Anzeige

Silvesterbräuche aus der ganzen Welt

Bleigießen, Knallbonbons, Krapfen, Fliegenpilz. vierblättriges Kleeblatt und Glücksschweinchen sind typische Begleiter am Silvesterabend in Deutschland (Foto: Katja Woidtke)

Nur noch ein paar Tage und das Jahr 2016 ist Geschichte. In den Geschäften sind Lebkuchen und Weihnachtsschmuck längst den Luftschlangen und Glücksbringern gewichen. Denn zu Silvester haben Klee und Marzipanschweinchen Hochkonjunktur. Auch der Schornsteinfeger wird immer noch gerne als Glücksbringer zu Silvester verschenkt. Er bewahrte die Menschen mit dem Kehren des Kamins früher vor möglichen Feuern. Das vierblätterige Kleeblatt kommt in der Natur nur sehr selten vor und gilt daher als Glückssymbol. Ein Schwein steht wie der Glückspfennig symbolisch für Wohlstand.

Silvester werden nicht nur Glücksbringer verschenkt - Bleigießen gehört zu einer der vielen Traditionen, die vor Mitternacht begangen werden, um zu deuten, was das neue Jahr für uns bereithalten wird. Auf einem Löffel wird über einer Kerzenflamme das Blei (oder Zinn) geschmolzen und anschließend mit einem Schwupp in eine Schüssel mit kaltem Wasser gekippt. Die dabei entstandenen Figuren lassen viel Raum für Interpretationen und sorgen sicher für einen heiteren Silvesterabend. Und im Zweifelsfall lassen sich die gegossenen Figuren immer positiv deuten. Das neue Jahr soll schließlich zuversichtlich begrüßt werden.

Ein Klassiker am Silvesterabend ist auch der Krapfen, der bei uns zu Mitternacht angeboten wird. Beonders viel Glück für das neue Jahr soll beim Vernaschen übrigens derjenige haben, der einen mit Senf gefüllten Krapfen erwischt. Darauf kann ich dann doch gerne verzichten. Da ziehe ich lieber an einem Knallbonbon, das einen weisen Spruch für mich bereithält und mit seinem Knallen beim Auseinanderziehen die bösen Geister vertreiben soll. Auch das Silvesterfeuerwerk hat im Vertreiben der bösen Geister während der Rauhnächte seinen Ursprung und wird wohl auf der ganzen Welt, wenn auch durch die verschiedenen Zeitzonen versetzt, um Mitternacht angezündet. Eine Tradition, die aber auch durchaus kritisch gesehen werden kann. Wir verzichten schon seit Jahren auf Raketen und Böller.

Wusstet ihr schon, dass es in Italien Glück bringen soll, in der Silvesternacht rote Unterwäsche zu tragen? Die sollte aber ein Geschenk und noch ungetragen sein. Wenn diese Punkte zutreffen, bringen sie dem Träger Glück und Gesundheit im neuen Jahr. In Spanien werden vor Mitternacht 12 Weintrauben gegessen - mit jedem Glockenschlag eine, zu der man sich auch gleich den passenden Wunsch für das kommende Jahr denken darf. In den USA wird, wie in Italien übrigens auch, am Silvesterabend eine Linsensuppe gegessen, die symbolisch für Wohlstand steht.


Kennt ihr weitere Silvesterbräuche, die typisch für eure Region oder ein bestimmtes Land sind? Ich bin gespannt auf eure Ergänzungen!
19
Diesen Mitgliedern gefällt das:
12 Kommentare
28.340
Silvia B. aus Neusäß | 28.12.2016 | 19:08  
8.567
CHRISTINE Stapf aus Amöneburg | 28.12.2016 | 20:46  
4.191
Romi Romberg aus Berlin | 29.12.2016 | 00:56  
4.191
Romi Romberg aus Berlin | 29.12.2016 | 01:06  
54.162
Werner Szramka aus Lehrte | 29.12.2016 | 09:51  
21.797
Katja W. aus Langenhagen | 29.12.2016 | 19:08  
17.892
Sabine Presnitz aus Schwabmünchen | 30.12.2016 | 17:59  
21.797
Katja W. aus Langenhagen | 30.12.2016 | 22:17  
1.782
Michael Kosemund aus Wunstorf | 31.12.2016 | 14:53  
29.847
Heidrun Preiß aus Bad Arolsen | 02.01.2017 | 08:03  
21.797
Katja W. aus Langenhagen | 03.01.2017 | 13:44  
29.847
Heidrun Preiß aus Bad Arolsen | 04.01.2017 | 19:40  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.