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Insekten vor unserer Godshorner Haustür Teil 3

Der Pinselkäfer (Trichius fasciatus) auf einer Flockenblume. Er gehört zur Familie der Blatthornkäfer
Warum in die Ferne schweifen, wenn es vor der Haustür Insekten in Hülle und Fülle gibt. Vor einigen Jahren haben mein Mann und ich angefangen, die Natur rund um unser Dorf zu entdecken, und wir haben viel Schönes gefunden. Es ist unglaublich, welche Vielfalt an Insektenarten direkt vor unserer Haustür herumschwirrt. Schmetterlinge, Libellen, Bienen, Wespen und Hornissen, eine große Anzahl von Fliegen in allen Farbnuancen, Käfer und vieles mehr. Ich möchte diese Insektenwelt in der nächsten Zeit mit einer Auswahl meiner Fotos vorstellen.

Der dritte Teil beschäftigt sich mit Käfern.

Die Artenzahl der Käfer beträgt auf der Erde ungefähr 400 000. So unterschiedlich die Käferarten auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie werden durch einen harten Hauptpanzer geschützt und sie haben sechs Beine. Ihre Fühler benutzen die Käfer zum Tasten.

In Mitteleuropa leben ca. 7000-8000 Arten. Sie lassen sich während der warmen Jahreszeit in unserer Natur sehr gut beobachten. Weil viele dieser Tiere sehr klein sind, werden sie leicht übersehen. Man findet nicht nur Parasiten, sondern auch Schädlingsbekämpfer. Käfer, wie z. B. der Siebenpunkt-Marienkäfer futtert für sein Leben gerne Blattläuse und der Laufkäfer vernichtet die Schnecken in meinem Garten. Es gibt auch Arten, die Holz abbauen, wieder andere beseitigen die Hinterlassenschaften anderer Tiere, manche sorgen für die Blütenbestäubung und wieder andere beseitigen tote Tiere. Sie sind sozusagen die Schutzpolizei unserer Erde. Gleichzeitig dienen sie aber auch anderen Tieren als Nahrungsquelle.

Käfer sind im allgemeinen stille Gesellen. Einige Käfer können zirpende Töne von sich geben, indem sie die Hinterränder des Hinterleibs aneinander reiben. Auch viele Bockkäfer und Blattkäfer können dieses Zirpen erzeugen. Der Sandlaufkäfer kann die Ultraschallortungslaute von Fledermäusen wahrnehmen. So kann er rechtzeitig flüchten und muss nicht befürchten, von einer Fledermaus verspeist zu werden. Der Gartenlaubkäfer kommt nicht nur in Gärten vor. In manchen Äckern sieht man sie zur Schwärmzeit zu Hunderten an den Getreideähren sitzen.

Käfer können sich auf verschiedenste Weise tarnen und verteidigen. Blattkäfer und Rüsselkäfern sehen grün aus und wenn sie auf Pflanzen sitzen, sind sie kaum auszumachen. Schildkäfer haben einen flachen Körper. Halsschild und Flügeldeckel sind leicht gewölbte Panzer, unter dem der Körper versteckt ist. Einige Feinde suchen sich ihre Käfer nach dem Geruch aus und nicht nach dem Aussehen. Viele Käfer sondern einen beißenden Gestank ab, um die Feinde abzuschrecken. Wenn Käfer eine richtig knallige Farbe haben, ist das in den meisten Fällen ein Warnsignal für die Feinde, das heißt mit anderen Worten, ich schmecke nicht gut, also lass mich in Ruhe.

Viele der von mir beschriebenen Formen, Farben und Verhaltensweisen kann man an Käferarten direkt vor unseren Haustüren studieren.

Im nächsten Beitrag möchte ich mich mit den Fliegen beschäftigen.
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5 Kommentare
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Heike L. aus Springe | 16.08.2012 | 18:47  
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Katja W. aus Langenhagen | 16.08.2012 | 23:19  
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Shima Mahi aus Langenhagen | 20.08.2012 | 23:38  
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Norbert Steffan aus Augsburg | 25.08.2012 | 13:31  
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Reinhold Peisker aus Burgdorf | 01.09.2012 | 07:40  
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