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Viel Gesprächsstoff auf der Schondorfer Bürgerversammlung

Landrat Walter Eichner (links) und Bürgermeister Peter Wittmaack konnten zwei Bürger, nämlich Erwin Ulrich (2.v.l) und Willi Wagner (2.v.r.) für besondere Dienste ehren.
 
Die Treppe an der Bahnunterführung wurde durch eine Rampe ersetzt.
Schondorf. Viel Gesprächsstoff gab es letzten Freitag auf der Bürgerversammlung Schondorf. Bürgermeister Peter Wittmaack berichtete vom vergangenen Jahr, stellte aktuelle Projekte vor und konnte zwei verdiente Bürger ehren.
Gleich zu Beginn wurden Erwin Ulrich und Willi Wagner für ihre besonderen Dienste in der Gemeinde geehrt. Ulrich hat sich durch sein kulturelles Engagement, wie der Gründung des Vereins Theater Schondorf e.V., der langjährigen Kirchenpflege und der Leitung des Theaterstückes "Jedermann" große Anerkennung verschafft. Zudem war er lange im Gemeinderat und im Pfarrgemeinderat tätig. „Ich danke allen Helfern, Schauspielern, Artisten, den Musikern und allen, die im Theaterverein mitwirken. Sie waren im Einzelnen wunderbar und zusammen ein großartiges Ensemble.“, sagte Ulrich. Sein Dank galt auch Pfarrer Kaiser für die Bereitstellung eines Probenraums und seiner Frau, die ihm immer den Rücken freigehalten hat. Durch den „Schondorfer Jedermann“, den rund 1200 Zuschauer gesehen haben, erlangte die Gemeinde auch überregionale Bekanntheit. Willi Wagner wurde für seinen großen ehrenamtlichen Tatendrang zum Ehrenbürger ernannt. Er hat sich unter anderem intensiv mit dem Bau des Sportplatzes und des Vereinsheimes beschäftigt, war lange im Finanz- sowie im Bauausschuss aktiv und stand Bürgermeister Wittmaack bei dessen Amtsantritt jederzeit mit Ratschlägen zur Verfügung. Nach dem Tod von Bürgermeister Gerd Hoffmann 2006 hat Wagner, der bis zum April dieses Jahres zweiter Bürgermeister gewesen ist, dessen Amt kommissarisch bis zur Wahl übernommen. Er ist seit 1972 Mitglied des Gemeinderats und war 18 Jahre als zweiter Bürgermeister tätig. Für diese und einige weitere Leistungen hat Willi Wagner von Peter Wittmaack einen goldenen Ring überreicht bekommen und wurde zum Ehrenbürger ernannt. „Ich habe gefragt, ob das nicht eine Nummer zu groß ist. Da sagte mir Peter, dass der Gemeinderat die Ernennung zum Ehrenbürger beschlossen hat und was der Rat beschließt wird gemacht.“, erzählte Wagner. Er bedankte sich bei allen, die ihm zum Ring verholfen haben. Dann ergriff Landrat Walter Eichner das Wort. Eichner bezeichnete Schondorf als eine Gemeinde, die mitverantwortlich für die gute Familienprognose des Landkreises sei. Wegen der schönen Lage sei er öfter mal inkognito in Schondorf unterwegs und wolle gerne in den nächsten sechs Jahren auf Bürgerversammlungen der Gemeinde kommen. Danach berichtete Wittmaack vom vergangenen Jahr und von aktuellen Visionen. Geplante Ausgaben für 2008 sind unter anderem der Ausbau des Kindergartens, der mit 200 000 Euro veranschlagt ist, der Umbau der Bahnübergänge, angesetzt mit 400 000 Euro oder der Erwerb des Bahnhofes mit einigen Grundstücken, was voraussichtlich mit 530 000Euro zu Buche schlagen wird. Präsentiert wurden auch Diagramme von Radarkontrollen die zeitweise in einigen Schondorfer Straßen durchgeführt worden sind. Hierbei war die gut ausgebaute Mühlaustraße am schnellsten befahren. Insgesamt aber fahren aber 90% der Verkehrsteilnehmer, zur vollsten Zufriedenheit des Bürgermeisters, unter 40 km/h. Des Weiteren wurde letztes Jahr die Bahnunterführung von der Jugendgruppe der örtlichen Wasserwacht verschönert, wobei erhebliche Mängel an der Treppe entdeckt worden sind. Hier hat man sich mit einer Rampe, die auch Müttern und älteren Menschen den Zugang erleichtert Abhilfe geschaffen. Auch am Friedhof möchte man die Wege behindertenkomfortabler gestalten. Ebenso wurde überlegt, ob man den Wertstoffhof Samstagvormittag öffnen solle. Dies hat das Landratsamt abgelehnt, da der Hof sonst auch von anderen Gemeinden sehr stark aufgesucht würde. Es kam die Frage auf, ob man die Schulstraße zu einer Vorfahrtsstraße ernennen könnte, um die teilweise unklare Vorfahrtsregelung an den Einmündungen zu beseitigen. Dieser Vorschlag wurde abgelehnt, da durch die Rechts-vor-links-Regelung die Geschwindigkeit automatisch gemindert wird.
Eine andere Bürgerin hat sich per Brief über die Altpapiertonnen, die letztes Jahr von einer privaten Firma ausgeteilt worden sind beschwert. Sie findet, dass die Tonnen das Dorfbild schädigen und den Verkehr behindern würden. Wittmaack betonte, dass es ihm lieber wäre wenn die Bürger weiterhin dem TSV ihr Papier zur Verfügung stellen würden. Der Verein erlangt durch die Sammlungen einen großen Teil seiner Einnahmen.

Stefan Gerum
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