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Das Repair Café aus dem AWO-Mehrgenerationenhaus feierte 5. Geburtstag

All diese Ehrenamtlichen zählen zum Repair Café-Team um Wolfgang Biehr (im Bild hinten). Zum 5. Geburtstag gratulierten Oberbürgermeister Mathias Neuner (Bildmitte vorne) und Margit Däubler (links) für das AWO-Mehrgenerationenhaus.
Landsberg: Landsberg, JuZe, Spöttinger Straße 20 |

Das Repair Café aus dem AWO-Mehrgenerationenhaus (MGH) setzte am Samstag erneut ein Zeichen für nachhaltiges Wirtschaften und einen rücksichtsvollen Umgang

mit den Ressourcen: Seit inzwischen fünf Jahren engagieren sich die Aktiven um Eva und Wolfgang Biehr (unser Foto zeigt die große Gruppe der Ehrenamtlichen) an jedem letzten Samstag im Monat für die Reparatur beschädigter Haushaltsgegenstände im Jugendzentrum (JuZe) der Stadt Landsberg. MGH-Leiterin Margit Däubler gratulierte zum 5. Geburtstag und unterstrich die Vorbildlichkeit des Projekts. Zuletzt sei das Landsberger Repair Café vom Bundesfamilienministerium als eines der zehn besten Projekte bundesweit zur Demografiegestaltung ausgezeichnet worden.

Der Kampf gegen die Wegwerfgesellschaft hat erst begonnen. So wird der Initiator des Landsberger Repair Cafés, Wolfgang Biehr, auch nicht müde, aktives Engagement wider Verschwendung und wachsende Müllberge einzufordern. "Es wird zu viel weggeworfen," stellte er fest. Mehr als 20 Leute folgen ihm schon auf dem Weg einer nachhaltigen Lebensührung und setzen sich in ihrer Freizeit für das Repair Café ein. 2.800 Reparaturen haben sie im Landsberger Repair Café schon durchgeführt mit einer Erfolgsquote von fast 80 Prozent, mittels Einsatz von bis zu 30 Prozent Ersatzteilen.

Aufaddiert kommen rund 9000 Stunden von Ehrenamtlichen im Dienst der guten Sache zusammen. Einst kaputte Kaffeemaschinen, Toaster oder Radios funktionieren wieder einwandfrei und versehen noch Jahre ihren Dienst. Auch die ansässigen Werkstätten begrüßten den Einsatz, denn Reparaturen lohnen sich häufiger nicht für die Wirtschaft. Manche schicken ihre Kunden sogar gleich ins Repair Café. Auch die Arbeiten an der Nähmaschine und die Sorge um die gute Versorgung mit Kuchen während der Arbeit wurde ausdrücklich gelobt und gewürdigt

Oberbürgermeister Mathias Neuner, der von Anfang an das JuZe als Veranstaltungsort zur Verfügung gestellt hat und hofft, dass künftig noch mehr Kinder und Jugendliche mitmachen wollen, bedankte sich für das geleistete Engagement. "Es sind glückliche Menschen, die gute Werte hochhalten!", sagte er und schaute in strahlende, selbstbewusste Gesichter.

Und davon träumen andere Gemeinden. Viele möchten erfahren, wie man Alt und Jung zum gemeinsamen Reparieren zusammenbringt und dabei soviel Freude und Gemeinschaft vorlebt. Lebendig nachvollziehen können sie es im Landsberger Repair Café.Hier gilt: Geht nicht, gibt's nicht!
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