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Bericht vom Besuch der „Ideen-Expo“ am 10. Juni 2017

Tierisch netter Empfang unserer Gruppe auf dem Gelände
 
Die Gruppe am Eingang zur Ideen-Expo
Neues entdecken und selbst ausprobieren – das bietet die „Ideen-Expo“ auf dem Messegelände Hannover. Genau das Richtige für Geflüchtete und ihre ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der „Willkommensgruppe“ des Vereins Gemeinsam leben in Langenhagen.
Beim Besuch der „Ideen-Expo“ ist der Eintritt frei. Für Fahrkarten und für Essen und Trinken während des ganztägigen Ausfluges fielen jedoch Ausgaben an. Hierzu stellte der Vereinsvorstand einen Antrag auf Unterstützung – mit Erfolg!
Die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung als Träger der Initiative „Stiftungen helfen – Engage-ment für Geflüchtete in Niedersachsen“ stellte schnell und unbürokratisch einen Mittelzuschuss zur Verfügung, der die Kosten fast deckte. Schon drei Wochen nach dem Antrag – vier Wochen vor dem Besuchstermin – ging der Zuschuss auf dem Vereinskonto ein. Herzlichen Dank an die Lotto-Sport-Stiftung und die gesamte Initiative!
So konnten wir viele der von uns Betreuten einladen, und am 10. Juni 2017 besuchte unsere 25-köpfige Gruppe die Ideen-Expo.
Nach kleinen Startschwierigkeiten (es trafen nicht alle zur verabredeten Zeit an der Haltestelle der Stadtbahn ein, und eine Familie fuhr von einer anderen Haltestelle ab) war die Gruppe beim Umsteigen unter dem Aegidientorplatz glücklich vereint und konnte sich in voller Stärke den Gruppenfotos auf dem Expo-Gelände stellen.
Schnell ergaben sich nach dem Eintritt in die „Ideen-Expo“ unterschiedlich Interessen, so dass wir uns in kleinere Gruppen aufteilten. Unsere Schützlinge waren voll bei der Sache und haben ihren Betreuern alles abverlangt.
Überall und an jeder Stelle waren sie mit großem Interesse dabei, und die Betreuer mussten geduldig erklären, weil sie alles und jedes verstehen wollten. Dadurch haben die Gruppen nur relativ wenige Ausstellungen gesehen, aber dafür um so intensiver.
Den meisten Zuspruch fanden die Stände, in denen man selbst aktiv werden konnte, also das Basteln des 100 g -Würfels beim Messstand oder der Stand Niedersachsen und Europa, wo man Stationen durchlaufen musste und Stempel bekam. Anschließend nahm man um 14 Uhr an einer Verlosung teil (leider ohne Erfolg).
Auch der Ozeanbesuch mit 3-D Brillen hat sehr gut gefallen. Gestaunt haben wir alle über die Vermüllung der Meere, die dort sehr eindrucksvoll und nah gezeigt wurde.
Bei einem Anbieter von Berufsorientierungskursen sind einige in guten Gesprächen gelandet, weil sie die Anbieter z.T. kannten und von ihren guten Erfahrungen berichten konnten. Sie waren sehr stolz, das in Deutsch formulieren zu können, und die Gespräche waren für beide Seiten interessant.
Eine Teilgruppe hat die meiste Zeit bei Sartorius Göttingen verbracht. Dort mussten 8 Stationen abgearbeitet werden - mit dem Bau eines Ventilators und einer Taschenlampe u.a. - , um einen Ball zu bekommen.
Sehr interessant war alles, was mit Robotern zu tun hatte, beispielsweise der Ballon, der einer Qualle nachempfunden wurde.
Bei der Kupferbearbeitung hielt sich diese Gruppe mindestens 1 Stunde auf, weil für jedes Familienmitglied (auch nicht Anwesende) ein Namensschild hergestellt wurde. Immerhin für 11 Personen!
Besonders erstaunt hat unsere jungen Schütz- linge, dass Frauen in Deutschland ganz schön schlau sein müssen, weil sie nämlich erklären und auch noch vorführen können, wie man eine kleine Batterie bauen kann, um einen kleinen Ventilator zum Laufen zu bringen.
Auf dem Stand von Volkswagen haben Ahmed und Matar an einem in seine Einzelteile zerlegten E-Golf einen Kabelbaum und den Antriebsmotor wieder zurückgebaut. Danach durften sie voll Stolz ihren Namen auf die Karosserie schreiben!
Für Hamdan war das Fahren eines richtigen Autos in einer Videosimulation ein großes Erlebnis. Leider gab es viele Karambolagen!
Auch der Stand der Meyer-Werft war sehr interessant, man konnte verschiedene Techniken selber ausprobieren: Erst schmieden, dann stanzen, dann schweißen. Ebenso Niedersachsen Metall – dort kannt man einen Mini-Motor basteln: Magnet, Cent-Stück, 1,5-V-Batterie und ein Kupferdraht, den man zurechtbiegen musste.
Ein weiteres Angebot, um Elektro-Neigungen auszuleben: In einem Kasten wurde eine Batterie mit einem Schalter zusammengebaut, daran ein selbst gefertigtes Kabel und daran die "Leuchtfäden". Die Lampe brannte!
Die Teilgruppen sind sich auf ihren Wegen durch die Hallen und das Gelände auch hin und wieder begegnet. Dann wurden Erlebnisse berichtet und Tipps ausgetauscht – ein prima„Gruppeneffekt“.
Ein Selfie mit Wärmebild-Technik – das gibt’s wohl auch nur auf der Ideen-Expo! Wer dann noch mit gymnastischen Übungen beim Wärmebild-Fang-Spiel erfolgreich war, wurde als „Heroe of Energy“ ausgezeichnet.
Einige unserer Schützlinge waren so begeistert, dass sie gleich am nächsten Tag noch einmal zur „Ideen-Expo“ wollten, um weitere der vielen Angebote zu entdecken, wozu der eine Tag nicht ausgereicht hatte.
Nochmals vielen Dank an die Stiftungen, die unserem Verein durch ihren Zuschuss ermöglicht haben, diesen erlebnisreichen, spannenden und informativen Tag auf der „Ideen-Expo“ zu verbringen. Für unsere „Willkommensgruppe“ war dieser gemeinsame Ausflug ein tolles Ereignis, an das wir uns alle lange erinnern werden.
Verein Gemeinsam leben in Langenhagen e.V.
www.gemeinsam-leben-in-langenhagen.de
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Katja W. aus Langenhagen | 23.06.2017 | 18:22  
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