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Trotz schwerer Behinderung individuellen Lebensweg finden.

Dr. Albert Thurner, Ulrich Hauser (Magnusheim) Dr. Herbert Kränzlein, Bernd Georg Haugg, Gabriele Kirschner (Magnusheim)
Vor 150 Jahren sorgte sich der Priester Regens Wagner um taubstumme Kinder, die am Rande der Gesellschaft standen. Die Dillinger Franziskanerinnen haben diesen Auftrag bis in die heutige Zeit fortgeführt. Das jetzige Magnusheim der Regens Wagner Stiftung in Holzhausen bei Igling im Landkreis am Lech beherbergt, beschäftigt und therapiert Menschen mit schweren Behinderungen. Ulrich Hauser, der heute die Gesamtverantwortung für die Einrichtung hat, führte die Landtagskandidaten der SPD, Dr. Albert Thurner und Dr. Herbert Kränzlein sowie den Bezirkstagskandidaten Bernd Georg Haugg durch die verschiedenen Dienstleistungsbereiche der Stiftung.

In den Werkstätten arbeiten Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen. Aus Tätigkeitsbereichen wie Weberei, Töpferei, Stickerei, Wäscherei, Verpackung, Metallbearbeitung, werden Großunternehmen wie Hilti in Kaufering ebenso beliefert wie Handwerksbetriebe aus der Umgebung. Hauswirtschaft und Landwirtschaft sowie eine Bioland-Gärtnerei sind sinnvolle Betätigungsfelder, die Heimbewohner auch mit der Natur in Verbindung bringen. Nicht alle Menschen, die hier beschäftigt sind, leben ständig im Heim. Einige kommen von zu Hause und werden abends wieder zurückgebracht. Frauen und Männer, die nicht oder noch nicht fähig sind, in einer Werkstatt für Behinderte zu arbeiten, besuchen die Förderstätte. Dort stehen nicht das Arbeitsergebnis und die Leistung im Vordergrund, sondern die Entwicklung der Persönlichkeit, die Entdeckung der eigenen Fähigkeiten und Interessen. Hier liegt der Schwerpunkt sicherlich bei der heilpädagogischen Arbeit. Das Angebot, beinhaltet therapeutische Disziplinen, wie Musik, Körperwahrnehmung, Rhythmik, gestützte Kommunikation und lebenspraktische Hilfestellungen zum Erlernen von alltäglichen Verrichtungen wie Körperpflege oder Essen.

Die drei Politiker konnten mit Ulrich Hauser und Beschäftigten der Stiftung eingehende Gespräche führen. Dabei kam sehr deutlich zum Ausdruck, dass die sozialpolitischen Bedingungen für Einrichtungen wie das Magnusheim mit viel zu viel Bürokratie behaftet sind. Wertvolle Zeit von hochqualifizierten und motivierten Fachkräften steht, wie allgemein im medizinischen Bereich, nicht den Patienten oder wie hier behinderten Menschen zur Verfügung. Bedauerlicherweise können sich Einrichtungen wie das Magnusheim auf keine schlagkräftige Lobby stützen. Es ist deshalb wichtig, dass Politiker aller Couleur in diese Einrichtungen gehen, um sich mit den Bedingungen vor Ort vertraut zu machen. Großen Respekt zollten die SPD-Kandidaten den hochmotivierten Mitarbeitern des Magnusheims und versprachen im Falle ihrer Wahl, dass dies nicht ihr letzter Besuch war.
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