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Landsberg bunt, trotz strömendem Regen

Tropfnass und durchgefroren folgten etwa zweihundert Landsberger der Einladung des Bürgeründnis gegen Rechtsextremismus – für Toleranz und Menschenwürde Landkreis Landsberg am Lech e.V. zu einer Gegendemonstration zum Auftritt von Jörg Meuthen (AfD) im Sportzentrum. Fetzige Musik der Gruppe Dr Karananga hielt die frierenden Besucher bei Laune. Felix Bredschneijder (SPD) verurteilte die Angstmache der Rechtsextremen. Mit einem Blick auf die anstehenden Europawahlen ist es ein Gebot der Menschlichkeit, unseres Grundgesetzes, der europäischen Grundrechte-Carta und des Völkerrechts Toleranz und Solidarität zu bewahren. Und das allen Menschen gegenüber, egal welcher Herkunft, Religion oder Hautfarbe. Gabriele Triebel (Bündnis90/Grüne) erlebte als Neuling im Bayerischen Landtag den Parteiaustritt eines AfD-Abgeordneten, der unter Polizeischutz gestellt wurde, um ihn vor Übergriffen auch eigener Parteikollegen zu schützen. Positiv hatten Oliver Wild und Moritz Hartmann, die Veranstalter, den hohen Anteil Jugendlicher unter den Demonstranten begrüßt. Ein elfjähriges Mädchen legte ein selbstgebasteltes Pappdeckelplakat in der Wiese ab und schützte es mit ihrem Regenschirm vor Nässe. Kurz darauf kam sie mit der Logofahne des Bürgerbündnisses zurück und streckte sie selbstbewusst in die Runde. Befremdend war das große Aufgebot schwarz- und blauuni-formierter Polizisten, die tropfnass am Straßenrand zu sehen waren. Deren Anwesenheit war schon eher dem Auftritt von Jörg Meuthen zuzuschreiben.
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