Landsbergs Basketballer gewinnen erstes Saisonspiel

HSB-Zusammenhalt (Foto: Thorsten Jordan)
 
Rückkehrer Josef Eichler läuft ein (Foto: Thorsten Jordan, Landsberger Tagblatt)

Die Heimerer Schulen Basket Landsberg sind erfolgreich in die Regionalliga-Saison 2007/08 gestartet. Im ersten Spiel verwies man die junge Bundesligareserve des TuS Jena mit 59:40 in die Schranken und machte den ca. 750 Zuschauern trotz streckenweise noch vorhandener Abstimmungsprobleme Lust auf mehr.

Schon beim Einlaufen der HSB-Spieler merkte man: die Fans waren heiß auf die neue Saison. Obwohl man zu Beginn auf die Trommel verzichten musste, machte das Landsberger Sportzentrum seinem Ruf als Hexenkessel alle Ehre. Der neue Stadionsprecher Stefan Kraus machte seine Arbeit mehr als nur gut und das Scheinwerferlicht, in dem die Akteure einliefen sorgte für Gänsehautatmosphäre.

Besonders viel Beifall bekamen dabei Josef Eichler – die Liebe zog ihn zurück nach Landsberg – und Landsbergs Basketballikone Oliver „Ollo“ Enste, der als Herren2-Spieler und Routinier fünfmal in der „Ersten“ aushelfen kann.

Als erste Fünf schickte Coach Alexander Kharchenkov Rückkehrer Josko Srzic, Simon Gervé, den erst 20jährigen Dominik Veney, den erfahrenen Ropert Apelt und Publikumsliebling Przemyslaw Migala aufs Feld.

Letzterer sorgte auch sogleich mit einem verwandelten Freiwurf für die ersten Punkte der Partie. Josko Srzic traf einen 3er aus vollem Lauf und schon führte Landsberg mit 4:0. Migala und Simon Gervé, der unglaublich sicher traf, bauten die HSB-Führung weiter aus.

Besonders stark auch die Verteidigung der Hausherren. Ein ums andere Mal zwang man die jungen Jenaer zu schlechten Würfen am Ende der 24sekündigen Einsatzzeit. Dabei gab es insbesondere in der Zone wenig zu holen für die Thüringer. Robert Apelt und „Miga“ Migala und später Josef Eichler und Michael Teichner ließen hier kaum Körbe zu.

Außerdem nahm der wieselflinke Ferdinand Henke zwei Offensivfouls an und sorgte damit für zusätzliche Angriffschancen für die HSB.

Ergebnis nach dem ersten Viertel: 18:10 für Landsberg.

Im zweiten Spielabschnitt fanden die Gäste dann angetrieben von ihrem erst 18jährigen Spielmacher Ermen Reyes Napoles besser ins Spiel. Auch war jetzt, da Kharchenkov mehr durchwechselte, zu sehen, dass das Team noch lange nicht 100%ig aufeinander eingespielt ist. Josko Srzic und Josef Eichler, beide erst vor kurzem zur Mannschaft gestoßen, vielen dabei besonders auf.

Verzücken konnte jedoch Simon Gervé, der nicht nur unglaublich sicher traf, sondern stets richtige Entscheidungen traf und nie überdrehte. Dabei bewies er auch im Zug zum Korb ein sicheres Händchen. Er allein konnte jedoch nicht verhindern, dass Jena zur Pause auf 28:22 verkürzte.

Nach der Pause schickte Kharchenkov nicht seine Startformation aufs Feld, sondern brachte statt Migala und Apelt Eichler und Enste. Letzterer traf dann auch prompt einen 3er. Josef Eichler hingegen hatte Pech im Abschluss. Umso besser, dass es Gervé gab, der seinen sechsten Versuch von der 3er-Linie zum fünften Treffer nutzte.

Ein Augenschmaus waren auch die Pässe von Neu-Kapitän Johannes Hountondji, der seine Augen überall zu haben schien. Er bestätigte, was er selbst über sich sagt und wie er auch von seinem Trainer beschrieben wird: als echter Teamplayer. Option Nummer 1 war für ihn stets der Pass zum besser positionierten Mitspieler, erst dann folgte der Wurf. Hountondjis Mitspieler waren selbst häufig überrascht von den Pässen des 27jährigen. Doch auch das wird sich mit der Zeit geben und dann wird es noch mehr Spaß machen dieser Mannschaft zuzuschauen.

Im dritten Viertel zeichnete sich auch bald ab: die Gäste aus Jena würden keine Chance auf den Sieg mehr haben. Zu souverän agierte Landsberg. Und so konnte Kharchenkov fünf Minuten vor Schluss bereits U20-Spieler Lukas Klocker aufs Feld schicken, was auch dafür spricht, dass er der Jugend vertraut und ihr eine Chance gibt. Klocker dankte es ihm mit einer schönen Korbvorlage und einem Rebound.

Am Ende war es ein lockeres Auslaufen. Die Heimerer Schulen Basket Landsberg gewannen mit 59:40 – ein Ergebnis das zeigt: die Verteidigung funktioniert, nun muss noch an der Abstimmung im Angriff gearbeitet werden. Gute Ansätze waren zu genüge vorhanden. Gute Ansätze, die Lust auf mehr machen.

Wie gut, dass das nächste Spiel nicht in Zwickau ist, sondern in Dachau bei den Spurs. Dieses Duell verspricht seit Jahren hochklassigen und spannenden Basketball. Ein Grund mehr, sich dieses Spiel anzuschauen. Sprungball ist am Samstag, den 6.10. um 19:00 Uhr in der Vereinshalle des TSV Dachau in der Jahnstraße. Natürlich besteht auch wieder die Möglichkeit im Teambus mitzufahren. Hierzu schauen Sie im Laufe der Woche einfach noch mal auf www.cLLick.de.

Gegen Jena spielten:
Simon Gervé (20 Punkte)
Josko Srzic (9)
Przemyslaw Migala (7)
Johannes Hountondji (6)
Dominik Veney (6)
Josef Eichler (4)
Oliver Enste (3)
Ropert Apelt (2)
Michael Teichner (2)
Ferdinand Henke
Lukas Klocker
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