Anzeige

Laga II Das Spektakel geht weiter

Leichtfüssig eilt er in den Schildhof, begleitet von einer SPD-Ortsgröße, unter dem Arm die DVD (gesponsert von der Langenhagener Wirtschaft) in der Hand ein Flugblatt(gesponsert von..?). Der Langenhagener Bürgermeister Friedhelm Fischer besucht sein Volk, werbend für die Laga. Es treibt ihn die Sorge aus dem Rathaus heraus, mitten in die Bevölkerung. Diese gilt es zu beschützen, und er ist dazu bereit.

Da gibt es doch tatsächlich eine kleine wackere Truppe von Laga-Kritikern, die seine Bevölkerung verängstigt. Dagegen muss man doch als Stadtoberhaupt etwas tun, oder? Ein bisschen ist das ja wie bei David (Laga-Zweifler) und Goliath (Laga-Befürworter = Bürgermeister, Ratsmehrheit und eben die Wirtschaft). Sie erinnern sich? Am Ende siegte David mit der Steinschleuder. Aber das waren ja noch biblische Zeiten, könnten die sich wiederholen?

Goliath ist fleissig. Spenden werden in großem Stil gesammelt. So zu erleben beim Wirtschaftsfrühstück. Die geballte Langenhagener Wirtschaft hörte die Botschaft und darf nun auf das Spendenkonto von Wir spenden. Dem steht das wackere Trüppchen de Laga-Kritiker gegenüber und holt aus der eigenen Geldbörse ein paar kleinere Scheine, entwirft und druckt die Flugblätter zur Information der Bevölkerung. Denn was machen die Laga-Kritiker denn anderes, als zu informieren? Zittern die Langenhagener Bürgerinnen und Bürger wirklich vor Angst (wie es der Langenhagener Bürgermeister befürchtet) wenn man ihnen sagt, dass die Laga teuer wird und den Eichenpark verändert? Die Kosten sind belegbar, die Gewinne nicht im Geringsten.

Die Langenhagener Grünen erstaunen uns: Wohin sind die Zeiten, als wir uns im Rat Rededuelle wegen der Fledermausnachtflüge lieferten. Da wurde unter grünem Druck beschlossen, dass Speziallaternen die Wege im Eichenpark zu säumen hätten, damit die geschätzten Nachtflatterer nicht in ihrer Flugbahn gestört würden.

Und heute? Alles vergessen, eine Laga muss her, koste es, was es wolle. All die Frösche, Kröten, und siehe oben, Fledermäuse - verraten und verkauft! Sage mir keiner, dass letztere ja tagsüber schlafen. Wer garantiert uns, dass die possierlichen Tierchen nicht von Schlafstörungen gepeinigt, auswandern. Vielleicht in ein naturbelassenes Wäldchen im Landkreis. Pro Tag sollen Tausende von Laga-Besuchern aus aller Herren Länder durch den Park flanieren und so die Langenhagener Wirtschaft stärken. Oh, ihr Ökofreunde, und das, wo man sich doch bei den Grünen immer darauf verlassen konnte, dass ihnen Natur vor Mammon ging. Ich will nicht unterstellen, dass sie plötzlich Probleme haben, Ökologie von Ökonomie zu unterscheiden, aber wundern ist erlaubt.

So bleibt den Laga-Kritikern nur der Weg des Nein-Sagens. Nein zu einer Aktion, die durch verzwickte Interessen der Befürworter für die Bevölkerung immer undurchschaubarer wird.

Stimmen wir also recht zahlreich ab. Machen wir uns klar, dass hier nur die Masse zählt. Am Schluß entscheiden Bürgermeister und Ratsmehrheit, ob wir genug Stimmen abgegeben haben.

Merke:

Die Masse machts - und wer die Macht hat kann bestimmen!
0
3 Kommentare
44
Dirk Musfeldt aus Langenhagen | 10.05.2008 | 18:17  
285
Gesine Saft aus Langenhagen | 10.05.2008 | 23:34  
44
Dirk Musfeldt aus Langenhagen | 11.05.2008 | 12:06  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.