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Ehrenamtliches Engagement für die Jüngsten - Neujahresempfang der Lesepaten im Rathaus

Beim Empfang der Lesepaten im Historischen Rathaus, vorne Irmgard Scheibenbogen mit Blumen.
 
Gerhard Kurz freute sich über Genesungswünsche seiner Schüler.
Landsberg am Lech: Festsaal Historisches Rathaus | Die Kinder im Landkreis Landsberg lieben ihre Lesepaten. Oberbürgermeister Mathias Neuner begrüßte jetzt mehr als 70 der ehrenamtlich Engagierten im Festsaal des Historischen Rathauses, um seinen Dank für die Unterstützung von ABC-Schützen beim Lesen lernen auszudrücken. Die Lesepaten erzählten von ihren guten Erfahrungen an 13 Grundschulen im Landkreis. Nicht nur die Kinder profitieren demnach, sondern auch die Erwachsenen fühlen sich reich beschenkt. Und auch zahlreiche Lehrer waren der Einladung gefolgt. "Was wären wir ohne unsere Lesepaten!" unterstrich Ruth Wiedemann, Rektorin der Platanenschule.

Die Begegnungen verbinden die Generationen auf wunderbar positive Weise miteinander - eines von vielen Beispielen kann das sehr anschaulich zeigen: Als er vor Weihnachten im Krankenhaus lag, bekam Gerhard Kurz, Finanzbeamter im Ruhestand, überraschend Post. Er erzählte: "In 24 Briefen erkundigten sich "meine" Grundschulkinder aus Erpfting, wie es mir geht und dass ich schnell gesund werden soll!" Die Schüler berichteten auch von der Nikolausfeier und was sonst so los gewesen sei.

Tief gerührt verwahrt der Lesepate nun seinen"Schatz guter Wünsche", der ihn sehr motivierte, schnell wieder auf die Beine zu kommen. Richtig zu Herzen ging ihm aber ein 25. Brief, der einige Zeit später noch folgte. Ein Junge der Klasse sei krank gewesen als seine Mitschüler die Briefe schrieben, berichtete Gerhard Kurz. Der Junge wollte aber auf gar keinen Fall verpassen, auch seinen Lesepaten zu grüßen und bestand darauf, seine guten Wünsche nachzuschicken... Für den Lesepaten ist das eine hohe Auszeichnung und belebt ganz unkompliziert den natürlichen Kreislauf von Geben und Nehmen zwischen den Generationen.

Verantwortlich für das Projekt Lesepaten zeichnet das AWO-Mehrgenerationenhaus unter Leitung von Margit Däubler, initiiert wurde es von der ausgebildeten seniorTrainerin Irmgard Scheibenbogen im Rahmen der EFI-Qualifizierung (Erfahrungswissen für Initiativen), durchgeführt mit finanziellen Mitteln des Freistaates Bayern, inzwischen aufgestockt durch den Landkreis Landsberg. Mit sieben Lesepaten startete die langjährige Ausbilderin der Firma Hilti im Ruhestand Anfang 2011 und baute es mit großem Engagement aus.

Inzwischen übernehmen die Lesepaten an vielen Schulen zusätzliche Aufgaben: bei der Hausaufgabenbetreuung, als Sprachpaten von Migrantenkindern oder in der Schulbücherei. Auch mit den Lesepaten der Pfarrei Maria Himmelfahrt konnte eine gut abgestimmte Zusammenarbeit gefunden werden. Sponsoren im Projekt sind das Augustinum in Diessen, die Metzgerei Boneberger, der Inner Wheel Club Ammersee und die VR-Bank Landsberg.

Als Seniorenbeauftragte des Landkreises Landsberg hatte sich CSU-Stadträtin Barbara Juchem für den festlichen Empfang mit kulturellem Programm eingesetzt und organisierte das Treffen. "Sie bereichern mit Ihrer wichtigen Arbeit das Zusammenleben in unserer Region," stellte sie fest und würdigte das Engagement von so vielen Aktiven als "zukunftssichernden Beitrag für das Gemeinwohl". Sprachtherapeut Wolfgang Lippert aus Finning unterhielt die Lesepaten mit sprachlichen Leckerbissen aus seinem Repertoire "Zauber und Geheimnisse in Wort und Sprache", begleitet wurde er von Hannelore Hofmann-Rudorf an der Harfe.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin Landsberg | Erschienen am 16.02.2013
myheimat-Stadtmagazin Landsberg | Erschienen am 09.01.2014
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