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Lechstädtler 60plus genießen Kultur dahoam in der staaden Zeit.

Chorgestühl in der Klosterkirche des ehemaligen Ursulinenklosters in Landsberg.
Jahresabschluss bei 60plus.
Die Klosterkirche der Ursulinen in der Landsberger Innenstadt war Treffpunkt der Arbeitsgemeinschaft 60plus der Landsberger SPD. Die versierte Landsberger Stadtführerin Annemarie Fichte erzählte Interessantes über die ehemalige barocke Klosterkirche. Selbst alteingesessenen Lechstädtlern war das eine oder andere noch unbekannt.

Bis ins frühe 18. Jahrhundert wurden in Landsberg Knaben von den Jesuiten unterrichtet. Dies war dem Landsberger Magistrat ein Dorn im Auge. Der damalige Bürgermeister Johann Jakob Heilberger holte aus Landshut Ursulinen, die im Laufe des 18. Jahrhunderts Häuser erwarben und eine Schule sowie die Klosterkirche errichteten. Fortan konnten nicht nur Knaben, sondern auch die weibliche Jugend am Unterricht teilnehmen.

In der nördlichsten Chorachse der Kirche entsteht durch eine kunstvolle malerische Gestaltung des Tannheimer Malers und Stuckateurs Johann Georg Bergmüller (1748) die Illusion einer Rundapsis. Auf dem Gemälde des aus der ersten Kirche übernommenen Hochaltars erscheint die Hl. Dreifaltigkeit in Form dreier männlicher Gestalten. Interessant ist hier, dass der Heilige Geist mit Flügel dargestellt wurde. Diese Darstellung wurde später vom Pabst verboten.

Nach einem kleinen Spaziergang durch die weihnachtlich geschmückte Stadt traf sich die Gruppe im AWO-Begegnungszentrum noch zu einem gemütlichen Kaffeekränzchen. Mit ein paar Episoden aus dem Zusammenwirken von Magistrat und den damaligen klösterlichen Instanzen beschloss Klaus Münzer den Kulturteil. Bayerische Sketche bot das Ehepaars Kisler aus Geltendorf dar. Mit Gesang und Musikstücken von der Zupfad`n Blos`n Landsberg unter der Leitung von Werner Gutmann sowie mit Gerd Kisler auf dem Akkordeon fand ein gelungener Nachmittag in der staaden Zeit auf bayrisch seinen Ausklang.
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