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Rudi Rotbein Gruppe erforschte den Lebensraum Hecke

Die Rudi Rotbein Gruppe erforschte den Lebensraum Hecke rund um die Fläche "Kreyen Wisch" (Foto: Silke Brodersen)
Langenhagen: Kreyen Wisch |

Bei fast schon sommerlichen Temperaturen trafen sich 13 Kinder der Rudi Rotbein Gruppe des NABU Langenhagen, um zum Thema "Lebensraum Hecke" rund um den „Kreyen Wisch“ auf Entdeckungstour zu gehen. Zunächst erklärte Betreuerin Silke Brodersen die Renaturierungsmaßnahme auf dem ehemaligen Acker in der Nähe des Waldsees. Mit Unterstützung verschiedener Sponsoren wurde dort ein Teil des Projektes „Lebendige Wietzeaue“ weiter umgesetzt. Ein Kleingewässer wurde angelegt, Schutzhecken aus heimischen Gehölzen gepflanzt und artenreiches Grünland ausgesät, das später von Pferden beweidet wird. Da die neuen Gehölze noch recht klein waren und Bodenbrüter auf der Fläche vermutet wurden, machte sich die Gruppe daran, die umgebende Natur zu beobachten.

Die Kinder lauschten nach Vogelstimmen, und schnell war der Zilp Zalp erkannt und auch ein Buchfink. Später waren noch eine Nachtigall und hoch am Himmel eine Feldlerche zu entdecken. Für die Kinder waren aber besonders die kleinen Insekten und auch Spinnen interessant, die sie selber fangen und in Becherlupen vergrößert betrachten konnten. Neben Ameisen, verschiedenen Laufkäfern, Blattkäfern und Wanzen, kamen die Kinder immer wieder mit besonderen Funden an. Ein Bockkäfer mit schönen langen Fühlern war dabei, eine Larve einer Laubheuschrecke und ein fetter Maikäfer. Dieser hatte Glück, nicht auf den Dornen des Weißdorns aufgespießt zu sein, denn die Kinder wussten ganz gut, dass die Dornen der Heckenpflanzen nicht nur Schutz für Vögel darstellen, sondern der Neuntöter auch gerne seine Opfer dort lagert. Dann erklärte Betreuerin Silke Brodersen noch einigen Kindern, dass die Schnellkäfer sich durch einen Schnappmechanismus wieder aus der Rückenlage heraus katapultieren können, und dass männliche Spinnen an den Tastern Samentaschen haben, die wie kleine Boxhandschuhe aussehen.

Bei dem anschließenden Spiel, das Christine Pracht vorbereitet hatte, durften die Kinder durch gezielte Fragen erraten, welches Tier oder welche Pflanze sie als Zettel auf dem Rücken kleben hatten. Das war nicht ganz einfach für Meise, Maus & Co, aber selbst die Seerose und der Holzwurm wurden geschickt erraten. In einem Mauseloch wartete dann noch eine Überraschung auf die Gruppe. Einer Eidechse war der Rückweg durch eine Maus versperrt, so dass die kleine Echse von Ricky Stankewitz, der auch noch zur Gruppe stieß, gezielt gefangen wurde. Behutsam wurde das Tier allen Kindern gezeigt, bevor er es wieder in die Freiheit entließ.

Der Rückweg wurde begleitet vom schönen Lied der Goldammer, die sich mit ihrem gelben Gefieder auch noch zeigte. So ging ein fröhlicher Entdeckernachmittag zu Ende, und viele freuen sich schon auf das Tümpeln am 10. Juni oder auf die Fahrt nach Gut Sunder am 12./13. August.


(Text und Bilder: Silke Brodersen)
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2 Kommentare
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Eberhard Weber aus Laatzen | 18.05.2017 | 18:09  
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Katja W. aus Langenhagen | 19.05.2017 | 10:32  
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