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"Wir sind auf einem sehr guten Weg"

OB Ingo Lehmann

Ein Interview mit Ingo Lehmann, dem Oberbürgermeister von Landsberg. Seine wichtigsten Aufgaben im kommenden Jahr sind unter anderen die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Sanierung des Sportzentrums und der Stadtpfarrkirche.

myheimat: Herr Lehmann, Sie sind nun seit dem Jahr 2000 Oberbürgermeister in der Stadt Landsberg am Lech. Wie hat sich Landsberg seit dem Beginn Ihrer Amtszeit wirtschaftlich entwickelt?

Herr Lehmann: Die ersten drei Jahre waren – aufgrund des bundesweiten Einbruchs bei der Gewerbesteuer – sehr schwierig und geprägt von Sparmaßnahmen auf allen Ebenen. Jetzt haben sich die Kommunen und eben auch die Stadt Landsberg erholt. Den deutlich gestiegenen Einnahmen stehen allerdings auch deutlich gestiegene Ausgaben insbesondere bei der Gebäudesicherheit, Brandschutz, allgemein im Bauunterhalt gegenüber.

myheimat: Welche politischen Entwicklungen prägten in Landsberg speziell das vergangene Jahr 2007?

Herr Lehmann: Wir sind vor allem im Bereich der Seniorenpolitik große Schritte vorangekommen: Das Seniorenwohnen am Englischen Garten ermöglicht älteren Mitbürgern ein gutes und altstadtnahes Wohnen, das AWO-Bürgerstift im Herzen der Stadt bietet pflegebedürftigen Mitbürgern eine sehr gute Versorgung und beim Heilig-Geist-Spital war Spatenstich für moderne Pflegeplätze. Die Kinderbetreuung ist weiter ausgebaut, der neue Kindergarten in der alten Reithalle wird in wenigen Monaten fertig.

myheimat: Welche Themen sind für Landsberg im Jahr 2008 von Bedeutung?

Herr Lehmann: Wir wollen weiter Arbeitsplätze schaffen – hier sind wir auf einem sehr guten Weg. Die B 17 neu kommt einen großen Schritt voran und wird 2009 im Herbst fertig. Das Sportzentrum muss weiter saniert werden – hier sind noch viele Millionen Euro erforderlich. Ich freue mich, wenn das Rathaus mit dem neuen Sitzungssaal und vor allem angemessenen Toilettenanlagen und einem Aufzug in den dritten Stock fertig wird. Die Wasserversorgung wird durch den Verbund zwischen den beiden jetzigen Wasserversorgungen auf beiden Seiten des Lechs zukunftssicher. Die Stadtpfarrkirche – ein Wahrzeichen unserer Stadt – wird von Grund auf mit Millionenaufwand saniert. Das sind nur einige Beispiele – es gibt viel zu tun.

myheimat: Bei der nächsten Kommunalwahl im März 2008 treten Sie wieder als Bürgermeisterkandidat der SPD an. Können Sie unseren Lesern in kurzen Worten ihr Programm vorstellen?

Herr Lehmann: Irrtum – ich bin 2006 gewählt, meine jetzige Amtszeit endet 2012. Mein Programm heißt aber: Wirtschaftliche Entwicklung als Grundlage großen Investitionen und laufender Ausgaben im Bereich Soziales, Kultur und Sport. Stärkung des Wohnumfeldes sowohl in der Innenstadt als auch in den Vorstandgebieten. Dazu gehören Freiräume, Plätze, Kinderspiel- und Bolzplätze. Auch hier kann ich aus Platzgründen nur Schlagworte liefern.

myheimat: Klimaschutz ist die zentrale Aufgabe des 21. Jahrhunderts. Was können Sie auf kommunaler Ebene bewirken?

Herr Lehmann: Jeder kann bei sich einen Beitrag leisten. Wir haben drei Blockheizkraftwerke zur optimalen Energie-Ausnutzung und bauen 2008 ein Waldhackschnitzelwerk, das die konventionellen Heizungsanlagen im Bereich der Kreisberufs- und Fachoberschule ebenso überflüssig macht wie beim Agrar-Bildungszentrum, beim Städt. Bauhof, den Städt. Werken oder dem Heilig-Geist-Spital. Wir tauschen die Straßenbeleuchtung gegen energiearme Lampen aus und verbessern die Wärmedämmung von unseren Häusern und Schulen systematisch.

myheimat: Welche speziellen Klimaschutzprojekte existieren im Landsberger Raum bereits und welche sind noch in Planung?

Herr Lehmann: Das Blockheizkraftwerk am Inselbad versorgt öffentliche Einrichtungen an der Lechstraße, das am Sportzentrum bis hin zur Berufsschule. Das Waldhackschnitzelwerk habe ich bereits erwähnt.

myheimat: Was ist Ihre Vision einer zukunftstauglichen Stadt Landsberg in 20 bis 30 Jahren?

Herr Lehmann: Drei Punkte: Wirtschaftliche Entwicklung in den Bereichen Frauenwald und Lechrain, verbunden mit schönen Wohnquartieren nicht nur in den neuen Stadtgebieten. Weg von der autogerechten Stadt zu mehr Freiräumen für Fußgänger, Radfahrer, Kinder und immer mehr ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, zu denen ich dann auch gehöre. Und ein großes Angebot an Kultur und Sport.

myheimat: Was wünschen Sie sich und den Landsbergern für das Jahr 2008?

Herr Lehmann: Für jeden steht das Thema Gesundheit für seine Familie und sich selbst an oberster Stelle. Für die Stadt wünsche ich mir, dass die Bürgerinnen und Bürger so wie bisher zu unserer Stadt stehen, mit Gemeinsinn so großes ehrenamtliches Engagement einbringen wie bisher und die großen Maßnahmen mittragen.
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