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Leserbrief an die HAZ: 365.000 im Jahr

Langenhagen: Gefährliche Kreuzung | Leserbrief

Zum Artikel am 22. Juni 2017
in der HAZ, im Lokalteil Langenhagen:
Mehr als jedes vierte Auto ist zu schnell


365.000 Autos pro Jahr in einer einzigen Straße zu schnell - und die Verwaltung misst, und misst, und misst


Die Langenhagener Verwaltung wundert sich immer, dass Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren, und dabei bietet sie selber doch den Anlass dafür: Bereits seit März 2017 ist der Langenhagener Verwaltung bekannt, dass auf einer einzigen Straße in Langenhagen, Alt-Godshorn in Engelbostel, TÄGLICH 1.000 Autos zu schnell fahren, in Worten TAUSEND pro Tag. Das ist in den üblichen Tagesstunden jede Minute ein zu schnelles Auto.

Wen wundert es da noch, dass die Eltern die Eltern ihre Kinder lieber mit dem Auto zur Schule fahren, als sie diesen Gefahren auszusetzen? In diesem Falle ist es wohl eindeutig, dass die Verwaltung der Stadt Langenhagen die Gefahren kennt, aber nichts tut, im Gegenteil, sie baut ab:

Die Displays, die per Anzeige unverbindlich auf zu hohe Geschwindigkeiten hinwiesen, wurden wieder abgebaut: Sind diese Displays etwa mit € 1.000 zu teuer für die Sicherheit der Schulkinder, bei täglich 1.000 zu schnellen Autos pro Tag?

Schul-Elternschaft und Kirchengemeinde wünschen sich seit langem einen Zebrastreifen, damit ein ungefährlicheres Überqueren dieser deutlich zu schnell befahrenen Straße ermöglicht wird. Was macht die Verwaltung? Sie will noch eine weitere Messreihe machen, nach den Schulferien. Bis dahin, in zwei Monaten, fahren wieder rund 60.000(!) Autos zu schnell über eine Straße, die von Schulkindern und Kirchgängern gequert werden muss. Zusätzlich liegt an der Straße ja auch noch ein Kindergarten. Und bis zu diesen Messungen dürfen die Kinder weiter durch den zu schnellen rauschenden Verkehr. Und bis zu einer umgesetzten Maßnahme dann noch länger.

Über Radarmessungen an dieser Straße ist nichts bekannt geworden: Lohnt sich das etwa nicht, bei jährlich 365.000(!) zu schnellen Kfz? Ist der Schutz der unmotorisierten VerkehrsteilnehmerInnen der Langenhagener Verwaltung so wenig wert? Bei der hohen Anzahl (in drei Jahren eine Million zu schneller Kfz) ist sogar eine fest installierte Radaranlage sinnvoll.

Es stellt sich anlässlich dieser Situation die Frage, wie und ob die Stadtverwaltung auf Gefährdungen reagiert, von Kindergarten- und Schulkindern besonders, aber auch von allen anderen, ob zu Fuß, zu Rad oder per Kfz. Kann - oder will - sich die Verwaltung der Stadt Langenhagen hier nicht entschließen, etwas zum Schutz besonders der schwächsten VerkehrsteilnehmerInnen,nämlich für die ohne ein schützendes Blech um sie herum, wie Fußgänger und Radfahrer zu machen?

Jede Minute fährt auf der Straße Alt Godshorn ein Auto zu schnell, 1.000 am Tag, 365.000 pro Jahr, eine Million zu schnelle Kfz in nur drei Jahren: Gerade diese Situation ist ein schönes Beispiel, um zu sehen, WAS die Stadt Langenhagen zum Schutz ihrer Bürgerinnen und Bürger gegen zu schnellen Autoverkehr tut: Bisher - außer weiteren Messreihen-Ankündigungen - nichts. Vielleicht stellt sich hier beim nächsten Unfall schon die Frage einer Mitverantwortung der Verwaltung der Stadt wegen Untätigkeit: Sie weiß es, aber sie tut nichts.


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Das "Mobilnetzwerk" will die Unfälle in der Region Hannover um 40 % reduzieren, bis zum Jahr 2030, also ein sehr ehrgeiziges Ziel:

Jedes Jahr sollen die Unfälle um 4 % reduziert werden, 13 Jahre lang ...

http://www.MobilNetzWerk.de
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