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Pasta e Musica

Der junge Elmar Brass
Langenhagen: Legro |

Pasta e Musica und Legro. Gleichsam Langenhagener Synonyme. Gestern war es mal wieder soweit. Giorgio Pellis, seines Zeichens GF und Sommelier des LEGRO lud wieder zu dieser schon seit vielen Jahren bestehenden Veranstaltungsreihe in seinem Hause ein.

Auf dem Programm diesmal: Standards aus dem Great American Songbook. Elmar Brass (Piano) und Johann Lankenau (Trompete), zwei mittlerweile weit über die Grenzen Hannovers bekannte Jazzmusiker, boten in unnachahmlicher Weise diese Ohrwürmer dar. Die Grundmelodien durften als bekannt vorausgesetzt sein, wenngleich sie natürlich durch die beiden Musiker neu interpretiert wurden. Also eine Gratwanderung zwischen easy listening und anspruchsvoller Jazzmusik. Sie ist den beiden gelungen.

Das erste Set wurde von Elmar Brass eröffnet. Nachdem erste Mißverständnisse ausgeräumt waren, auf Seiten der Zuschauer und Zuhörer waren wohl einige dabei, die die Musik als „störend“ empfanden und sich lieber in Gespräche mit ihren jeweiligen Tischnachbarn vertieften, und Elmar Brass den Yamaha Flügel vollends öffnete, klappte es dann auch mit der Verständigung, pardon, mit dem Musikgenuß.

Der mit 33 Lebensjahren noch eher junge Jazzpianist Elmar Brass verstand es auf das vorzüglichste, diesen gelegentlich etwas behäbig daherkommenden Jazzstandards eine gewisse ungestüme Jugendlichkeit einzuhauchen, die den Spaß am Zuhören ganz neu definierte. Automatisches Beinwippen war geradezu vorprogrammiert, und die eher helle Intonation des Yamaha Flügels tat sein übriges dazu bei.

In der Pause, wie auch schon vor dem ersten Set, sorgte das Team um Giorgio und natürlich auch Giorgio höchstselbst, mit allerlei italienischen Köstlichkeiten für das leibliche Wohl. Hier wären insbesondere die wirklich sehr leckeren Nudeln zu erwähnen. Mir hatten es die Ravioli mit Steinpilzfüllung ganz besonders angetan. Da war für jeden etwas dabei. Müßig zu erwähnen, daß es im Hause einer Weingroßhandlung natürlich für jeden Geschmack auch das passende Tröpfchen gab.

Zum 2. Set erschien dann auch Johann Lankenau. Nun war die Vorstellung perfekt. Die gefühlvoll gedämpfte Trompete Johannes Lankenaus und das jugendliche Klavierspiel Elmar Brass’ boten ein feines Katz und Mausspiel der Jazzmusik, wie man es nicht alle Tage zu hören bekommt.
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