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Jung bis Alt auf der Stadtratsliste

Von links Dieter Völkel, Martin Stolac, Margit Däubler, Uschi Schaller, Felix Bredschneijder, Christina Roidl, Ferdinand Proft, Monika Wallerus, Walter Diehl, Gertrud Brandl-Beuth
  Von gerade mal wählbar bis ins hohe Rentenalter präsentierte die Landsber-ger SPD einen Wahlvorschlag für den Landsberger Stadtrat. Die Ortsvorsitzende, Gertrud Brandl-Beuth, hatte eine Liste von Kandidaten in der Tasche, die die Landsberger Bevölkerung über alle Altersgruppen hinweg repräsentiert. 30 Bewerberinnen und Bewerber sowie zwei Ersatzleute stellten sich den Mitgliedern und Gästen in der Nominierungsversammlung im Schafbräu bei Nino vor. Die Mitglieder votierten für eine a`Block Abstimmung. Die Liste wurde einstimmig beschlossen.

Im Weiteren wurde das Wahlkampfprogramm vorgestellt, diskutiert und beschlossen. Vor der Abstimmung wurden wesentliche Eckpunkte von den Spitzenkandidaten vorgestellt: Die Stadt Landsberg braucht mehr sozialen und geförderten Wohnungsbau. Auf städtischen und staatlichen Flächen muss ausschließlich kommunaler Wohnungsbau stattfinden. Nur so können wir gewährleisten, dass Sozialwohnungen auch dauerhaft Sozialwohnungen bleiben. Wir setzen auf eine zukunftsorientierte Infrastruktur, auf kommuna-len Wohnungsbau, auf gesellschaftliche Verantwortung, auf Mieterschutz und auf neue Wohnformen, war von Martin Stolac zu hören. Schlagzeilen wie „Unser Herz schlägt für eine Sanierung des Hinteren Angers„, hat sich Ursula Schaller auf die Fahne geschrieben. Wir setzen uns dafür ein, dass der Hintere Anger durch eine Sanierung des Fahrbahnbelages für Fahrräder bequemer und sicherer zu durchfahren ist und die Lärmemission durch den Au-toverkehr reduziert wird. Die Entwicklung der Altstadt muss als beständiger Prozess verstanden werden, der nicht mit einer Sanierung abgeschlossen ist, sondern im Austausch mit Bewohnern, Einzelhändlern und Kunden im-mer weiter fortgesetzt wird, um neue Entwicklungen aufnehmen zu können. Unser Herz schlägt für eine Sanierung des Hinteren Angers, schlägt für eine lebendige Stadtentwicklung und schlägt für eine Altstadt voller Möglichkeiten. Mit einer sehr massiven Forderung tritt Christina Roidl an. Nachhaltigkeit und Klimaschutz müssen für alle Entscheidungen, in der Verwaltung und im Stadtrat, als verbindlich etabliert werden. Klimaschutz, Klimaneutralität, Ökostrom, sauberes Wasser und Artenschutz sind der rote Faden, den wir nicht aus den Augen verlieren dürfen. Soziale Gerechtigkeit prägte die Stadtratstätigkeit von Margit Däubler bereits in der ablaufenden Legislaturperiode. Daran anknüpfend ist uns ein wichtiges Anliegen die gute und moderne Ausstattung unserer Grund- und Mittelschulen. Aufgrund der stetig steigenden Schülerzahlen brauchen wir jetzt einen vorausschauenden Schulentwicklungsplan, der garantiert, dass sowohl den Lehrerinnen und Lehrern als auch den Kindern und Jugendlichen bestmögliche Voraussetzungen zum Lehren und Lernen zu Verfügung stehen. Schlagzeilen, die Margit Däubler mit Leben füllen will: Investitionen in unsere Schulen, Schulsozialarbeit an allen Schultypen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie ein soziales Miteinan-der. Zum Thema Verkehr war von Ferdinand Proft zu hören: wir geben grü-nes Licht für mehr Radwege, für eine bessere Anbindung an den ÖPNV, für innovative Mobilität etwa mit selbstfahrenden Bussen, eine verbesserte Parkplatzsituation und für weniger Asphalt. Gemeint ist damit eine Begrünung, dort wo es immer möglich ist. Die Altstadt ist der „Fingerabdruck Landsbergs“ Eine Feststellung von Felix Bredschneijder, bereits seit seinen Auftritten als Kandidat für den Landsberger Oberbürgermeister. Hier müssen wir aufpassen, dass die Altstadt keine „Schlafstadt“ wird. Dazu sind Gespräche mit Eigentümern, Einzelhändlern und Konzernen zu führen. Vor allem ist darauf zu achten, dass der Einzelhandel seinen Platz behält. In die Kommu-nikation sind die Menschen der Stadt einzubinden. Entscheidungen sind ihnen zu erklären, um Begeisterung anzuzünden und weiterzutragen. Neubürger sollen sich bei uns wohlfühlen und ein Stück Heimat finden. Für diese Aufgaben sind unsere Vereine zu fördern. So nach der Sichtweise „das Rat-haus gehört allen“, muss Verständnis wachsen, für den sogenannten „Exper-ten des Alltags“, wie Bredschneijder die Landsberger Bürger gerne sieht.

Über das Wahlprogramm wurde noch angeregt diskutiert. Ein Besucher empfahl den Gästen die Sitzungen des Stadtrates zu besuchen und nicht nur deshalb, um gelegentlich eine „kabarettreife“ Szene zu erleben, sondern die Stadträte bei ihrer Arbeit kennenzulernen. Die Pausen während des Auszäh-lens der Wahlergebnisse schloss das Duo Swamp Ophelia mit Liedern und Chansons
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 14.01.2020 | 07:15  
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