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Einer gegen alle

Dr. Thomas Goppel (CSU), offensichtlich leicht vergrault wegen der seit Wochen andauernden Diskussion zu dem am 15. Mai zu verabschiedenden Polizeiaufgabengesetz, hatte einen schweren Stand bei der Podiumsdiskussion im Restaurant „Beim Dimi“ in Kaufering. Ludwig Hartmann (Grüne), Florian Ritter (SPD) und Prof. Dr. Michael Piazolo (FW) positionierten sich eindeutig gegen Paragraphen im Gesetz, die die Befugnisse der Polizei erweitern. Als gravierend wurde von den Vertretern der Opposition eine Festlegung im Gesetz gesehen, die es der Polizei erlaubt, Verdächtige ohne Gerichtbeschluss bis zu drei Monate und länger ins Gefängnis zu stecken. Dass Dr. Goppel gegen das Podium argumentieren musste war allein von der Zusammensetzung der Teilnehmer her klar. In der Diskussionsrunde mit etwa 100 Gästen, unter ihnen auch der Landtagskandidat der SPD, Christian Winklmeier, kam Dr. Goppel nicht besser weg. Deutlich war die Angst zu spüren, dass unbescholtene Bürger Terroristen gleichgesetzt werden könnten. Selbst die Moderatorin, Sabine März-Lerch, (BR) interpretierte zeitweise mehr als sie moderierte, was Dr. Goppel heftig kritisierte. Obwohl er während der zwei Stunden keinen Fuß auf den Boden brachte, versprach er in seinem Schlusswort, die Diskussionsbeiträge sehr wohl für seine Stimmabgabe mitzunehmen.
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