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In Langenhagen geht’s dem Laubfrosch gut - NABU-Führung begeisterte wieder viele Teilnehmer

 
(Foto: Ricky Stankewitz)

Anfang Mai hatte der Naturschutzbund NABU Langenhagen wieder zum traditionellen Laubfroschkonzert eingeladen. Knapp 20 Amphibienfreunde folgten der Einladung, um den Klängen dieser außergewöhnlichen und stark gefährdeten Amphibienart zu lauschen. Nach einigen einleitenden Worten zum landesweiten Amphibienschutz-Projekt »Ein König sucht sein Reich« nutzte der 1. Vorsitzende des NABU Langenhagen, Ricky Stankewitz, die Gelegenheit, um noch vor Einbruch der Dunkelheit die Landschaft auf die Teilnehmer wirken zu lassen. "Hier sieht man, dass im Optimalfall Naturschutz und Landwirtschaft gerade im Amphibienschutz sehr erfolgreich zusammen arbeiten können. Durch vernünftig abgestimmte Beweidungskonzepte können sowohl die Kleingewässer als auch die umliegenden Grünlandflächen ganz natürlich durch Weidetiere wie Pferde, Rinder oder Wasserbüffel gepflegt werden. Dabei wird nicht nur körperliche Arbeit von ehrenamtlichen Helfern eingespart, sondern auch Geld, was Behörden für Pflegemaßnahmen mit Maschineneinsatz ausgeben würden. Der Landwirt oder Pferdehalter profitiert von gesundem, krautreichem Futter für seine Tiere, sowie durch die Möglichkeit, Flächen zu nutzen, die für eine landwirtschaftliche Nutzung normalerweise nicht zur Verfügung stehen. Dadurch erzielen am Ende alle Beteiligten einen Gewinn an der Zusammenarbeit", erläuterte Stankewitz.

Nachdem es vollständig dunkel wurde, ging es zu den Kleingewässern im NABU-Projektgebiet, wo es dann das ersehnte Laubfroschkonzert zu hören gab. Sichtbar beeindruckt staunten die Teilnehmer von der enormen Lautstärke. Laubfrösche können mit ihren Rufen 90 dB erreichen und das, obwohl sie nur etwa so groß wie eine 2-Euro-Münze sind. Die riesige Schallblase wirkt dabei wie ein Verstärker. „In Langenhagen ist die zweitgrößte Laubfroschpopulation der Region Hannover beheimatet. Durch gezielte Biotoppflegemaßnahmen in den letzten Jahren konnten wir die Bestände sogar leicht erhöhen. Die größte Population ist inzwischen am Steinhuder Meer zu finden, aber das sind im Grunde auch Langenhagener Laubfrösche, da die Mehrzahl, der für die dort wieder angesiedelten Tiere, hier entnommen wurde“, schmunzelte Stankewitz „Langfristig werden wir noch weitere Kleingewässer anlegen, um so ein Biotopverbund in Langenhagen zu errichten. Wir arbeiten dabei eng mit Landwirten und Naturschutzbehörden zusammen“, so der Naturschutzbeauftragte weiter. Der Laubfrosch ist eine sogenannte „Zeigerart“ im Naturschutz. Er stellt hohe Ansprüche an seinen Lebensraum wie zum Beispiel an die Wasserqualität und Strukturvielfalt in der umliegenden Landschaft. „Vereinfacht ausgedrückt kann man sagen, wo sich der Laubfrosch wohlfühlt, fühlen sich auch viele andere Tier- und Pflanzenarten wohl“, erklärte Stankewitz. Mit der Sicherung von Laubfroschlebensräumen wird also auch ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität geleistet. „Durch die Unterstützung unserer Mitglieder und die Mitarbeit der vielen Aktiven im Naturschutz können wir das erreichen, was für die Politik noch ein weit entferntes Ziel ist, nämlich effektive Naturschutzmaßnahmen, die nachhaltig zur Sicherung der biologischen Vielfalt dienen“, so Stankewitz abschließend.

(Text: Ricky Stankewitz)
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5 Kommentare
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Uwe Norra aus Selm | 22.05.2017 | 11:00  
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Constanze Seemann aus Bad Münder am Deister | 22.05.2017 | 11:36  
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Wilhelm Bauer aus Hannover-Südstadt | 22.05.2017 | 22:54  
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Katja W. aus Langenhagen | 23.05.2017 | 11:06  
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Heidrun Preiß aus Bad Arolsen | 24.05.2017 | 15:54  
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