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Reservisten sammeln für Gefallene Kameraden

Das Sammlerteam der Landsberger Reservisten am 01.11.2010
Am 08. Mai 2010 jährte sich das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa zum 65. Mal. Als die Waffen auch in Asien am 02. September 1945 endlich schwiegen, hatten Krieg und Gewaltherrschaft über 55 Millionen Menschleben ausgelöscht.
Wer aus den Nachkriegsgenerationen kann sich heute vorstellen, was die Menschen damals erlebt und empfanden? Wie sollte es weitergehen, das Leben in Ruinen, mit wenig Nahrung, ohne Heizung oder Brennmaterial, ohne Arbeit, ohne Perspektive?
Zur materiellen Not kam das Leid um die Opfer. Fast acht Millionen Deutsche, Soldaten und Zivilpersonen, waren tot. Millionen von Menschen wurden alleine in Deutschland nach Kriegsende gesucht – bis heute blieben rund 1,3 Millionen von ihnen vermisst.
Über 60 Jahre nach der Panzerschlacht nahe der russischen Stadt Kursk hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge dort einen Soldatenfriedhof für die deutschen Gefallenen des Zweiten Weltkrieges errichtet. Der Friedhof befindet sich in der Ortschaft Besedino, 18 Kilometer von Kursk entfernt. Mitarbeiter des Volksbund hatten die Toten aus den Regionen Tula, Orel, Woronesch, Belgorod und Kursk geborgen und auf dem neuen Friedhof bestattet. Bisher wurden über 21 000 Gefallene in Besedino begraben.
40 000 Gefallene Soldaten sollen bis zum Abschluss der Sucharbeiten in diesem Abschnitt der einstigen Front geborgen werden.
Die Namen und Lebensdaten von 19 000 Toten und Vermissten hat der Volksbund auf Granitstelen auf dem Friedhof in Besedino verzeichnet.

Um diesen und weitere 827 deutsche Soldatenfriedhöfe instand zu halten und neue Soldatenfriedhöfe anzulegen, benötigt der Volksbund dringend Geld um diese Arbeiten durchführen zu können.
Einen finanziellen Beitrag für diese großen Vorhaben haben die Kameraden der Landsberger Reservistenkameradschaft geleistet.

An der Straßensammlung unterstützten der Kommodore des LTG 61, Oberstleutnant Christian Leitges, Herr Johann Hartmann, Volksbund Dt. Kriegsgräberfürsorge und Herrn Martin Geier vom Waffensystemzentrum die Kameraden Hauptmann a.D. Hans Kupfer und Stabsfeldwebel d.R. Bruce Grillmayer.
An der Friedhofsammlung beteiligten sich zusätzlich OFw d.R. Andreas Mehner, Fähnrich d.R. Klaus Köhler, Feldwebel d.R. Dietrich Nölte, Feldwebel d,.R. Klaus Müller, Feldwebel d.R. Wolfgang Schwarzmann, Unteroffizier d.R. Arnold Nowak und Obergefreiter d.R. Eduard Klittke mit Unterstützung des Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes, Hauptmann d.R. Jörg Raab.

Der Dank gebührt nicht nur dem Wettergott für das herrliche Herbst -Sammelwetter, sondern auch den vielen Besuchern der Friedhöfe, die es mit ihren Spenden ermöglichten, ein Sammelergebnis in Höhe von 2420,00 € an den Volksbund der Deutschen Kriegsgräberfürsorge zu überweisen.
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Tobias Frage aus Landsberg am Lech | 05.11.2010 | 17:45  
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