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Wie Abstimmen bei der Bürgerbefragung zum Bad ?

Langenhagen verfügt über ein funktionstüchtiges Hallen- und Freibad in der Berliner Allee. Dies ist, bedingt durch einen jahrelang anhalten Streit um einen Neubau, renovierungsbedürftig.

Die Bürger sollen nun mit Hilfe einer Bürgerbefragung ihre Meinung dazu kundtuen. (Nicht zu Verwechseln mit einem Bürgerbescheid). Leider ist es den Verantwortlichen nicht gelungen, einen einfachen und sofort verständlichen Fragebogen hierzu zu erstellen.

Da steht: "Sie haben 6 Stimmen". Das ist natürlich unsinnig: Wenn Sie alle drei Fragen 2X ankreuzen, ist Ihr Stimmzettel zwar gültig, wird aber wohl als "Enthaltung" gewertet.

Die erste Frage lautet:

"1. Sind Sie für ein städtisches Schwimmbad in Langenhagen
Ja ( )
Nein ( )"

Schon das ist eher eine Frage nach Neubau oder nicht, gibt es doch kein städtisches Bad. Die Gesellschafter des vorhandenen Bades in der Berliner Allee sind verschiedene Langenhagener Vereine:

sport-club-langenhagen
SV Langenhagen
TSV Godshorn
MTV Engelbostel-Schulenburg
DLRG Langenhagen
DLRG Krähenwinkel
BSG Langenhagen
RSG Langenhagen

Die Stadt unterstützt das Bad und würde wohl auch die Renovierungskosten übernehmen. Dessen ungeachtet: Sozialverträgliche Preise, Vereinssport und Schulsport lässt sich mit einem städtischen Bad sicher leichter realisieren.

Wenn Sie das wollen, stimmen Sie mit "Ja"
Wenn Sie meinen, die Stadt braucht kein städtisches Bad, stimmen Sie mit "Nein"

Sie brauchen hier aber auch gar nichts anzukreuzen, wenn sie für den Erhalt des Hallen- und Freibades in der Berliner Allee sind.

Die zweite Frage ist schon kniffeliger:

2. Sind Sie eher für die kleine Lösung:
ein sportorientiertes Bad ( )
oder die große Lösung:
ein Sport- und Freizeitbad mit Wellnessangeboten? ( )

Im Grunde geht es bei dieser Frage um den Neubau. Kleine Lösung: mit Kosten für das Grundstück und Infrastrukturkosten vermutlich 23 Mio EURO für die Stadt. Große Lösung vermutlich mit Grundstücks- und Infrastrukturkosten 37 Mio EURO. Beides dann vermutlich auch mit neuen, dann deutlich höheren Eintrittspreisen.

Wenn Sie also ein neues Hallenbad (ohne Freibad), ohne Wellnessangebote wollen, stimmen Sie für die kleine Lösung. Wollen Sie ein neues Hallenbad (auch ohne Freibad) mit Wellnessbereich, stimmen Sie für die große Lösung.

Auch hier gilt: Sie brauchen gar nichts anzukreuzen, wenn Sie für den Erhalt des jetzigen Hallen- und Freibades in der berliner Allee sind.

Die dritte Frage ist etwas unscharf formuliert:

"3. Bevorzugen Sie für ein Bad
den Standort Theodor-Heuss-Str.
oder
den Standort des jetzigen Bades in Godshorn"

Man könnte die Frage auch so stellen:

"Wollen Sie den Abriss des vorhandenen Hallen- und Freibades in der Berliner Allee und einen Neubau in der Theodor-Heuss-Strasse
oder
wollen Sie die Renovierung des vorhandenen Hallen- und Freibades in der Berliner Allee und keinen Neubau?"

Die Kosten für einen Neubau liegen, je nach Schätzung zwischen 23 Mio EURO und 39 Mio EURO, die Kosten für die Renovierung des vorhandenen Bades (Infrastruktur bereits vorhanden) bei ca. 5,5 Mio EURO. Hinzu kämen jährliche Betriebskosten für die Stadt beim Neubau (ohne Freibad) zwischen 0,9 Mio EURO und 2,7 Mio EURO oder ca. 1 Mio EURO jährlich für das vorhandene Bad (z.Zt wird das Bad mit 0,6 Mio EURO bezuschusst) (mit Freibad).

Wenn Sie also gegen den Abriss und für die Renovierung des vorhandenen Hallen- und Freibades in der Berliner Alle sind, dann stimmen Sie für

"den Standort des jetzigen Bades in Godshorn"

Wollen Sie ein neues Bad (ohne Freibad) in der Theodor-Heuß-Straße, stimmen Sie für

"den Standort Theodor-Heuss-Str."

Sollte jetzt noch etwas unklar sein, so fragen Sie doch bei unserem Bürgermeister, Herrn Friedhelm Fischer, nach. Der muss es ja wissen ;-)

Aber: Nehmen Sie Ihr demokratisches Recht wahr! Stimmen Sie ab! Mischen Sie sich ein!
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