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Leiser Abschied: Margit Däubler tritt Ruhestand an

Margit Däubler gibt den Stab an Betina Ahmadyar weiter.
Landsberg: Begegnungsstätte Kratzertreff |

Mit Erreichen der Altersgrenze geht die langjährige Leiterin des AWO-Mehrgenerationenhauses (MGH) Landsberg Margit Däubler zum 1. April in den Ruhestand.

Eigentlich wollte sie sich von den zahlreichen Freunden, Partnern und Ehrenamtlichen noch persönlich verabschieden, doch die Abschiedsfeier fällt nun aus wegen der Corona-Maßnahmen.

Ganz aus der Welt ist die engagierte Ruheständlerin dann aber nicht, ist sie doch AWO-Ortsvereinsvorsitzende Landsberg und begleitet die AWO weiter ehrenamtlich.

Das Miteinander der Generationen liegt Margit Däubler nicht erst seit dem 1. September 2007, ihrem Diensteintritt bei der AWO, am Herzen. Als SPD-Stadträtin stand die examinierte Kinderkrankenschwester schon zuvor für einen sozialen Zusammenhalt und die gelebte Solidarität von allen Bürgern im Landkreis ein. Wolfgang Schindele, damals Geschäftsführer der AWO Bezirksverband Oberbayern, holte sie nach ihrer Bewerbung vom Kinderbüro Landsberg an die Spitze der neuen Einrichtung Mehrgenerationenhaus, die das Bundesprogramm Mehrgenerationenhäuser initiiert hatte.

Heute werden im MGH rund 25 Projekte mit fast 150 Ehrenamtlichen umgesetzt, die Jung und Alt miteinander in Kontakt bringen und den Kreislauf von Geben und Nehmen mit Leben erfüllen. Margit Däubler hat sich immer für ein vertrauensvolles Miteinander auf Augenhöhe stark gemacht: „Reden, Austauschen, Gestalten – wir geben den Ehrenamtlichen hier viel Freiraum für eigenverantwortliches Engagement,“ erzählte sie. Schaltstelle ist die AWO-Begegnungsstätte Kratzertreff an der Karolinenbrücke. Wer sich sozial einsetzen möchte, kann die Räume und Bürokapazitäten nutzen, um eigene Aktivitäten zu entfalten. Besonders stolz ist Margit Däubler darauf, dass es ihr immer wieder gelungen ist ESF-Programme an den Lech zu holen. „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ ist ein aktuelles Beispiel dafür.

Die Kultur, Politik oder Gesellschaft bereichern und eigene, gute Ideen auf den Weg bringen, die nicht nur für den Träger AWO eine Bereicherung darstellen: Margit Däubler beantragte die Förderung ihrer Ehrenamtsqualifizierung durch den Landkreis und schaffte es durch eine breite Basis, dass visionäre Konzepte wie das Landsberger Repair Café, die Lesepaten an allen Grundschulen im Landkreis, das Café der Kulturen oder das Frauen- oder Erzählcafé an den Start gehen konnten. Auch die Stadt Landsberg hat sie fördertechnisch eingebunden und Sponsoren aus der Wirtschaft gefunden.

Die Begleitung von Flüchtlingen und Patenschaften für Schüler und Senioren sind weiterhin ein wichtiges Thema im MGH. Ehrenamtliche kümmern sich um solche Zielgruppen oder bringen die digitale Mobilität von Senioren voran. Sie gehen auf Berufsanfänger zu, helfen bei Bewerbungen und unterstützen Familien. Wird das Engagement weitergehen? Margit Däubler ist zuversichtlich. Bei ihrer Nachfolgerin ist die MGH-Arbeit in den allerbesten Händen, meint sie, und übergibt den Stab an ihre langjährige Kollegin Betina Ahmadyar.

Weitere Infos beim Mehrgenerationenhaus (MGH)
im Kratzertreff in Landsberg
Hubert-von-Herkomer-Str. 73, Tel: 08191-3052791
Internet: http://www.awo-familie-obb.de
EMail: mehrgenerationenhaus.landsberg@awo-obb.de
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