Anzeige

SOS-Kinderdorf goes Disney

Hautnah und haarklein zeigte Ulrich Schröder den Buben und Mädchen im SOS-Kinderdorf, wie Dis-ney-Figuren wie zum Beispiel Tick, Trick und Track gezeichnet werden
Zu einer Zeichenstunde ganz besonderer Art versammelten sich kürzlich die Kinder aus dem SOS-Kinderdorf Ammersee in Dießen: Walt-Disney-Zeichner Ulrich Schröder war extra aus Paris angereist, um ihnen den Aufbau so berühmter Figuren wie Micky Maus, Donald, Pluto und einem Panzerknacker zu erklären.
Ein anonymer Freund der SOS-Kinderdörfer hatte die Aktion gesponsert. Er hatte erfahren, dass die Walt Disney Company zuvor bereits Kinder aus sechs Münchner Heimen zu Führungen durch die Disney-Ausstellung in der Hypo-Kunsthalle und anschließendem gemeinsamen Malen mit Ulrich Schröder eingeladen hatte. Er war davon so fasziniert, dass er beschloss, diesen Tag dem Dießener SOS-Kinderdorf zu schenken.
Begonnen hatte die „Lehrstunde“ in der Münchner Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, in der derzeit noch die Ausstellung „Walt Disneys wunderbare Welt“ zu bewundern ist. Hier traf sich Schröder mit den Dießener Kindern und zeigte ihnen, welche Vorbilder Walt Disney bei der Kreation seiner Figuren und Geschichten hatte. Außerdem schilderte er, wie sich im Laufe der Jahre Zeichenstile und Trick-film-Techniken, aber auch das Design der Hauptfiguren aus den Comics entwickelt hatten. So war beispielsweise der erste Walt-Disney-Zeichentrickfilm „Steamboat Willie“ zu bestaunen.
Anschließend fuhr Schröder mit den Kindern zusammen nach Dießen ins SOS-Kinderdorf. Nach einem zünftigen Würschtelessen ging’s an Zeichenstift und Papier: erst ein Kreis, dann zwei, drei Hilfslinien, dann die Augen und so weiter – in einfachen, leicht verständlichen Schritten erläuterte Schröder den Kindern, wie sie selbst zu meist gelungenen eigenen Donalds, Mickys und Plutos gelangen konnten.
Begeistert machten die Kinder mit, und auch die Kleineren (mit hier und da ein wenig sachkundiger Hilfestellung) präsentierten bald stolz ihre eigenen Werke. Schröder sparte nicht mit Lob, so dass fast dreißig Kinder über eine Stunde lang motiviert beschäftigt waren. Am Schluss setzte sich Schröder noch mit einer kleinen Gruppe besonders interessierter Kinder zusammen. Dabei durfte jeder eine vorbereitete Zeichnung aus des Meisters Hand fertig stellen, so dass nun Andenken ganz besonderer Art in den Kinderdorffamilien gut aufbewahrt werden. Schröder selbst machte die Aktion ganz offensichtlich ebenso viel Spaß wie den Kindern, und so fand ein sehr herzlicher Abschied statt: „Toll, dass du da warst!“ und: „Kommst du mal wieder?“
0

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin Landsberg | Erschienen am 11.02.2009
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.