Basketball-Monatsrückblick: Spielerwechsel bei HSB und gemischte Bilanz im Januar

Neuzugang Jeremiah Lawrence (#15) unter dem Korb (Foto: Frank Schloffer)
 
Anna Ullrich beim Wurf (Foto: Larissa Sirch)
Für die Basketballer der DJK Landsberg hätte der Januar durchaus besser laufen können. Die 1. Herrenmannschaft konnte zwar zwei Siege einfahren, musste aber auch zwei bittere Niederlagen gegen direkte Konkurrenten hinnehmen. Die Damen konnten ihre weiße Weste bis Ende Januar verteidigen, ehe sie sich gegen Germering 2 zum ersten Mal in der Saison geschlagen geben mussten.

Kurz vor dem Jahreswechsel gab Jürgen Fleßner die Trennung von US-Amerikaner Chris Moore bekannt. „Er hat die Erwartungen in sportlicher Hinsicht nicht erfüllt“, erklärt der Teammanager. In menschlicher Hinsicht sei die Zusammenarbeit überhaupt kein Problem gewesen und so sei Fleßner die Entscheidung, die auch im Sinne von Trainer Kharchenkov gefällt wurde, nicht leicht gefallen. Einen Nachfolger hat der emsige Teammanager aber zeitnah gefunden: Jeremiah Lawrence. Der 1,96 Meter große Amerikaner ist zwar rund zehn Zentimeter kleiner als Moore, aber „er ist ein besserer Athlet und durchtrainiert“, so Fleßner. Nicht nur die Informationen, die er erhalten hat, haben ihn überzeugt, auch die Daten: So kann Lawrence sowohl beim Punkteschnitt als auch den Rebounds bessere Werte als Moore vorweisen. „Trotzdem ist er ein sehr guter Team-Spieler und auch charakterlich absolut in Ordnung“, sagt Fleßner.

Jeremiah Lawrence konnte dann zum ersten Spiel 2010 auch gleich einen perfekten Einstand feiern. Mit 105:91 setzten sich die Landsberger gegen Dachau durch und der Neuzugang war mit 27 Punkten zweitbester HSB-Scorer hinter Jason Boucher, der 34 Punkte erzielte. Insgesamt war es eine klare Angelegenheit für die Landsberger Korbjäger, unter anderem auch, da die Gäste im letzten Viertel nur mehr fünf spielberechtigte Akteure hatten, drei waren nämlich mit fünf Fouls bereits ausgeschieden. Allerdings war die Partie zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden und hätten die Landsberger nicht aufgrund dessen einen Gang zurückgeschaltet, wäre die Niederlage für Dachau noch bedeutend höher ausgefallen. So hielt sie sich am Ende aber in Grenzen.

Mit diesem klaren Sieg hatte das neue Jahr für die Heimerer Schulen Basket gut begonnen – leider sorgten die Lechstädter nicht für eine Fortsetzung: Nach einer insgesamt schwachen Leistung musste sich das Team Kharchenkov am darauffolgenden Wochenende in Ansbach mit 70:86 geschlagen geben. Nur wenige Spieler erreichten ihre Normalform, sodass die HSB eigentlich kaum Chancen auf einen Sieg hatten. Zudem ging Fabian Kirchhoff nach seiner Muskelverletzung stark gehandicapt ins Spiel, erzielte aber dennoch beachtliche 16 Punkte. Ebenfalls krank war Florian Pejchar, der deshalb nur eingeschränkt und kurz spielen konnte.

Es war ein ernüchterndes Ergebnis gegen die Ansbach Piranhas und da wollten die Landsberger im nächsten Heimspiel gegen das Spitzenteam Leipzig sich sofort wieder zurückmelden in der Regionalliga Südost. Tollen Basketball bekamen die Fans der Heimerer Schulen Basket Landsberg dann auch zu sehen – jedoch nicht von ihrer Mannschaft, sondern von den gastierenden Sachsen. Die UniRiesen aus Leipzig entzauberten die Mannen von Trainer Sascha Kharchenkov regelrecht und gewannen am Ende hoch verdient mit 66:78, wodurch die Landsberger die erste Heimniederlage der Saison kassierten.

Nach diesen zwei Niederlagen in Serie sind die Heimerer Schulen Basket Landsberg aber wieder zurück in der Erfolgsspur. Beim aufstrebenden Tabellenvorletzten und Aufsteiger TG 48 Würzburg gewannen die HSB vor allem dank einer starken 2. Halbzeit verdient mit 88:75 und rangieren somit wieder auf dem 5. Platz. Die Wochen der Wahrheit kommen aber erst noch: In heimischer Halle empfangen die Lechstädter neben den Spitzenteams aus Gotha und Leitershofen auch Telemotive München und Zwickau, gegen die es im Hinspiel nicht zu holen gab für Boucher & Co.

Für die Damen der DJK Landsberg ging das neue Jahr vorerst weiter, wie das Alte aufgehört hat. Gegen Fürstenfeldbruck 2 und Mammendorf fuhr die Mannschaft um die Topscorerinnen Lisa und Anna Ullrich erneut Siege ein und somit konnte bis Dato kein Team in der Bezirksliga West die Lechstädterinnen stoppen. Ende Januar mussten die Damen dann bei Germering 2 antreten, dem größten Verfolger des Tabellenführers. Ersatzgeschwächt kassierten die Landsbergerinnen eine 73:58-Niederlage und da durch die Höhe der Niederlage auch der direkte Vergleich verloren wurde, müssen die Damen nun um die Tabellenführung bangen.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin Landsberg | Erschienen am 15.02.2010
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