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NABU Kindergruppe geht auf Tümpeltour

Die Rudi Rotbein Gruppe traf sich zum Tümpeln auf der Naturweide (Foto: Silke Brodersen)

Zum beliebten Tümpeltermin waren dieses Jahr 15 Kinder der Rudi Rotbein Gruppe mit Gummistiefeln angetreten. Zunächst ging es mit dem Bollerwagen von Hof Engelke aus zum nahe gelegenen Gewässer der Naturweide. Die Betreuerinnen Christine Pracht und Silke Brodersen erklärten, dass die Pferde hier die Naturschutzarbeit übernehmen, denn durch die Beweidung wird das Ufer offen gehalten. So konnten die Kinder am Gewässer sogar den Sonnentau finden. Nach dem Verteilen der Kescher wurde fleißig gesammelt. Viele Kaulquappen des Teichfrosches gingen ins Netz und auch einige Teichmolche nebst Larven waren dabei. Besonders hübsch war das Männchen mit seinem orange-roten Bauch. Unermüdlich brachten die Kinder Tier für Tier zu den Betreuerinnen, die die vielen Fragen beantworteten. „Ist das eine Großlibellen- oder eine Kleinlibellenlarve? Was ist der Unterschied zwischen Ruderwanze und Rückenschwimmer? Wozu braucht der Wasserskorpion diese Röhre da hinten?“ Hier war die Antwort zum Beispiel: „Zum Atmen!“ Auf etliche Eimer verteilten sich die Funde und Silke Brodersen erklärte, dass selbst die kleinen Punkte, die sich im Wasser bewegen kleine Tiere sind, von denen sich die großen ernähren. Hier wusste Felix zu ergänzen: „Das nennt man doch Plankton!“

Nachdem der erste Tümpel gut untersucht war, zog die Gruppe zu einem zweiten, der erst letztes Jahr renaturiert worden war. Ricky Stankewitz, der sich seit Jahren besonders für die Lebensräume der Amphibien in Langenhagen einsetzt, erklärte den Kindern, dass hier der Tümpel abgeflacht und von Gehölzen befreit wurde, damit Insekten und Amphibien wieder bessere Lebensbedingungen haben. Auch hier herrschte unter Wasser reges Leben, wobei besonders viele Molchlarven und Ruderwanzen zu finden waren. Der sehr lehmige Untergrund lockte noch ganz andere Nutzer an. Hier sammelten solitäre Wildbienen den Lehm für ihre Bruthöhlen, was die Kinder interessiert beobachteten.

Etwas dreckiger und nasser als vorher, aber erfüllt von vielen neuen Eindrücken wurden die Kinder wieder von den Eltern in Empfang genommen und der ein oder andere hat bestimmt von Kaulquappen geträumt.


(Fotos und Text: Silke Brodersen)
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6 Kommentare
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Volker Harmgardt aus Uetze | 15.06.2017 | 12:20  
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Katja W. aus Langenhagen | 15.06.2017 | 23:17  
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Bernd Sperlich aus Hannover-Bothfeld | 16.06.2017 | 09:58  
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Heidrun Preiß aus Bad Arolsen | 16.06.2017 | 15:18  
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Sabine Presnitz aus Schwabmünchen | 16.06.2017 | 19:56  
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Katja W. aus Langenhagen | 16.06.2017 | 21:10  
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