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UKW Frequenz 87,6 MHz für Radio Lechtal in Landsberg?

  Radio Lechtal hat bereits jetzt Mediengeschichte in Bayern geschrieben. Auf den Antrag von Radio Lechtal hin wurden die lokalen Kabelnetze für kleine Sender wieder geöffnet. Dies entschied der bayerische Medienrat im September 2008 und hat darauf hin Radio Lechtal als Lokalsender für Landsberg und Kaufering im Kabel lizenziert.

Aufgrund sehr guter Hörerakzeptanz strebt Radio Lechtal nun auch eine terrestrische UKW-Verbreitung im Landkreis Landsberg an. Als Frequenzen wurden die 87.6 MHz (Standort Pössing) für Landsberg und Umgebung, sowie die 104,9 MHz für das Ammersee-Westufer eruiert.

Zu diesem Zweck fand am 28.7.2009 ein sehr konstruktives Sondierungsgespräch in der Bayerischen Landeszentrale Für Neue Medien (BLM) zusammen mit Dr. Thomas Goppel (MdL) statt.

Aufgrund der uns dargelegten konzeptionellen und rechtlichen Situation wird nun eine breite Diskussion über die Zukunft und Ausrichtung des lokalen Rundfunks in Bayern erwartet. Am Ende dieses Prozesses sollte eine Lizenzierung von Radio Lechtal als Pilotprojekt „Lokales Bürgerradio“ stehen.

An dem Gespräch waren von Seiten der BLM der Geschäftsführer Martin Gebrande so wie ein Techniker und ein Justiziar zugegen. Radio Lechtal war mit Andreas Duswald und Thomas Hellmann vertreten und Dr. Thomas Goppel (MdL) nahm ebenfalls beratend teil.

Von Seiten der BLM wurden uns rechtliche, konzeptionelle und technische Probleme im Zusammenhang mit unserer Bewerbung zur UKW Lizenzierung dargelegt:

Im Folgenden werden die Standpunkte der BLM und Radio Lechtal gegenüber gestellt

Rechtliche Probleme:

BLM: Das Bayerische Mediengesetzt erlaubt keine Vergabe von UKW Frequenzen wegen Ausbau des digitalen Radios

Radio Lechtal: Digital Radio verzögert sich auf unbestimmte Zeit wegen eingefrorener Fördergelder

BLM: Ausnahmegenehmigung nicht möglich da die lokalen Bedürfnisse der Meinungs- und Programmvielfalt durch den derzeitigen Regionalsender 106.4 TOP FM abgedeckt sind

Radio Lechtal: Ausnahme ist in Landsberg möglich, da regionale Radios auf Grund großer Reichweite nicht die erforderliche lokale Präsenz gewährleisten.

Konzeptionelle Probleme:

BLM: Das aktuelle Konzept der Bayerischen Radiolandschaft sieht ein regional ausgerichtetes, monopolistisches System vor.

Radio Lechtal: Dieses Konzept gefährdet die im Grundgesetz garantierte Meinungsvielfalt und zielt hauptsächlich auf wirtschaftliche Erwägungen ab.

Technische Probleme:

BLM: Die 87,6 MHz kollidiert gegebenen Falls mit anderen Frequenzen, im Tegernseer Tal und in Augsburg

Radio Lechtal: Zur Augsburger Frequenz 87,9 MHz besteht ein ausreichender Abstand. Das Tegernseer Tal (87,7 MHz) kann nur bei gelegentlichen Überreichweiten empfangen werden und würde bei einer ortendlichen Koordinierung der Landsberger Frequenz keine nennenswerten Störungen verursachen.

BLM: Die Koordinierung der 87,6 würde wegen der schwierigen Lage bis zu 3 Jahre in Anspruch nehmen

Radio Lechtal: Bei Mitbewerben im Münchner Umland konnte festgestellt werden, dass für solche Koordinierungen maximal bis zu 6 Monate benötigt werden.

Aufgrund des Gespräches und unserer Argumentation wurde uns von Seiten der BLM zugesichert, das bisherige Lokalradiokonzept kritisch zu hinterfragen und neue Wege in den internen Gremien auszuloten. Insofern werten wir dieses Gespräch als sehr positiv und einen großen Erfolg für die Idee des Bürgerradios.

Wir werden uns auch weiterhin mit voller Kraft für eine UKW – Frequenz einsetzen und uns gegebenenfalls auch rechtlichen Beistand suchen um eine Änderung des Bayerischen Mediengesetzes zu erwirken.

Andere Landesmedienanstalten in Deutschland haben die Möglichkeiten eines Bürgerradios bereits erkannt und lizenziert. Z.B. Radio Rheinwelle e.V. 92.5 MHz in Wiesbaden.

Sie können sich ständig über den Status der Verhandlungen auf unserer Webseite informieren unter. http://ukw.radio-lechtal.de
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