehalten.....gerade die „Kleinigkeiten“ an denen man die Ideen und Fertigkeiten der Designer sehen konnte machten richtig Spaß beim betrachten der ausgestellten Exemplare.
Ein echt tolles Bike konnte beispielsweise auch Kawasaki mit ihrer Neuauflage des Verkaufsrenners „Z 900“ präsentieren. Der Stil fast genauso wie in den früheren Jahren – man könnte fast meinen es ist das Original von früher – aber mit modernster Technik ausgestattet. LED-Lichter, ABS, Einspritzer statt Vergaser, erfüllt neueste Abgasnormen, optimierte Fahrwerkstechnik.....ein tolles Motorrad und ein echter Hingucker!

Yamaha und Suzuki brachten einige Modelle mit Dreizylindertriebwerken heraus...ein bisschen ungewohnt da das ja bisher nur bei einigen wenigen älteren Motorrädern zu sehen war....aber anscheinend geht heute der Trend zu weniger Gewicht, weniger Verbrauch und günstigeren Herstellungskosten. Man wird abwarten müssen und mal rumhorchen wie sich denn diese Motoren im Alltagsbetrieb bewähren.

Yamaha hatte die Supersportler auch 2018 wieder in allen Kubikklassen aufgelegt. Die bekannten Modelle R6 und R1 waren vor Ort zu bestaunen – und selbst die kleinste „Rennmaschine“ mit 125 ccm Hubraum war ein echter Augenschmaus! Das kleine Ding sah aus wie ein ausgewachsener Renner und wird sicherlich so manchen Einsteiger begeistern.

Ducati – was soll man sagen – die „Panigale“ 2018 – wer auch nur annähernd ein Faible für Sportmotorräder hat, muss das Geschoss einfach lieben. Die Details, Verarbeitung, die Technik....und vor allem das „typisch italienische“ Design ist grandios. Wenn man dann noch die Fahrleistungen anschaut kann man nur noch staunen! Allerdings – der Preis – da sollte man schon ein gut gefülltes Bankkonto haben um mal schnell das Geld dafür hinzulegen. Aber – wenn man die Schönheiten aus dem Ferrari- und Lamborghiniland haben will, muss man eben beim bezahlen freiwillig „bluten“ :-)

Die Firma „Can-Am“ hatte ein paar Fahrzeuge am Start die eher nichts mit Motorräden zu tun hatten und die man auch nicht wirklich in eine bestimmte Kategorie einordnen kann. Grob würde man die Dinger wahrscheinlich als „Buggies“ bezeichnen. Das größte Fahrzeug davon kostet allerdings 33000.-€ und hatte ein bisschen den brachialen Stil eines Einsatzfahrzeuges für den Wüstenkrieg! Ob sowas jemals einen Käufer in Deutschland findet zumal man hier ja sowieso nirgendwo mehr in der Prärie einfach so rumheizen kann – ist ja alles verboten. Aber – tolle Spielzeuge sind´s dennoch !

Fazit – wenn man vom Catering absieht....weil völlig überteuert und vor allem auch noch bei Schneetreiben im Freigelände angeboten – war das Angebot fürs geneigte „Motorradauge“ sehr gut, und auch das ganze Drumherum an benötigtem und „habenwill“-Spielereien war sehr reichhaltig und teils preislich einwandfrei. Wer also noch nicht dort war – vielleicht im nächsten Jahr einfach mal die Zeit nehmen und vorbeischauen? Die „iMot 2019“ kommt bestimmt.....

PS:....ob die beiden hübschen, leichtbekleideten, langbeinigen Damen wieder dasein werden kann ich nicht garantieren (grins!!)
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6 Kommentare
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Constanze Seemann aus Bad Münder am Deister | 18.02.2018 | 15:26  
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Rainer Bernhard aus Seelze | 19.02.2018 | 04:13  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 20.02.2018 | 06:31  
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Andrea Skorpil aus Vilgertshofen | 25.02.2018 | 20:02  
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Mike Zehrfeld aus Langerringen | 09.03.2018 | 18:46  
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Manfred Schiedl aus Dillingen | 20.03.2018 | 18:48  
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