Anzeige

Vatertagstour durch die Herrenhäuser Gärten

Obwohl das Wetter am Himmelfahrtstag mehr ein "gefühlter Wintertag" war, tat es der guten Laune keinen Abbruch - alle Teilnehmer hatten die "Sonne im Herzen". Vor dem Infopavillon trafen sich um 14,00 Uhr Tauschringmitglieder aus Langenhagen mit Gästen - u.a. auch vom Tauschring Neustadt-Wunstorf zu einer Exkursion durch die Herrenhäuser Gärten. Ilona G. - ein Mitglied vom TR Lhg. führte die Gruppe dann mit Charme, Humor, vielen Anekdoten und Wissen gute 2,5 Stunden durch die Gärten. Am Eingang erfuhren die Teilnehmer dann auch gleich, dass hier eigentlich die älteste Kübelpflanze der Welt - ein Granantapfelbaum von 1653 - steht. Leider stand er aber noch im Winterquartier, wo auch noch viele andere Kübelpflanzen - ca. 900 an der Zahl - die Winterzeit in Gewächshäusern verbringen. Der nächste Anlaufpunkt war die Grotte, die in ihrer heutigen Form von der Künstlerin Niki de Saint Phalle gestaltet wurde. Die Schöpferin der "Nanas" am Hohen Ufer. Leider verstarb Niki de Saint Phalle bevor das Werk vollendet war. Die spektakuläre Eröffnung im Jahr 2003 hat sich nicht mehr erlebt .Die Grotte gibt es bereits seit 1676, sie wurde in der damaligen Zeit von den Hofdamen im Sommer wegen ihrer Kühle sehr geschätzt .Herrenhausen war die Sommerresidenz der Welfen. An der Glockenfontäne vorbei führte uns Ilona zur "großen Fontäne", welche an windstillen Tagen eine Höhe von bis zu 80 mtr. erreichen kann. Der "Irrgarten" wurde wohlweislich umgangen, denn "Irrgarten" bedeutet sich verirren und das wollte keiner aus der Gruppe riskieren. Leider blühten die Rosen noch nicht, trotzdem waren die Rabatten sehr schön. Der Niederdeutsche Blumengarten war eine einzige Farbenpracht. Um dieses alles zu pflegen, werden ca. 100 Gärtner beschäftigt - immerhin sind die Herrenhäuser Gärten 150 ha. groß .Der Barockgarten wurde 1666 angelegt , weit vor den Toren Hannovers - in Höringehusen - aus dem später der Name Herrenhausen wurde. Kurfürstin Sophie bekam den Garten 1698 als Witwensitz und hat ihn zu dem gemacht was er heute ist - wunderschön. Sie sagte: "Der Garten ist mein Leben", ich möchte eines Tages im Garten sterben - ohne Arzt und ohne Priester -.So geschah es, am 08.Juni 1714 erlitt sie bei ihrem Abendspaziergang einen Schlaganfall und war sofort tot. Heute steht an der Stelle ein Denkmal von ihr. Nach dem Krieg waren leider auch die Gärten zerstört, erst zwischen 1959 und 1966 wurden sie in der alten Form wieder hergestellt. Den Abschluß bildete ein kurzer Besuch im Berggarten - es blühen dort sehr schöne historische Tulpen. Leider war einigen Teilnehmern kalt geworden und so ging es schnellen Schrittes am Mausoleum vorbei in wärmere Gefilde. Bei Grog, Tee, Kaffee und Kuchen war die Kälte schnell vergessen. Eine gelungene Vatertagstour - nur der "Bollerwagen" fehlte - wird nachgeholt.
0

Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Nordhannoversche Zeitung | Erschienen am 27.05.2010
1 Kommentar
9.012
Beate Shumate aus Garbsen | 19.05.2010 | 09:49  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.