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Ein ständiger Kampf: Mutter Natur gegen Beton. Der alte Kriegsflughafen auf Langeoog.

Langeoog: Wäldchen | Jeder Besucher von Langeoog kennt den kleinen Flughafen in der Nähe des Bahnhofs.
Von hier kann man zum Festland fliegen, Insel-Hopping machen oder tolle Rundflüge buchen.

Aber es gibt(gab) auch noch eine kriegerische Flughafen-Variante auf Langeoog.

Im zweiten Weltkrieg wurde dort ein Flughafen II. Ordnung gebaut - und ein "Schein-Flughafen" zur Täuschung des Feindes.

Viel ist aber nicht mehr zu finden.
Die Briten haben die Einrichtungen nach Kriegsende gesprengt und dem Boden gleich gemacht.

So ganz fertig ist der Flughafen wohl auch nicht mehr geworden.

Man findet im Bereich zwischen Hafen und Ort - im "Wäldchen" - aber noch die ausgedehnten Betonflächen der ehemaligen Rollbahnen.

Start-und Landebahn sind möglicherweise kreuzförmig im Inneren der ungefähr kreisförmig verlaufenden Rollbahnen gewesen - oder wurde nie gebaut.
Sicher ist die Datenlage da wohl nicht.

Der Ring nebst Abstellflächen bestand aus großen Betonplatten, die von den Briten zick-zack-förmig gesprengt wurden.

Das "Wäldchen", also das eigentliche, aufgespülte Flughafen-Gelände selbst ist mit Dornengestrüpp völlig zugewuchert und läßt sich nur auf dem Kreuz der ehem. Landebahnen durchqueren.

Im nördlichen Bereich des Rings befinden sich an den alten Abstellflächen einige Schrebergärten der Insulaner.

Und es gibt noch wenige, alte Soldatenhäuser und östlich davon auch noch ein paar Kasernengebäude wie z.B. die Kommandantur.

Diese wurde bis vor einigen Jahren als als Schule/Landheim genutzt.
Allerdings wurden diese Gebäude vor wenigen Jahren durch Brandstiftung völlig zerstört.

Tja, und so ist dieser Flugplatz heute ein Gebiet für Spaziergänger, Radfahrer und - was wir sehr gern gemacht haben - mit Inlinern diese Zick-Zack-Strecken entlang zu flitzen.

Hier noch ein paar Bilder der alten Rollbahnen mit den inzwischen sehr pittoresken Bäumen in den Sprengkratern.

Der ewige Kampf zwischen Natur und Beton.
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1 Kommentar
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Silvia B. aus Neusäß | 14.09.2017 | 22:35  
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