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Konzert in der 25. Jahresausstellung des RBK

Wann? 13.10.2013 16:00 Uhr bis 13.10.2013 17:30 Uhr

Wo? Säulenhalle am Stadttheater , Schlossergasse 381, 86899 Landsberg am Lech DEauf Karte anzeigen
Lore Kienzl, Anmut
Landsberg am Lech: Säulenhalle am Stadttheater |

- Sehend hören -

"Die schöne Müllerin" Liederzyklus von Franz Schubert mit Hermine Eicke, Sopran und Franziska Reif, Klavier

Sonntag, 13.10.2013 16 Uhr
Säulenhalle neben dem Stadttheater Landsberg
Eintritt frei

Romantische Gefühle – ironische Distanz

Schuberts „Die schöne Müllerin“ anders als gewohnt: Hermine Eicke (Landsberg am Lech) singt den Liederzyklus am Sonntag, 13. Oktober, um 16 Uhr in der Säulenhalle neben dem Landsberger Stadttheater anlässlich der 25. Jahresausstellung des RBK. Dazu gibt's Gedichte, die kaum jemand kennt, nämlich weil Schubert sie gar nicht erst vertont hat.

Hermine Eicke ist Sopranistin. Und sie ist nicht die erste, die das Publikum dazu einlädt, sich auf ein Experiment mit der „Müllerin“ einzulassen. Keine geringeren als Lotte Lehmann, Brigitte Fassbaender oder Barbara Hendricks haben die „Müllerin“ auf Platte aufgenommen. Aufgewachsen als einziges Mädchen unter lauter Brüdern stellt die Sängerin klar: „Baritone und Tenöre haben kein Exklusivrecht auf Wanderlust, Liebesschmerz und Todessehnsucht.“

Und noch etwas ist anders bei diesem Liederabend. Franz Schubert hat aus der Textvorlage von Wilhelm Müller nur 20 Gedichte verwendet. Prolog und Epilog sowie drei weitere Gedichte hat er weggelassen. Schubert unterschlägt damit die ironische Distanz, mit der Müller schon im Prolog gegen den quellenden Strom romantischer Gefühle rudert: „Und auch der Mond blickt aus der Wolke Flor schwermütig, wie's die Mode will, hervor.“ Bei Müller ist aber auch das Grauen tiefer als in Schuberts Auswahl, wenn es im „Blümlein Vergißmein“ heißt: „Und willst das Blümlein pflücken, dich zieht der Abgrund nach.“
Die Gedichte liest Urte Ehlers, 1. Vorsitzende des RBK, die sich bereits in der letzten Landsberger Kunstnacht an erotische Literatur wagte.

Eicke war Sopransolistin in den international erfolgreichen Chören von Arthur Groß und im via-nova-chor München unter Kurt Suttner. 2006 war sie mit diesem Chor in der Marienkirche zu hören und hat mit „Blumenliedern“ das Abschlusskonzert im Lokschuppen bei der Landesgartenschau gegeben. Zu ihren Lehrern gehören unter anderem Richard Sigmund, Meran, und Prof. Karl-Peter Kammerlander, Stuttgart und Weimar. Mit den Schwerpunkten Kirchenmusik und Kunstlied pflegt sie eine rege Konzerttätigkeit in Oberbayern und Schwaben.

Am Klavier begleitet Anna Franziska Reif. In Gräfelfing geboren, verbrachte sie Kindheit und Jugend in Phoenix, Arizona. Sie studierte Klavier in München und fiel schon früh als Preisträgerin und Meisterschülerin auf. Nach dem Klavierdiplom 2009 wurde sie ins Masterprogramm des Salzburger Mozarteums (Professor Gereon Kleiner) und in den Meisterkurs für neue Klaviermusik (Professor Siegfried Mauser) aufgenommen. Den Master hat sie erst vor wenigen Monaten „mit hervorragendem Erfolg“ abgeschlossen.

Information
über Hermine Eicke


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