Anzeige

Für Vielfalt und Vogelgesang in unseren Gärten - Ergebnisse der „Stunde der Gartenvögel“ ausgewertet

Aktive der NAJU Langenhagen informierten zur "Stunde der Gartenvögel" 2019
 
„Amsel, Drossel, Fink und Star und die ganze Vogelschar… sind bald nicht mehr da!“, so lautet der drastische Mottospruch der Infoveranstaltung.

Wie jedes Jahr fand im Mai 2019 wieder die deutschlandweite NABU Aktion „Stunde der Gartenvögel“ statt, eine Zählaktion, die erkennbar macht, wie es um die heimische Vogelwelt steht.

Um die Bürgerinnen und Bürger auf die Aktion aufmerksam zu machen, hatte die Jugendgruppe des NABU Langenhagen sich mit langen Vorbereitungen etwas ganz besonders zu diesem Anlass ausgedacht. Mit überdimensionalen Zeitungen und einer großen Bodenplane ausgestattet organisierten zehn aktive Mitglieder der NAJU Langenhagen im City Center Langenhagen einen Infostand der etwas anderen Art. Das Ziel der Jugendlichen: Ein Thema, dass für alle greifbar ist, ebenso auch zu präsentieren. Mit Umsicht und natürlich Spaß und Liebe zur Natur. „Amsel, Drossel, Fink und Star und die ganze Vogelschar… sind bald nicht mehr da!“, so lautet der drastische Mottospruch der Infoveranstaltung. Denn Hintergrund der Aktion ist jedoch nicht so bunt, wie die Plakate der Jugendlichen zunächst vermuten lassen.

Die Ergebnisse der Zählung wurden nun ausgewertet und stellen sich wie folgt dar: Einhergehend mit dem Insektensterben sind die großen Verlierer die Insektenfresser, ihnen fehlt das Futter. Besorgniserregend ist der Rückgang bei Mauersegler, Mehl- und Rauchschwalbe. Und als würde es ihnen nicht ohnehin schon schwer genug gemacht, kommt der Mangel an geeigneten Brutplätzen hinzu. Auch diesem Problem möchte die NAJU entgegenwirken. So gab es am Infostand neben kostenlosen Flyern und freundlicher Beratung auf Fragen auch selbstgebaute Nistkästen zum Materialpreis zu erwerben, die die NAJU bereits im Februar bei ihrem Termin „Wir schaffen Wohnraum“ vorbereitet hatte. So können alle Interessierten auch ein Stück Naturschutz mit nach Hause nehmen und sich an den gefiederte Besucher in ihrem Garten erfreuen.

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern – Wir sind spitze! Der Haussperling erreichte deutschlandweit Platz eins unter den gezählten Vögeln. Bei der an Nummer zwei liegenden Amsel ist leider ein Rückgang zu verzeichnen, der durch das tödliche Usutu-Virus hervorgerufen wird, besonders in Norddeutschland. Auch hier scheint der Klimawandel sich negativ auszuwirken. Es darf nicht unerwähnt bleiben, dass es den Gartenvögeln, die im Durchschnitt die Anzahl pro Garten halten konnten, bedeutend besser geht, als den Feldvögeln, wo ein dramatischer Rückgang vonstattengeht. Der NABU Langenhagen wirkt mit seinem Projekt „Biodiversitätsoffensive Langenhagen“ diesem Trend entgegen, in dem es Nistkästen für Gebäudebrüter (Mauersegler und Mehlschwalbe) anbringen lässt, Hecken pflanzt, die für Insekten und Feldvögel wichtig sind und Flächen zum Blühen bringt.

Es kann jeder etwas dafür tun. Wer Amsel, Drossel, Fink und Star helfen möchte, der sollte seinen Garten oder Balkon vogelfreundlicher gestalten. Tipps dazu gibt es unter www.NABU.de/Balkon und www.NABU.de/Vogelgarten. Denn sicher wird jeder zustimmen können, dass „Vielfalt und Vogelgesang“ nicht aus unseren Gärten und unserem Leben wegzudenken ist. Wenn Sie diesem Jahr nicht mitzählen konnten, dann nicht verzagen. Denn auch nächstes Jahr heißt es wieder: Mitmachen. Mithelfen. Mitzählen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.