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Frühlingsbote Waldkauz - »Erlebter Frühling« bei der Rudi Rotbein Gruppe

Der Waldkauz war Thema bei der Rudi Rotbein Gruppe (Foto: Silke Brodersen)
Langenhagen: NIL im Wasserturm |

Ein wunderbarer Frühlingstag erwartete die Rudi Rotbein Kinder des NABU Langenhagen beim letzten Treffen am Wasserturm. Zum Thema Waldkauz konnten dieses Mal alle Aktionen draußen stattfinden.



An einem ausgestopften Exemplar aus dem Schulbiologiezentrum konnten die Mädchen und Jungen die wichtigen Merkmale einer Eule erkennen. „Sie haben sehr scharfe Krallen“, fing Nikolai an...“ja, sie gehören zu den Greifvögeln“, ...“und fressen gerne Mäuse“, und so ging es weiter ...“die Ohren sieht man nicht, die sind unter den Federn, aber sie können sehr gut hören“. Die Details wurden dann von den Betreuerinnen Christine Pracht und Silke Brodersen näher erklärt. Typisch für Eulen kann auch der Waldkauz lautlos fliegen, weil er an den Flügeln verschiedene Strukturen besitzt, die eine Verwirbelung der Luft verhindert. Auch die Aufzucht der Jungen wurde vorgestellt und Silke fragte die Kinder, wie die Jungvögel heißen könnten, die dann auf den Ästen sitzen und nach Nahrung betteln. Gemeinschaftlich rieten die Kinder über Frischlinge, Nestlinge und Astlinge den richtigen Begriff der Ästlinge heraus. Und während der typisch langgezogene Ruf „Huu-huhuhu-huuh als Revier und Balzruf vor allem im Herbst und Spätwinter zu hören ist, so kann man den Kontaktruf „ku-witt“, fast das ganze Jahr hören. Die gefangenen Mäuse werden übrigens im Ganzen verspeist und das Fell und die Knochen als Gewölle wieder ausgewürgt. Solche Gewölle konnten sich die Kinder auch anschauen, aber dieses Mal wurden sie nicht auseinander präpariert.

Als nächstes wurde eine Runde gespielt. Die neun Kinder wurden in zwei Familien aufgeteilt, deren Eltern dafür sorgen mussten, dass ihre Jungen satt werden. Während die jungen Ästlinge rufend auf Futter warteten, suchten die Eltern die vorher von Christine versteckten weißen und rosa „Mäuse“. Dieses Spiel begeisterte nicht nur die Kinder, auch die Eichenparkbesucher beeindruckte das eifrige Treiben dieser
Waldkauzfamilien.

Danach durfte etwas gebastelt werden, wobei aus einem ausgeschnittenen Ei kreative neue Formen gestaltet wurden wie zum Beispiel Schwäne, Eulengesichter, Masken und sogar Raumschiffe. Ein paar Regentropfen beendeten die Kreativphase und es wurde noch einmal gespielt. Im Kreis wurden kleine Geschichten zum Thema Wald erzählt: Die Eiche wird sowohl von den Eichhörnchen, dem Eichelhäher und auch dem Hirsch geliebt, und selbst der Engerling im Boden träumt schon von den saftigen Eichenblättern. Ein Eichhörnchen hat so viel Nüsse gesammelt, dass es zur Nusspartie einlud. Natürlich zogen auch Waldkauz, Bussard und Fuchs im Wald die Runde, wobei die Waldmaus besonders aufpassen musste.

Die letzte Viertelstunde nutzten die kleinen Naturforscher, um mit Ferngläsern noch den ein oder anderen Vogel beobachten zu können. Neben den Dohlen im Wasserturm waren auch die Stare an den Baumhöhlen sehr interessant, weil sie so viele verschiedene Stimmen von sich gaben. Und auch, wenn noch keine Waldkäuze im Geäst zu finden waren, so gaben sich Buschwindröschen, Scharbockskraut und Lerchensporn dafür besondere Mühe, den Tag hübsch ausklingen zu lassen.



(Text und Bilder: Silke Brodersen)
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6 Kommentare
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Eberhard Weber aus Laatzen | 03.04.2017 | 12:39  
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Katja W. aus Langenhagen | 03.04.2017 | 17:44  
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Eberhard Weber aus Laatzen | 03.04.2017 | 18:54  
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 03.04.2017 | 23:17  
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Heidrun Preiß aus Bad Arolsen | 04.04.2017 | 21:45  
22.531
Katja W. aus Langenhagen | 04.04.2017 | 23:04  
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