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Bazillus, Bakterius und die Milchzähne

Gebannt verfolgten die Buben und Mädchen der SOS-Kindertagesstätte mit Praktikantin Charlotte Weidinger, wie Zahnarzt Dr. Michael Krennrich ein Loch im Styroporzahn entstehen ließ.
Die Buben und Mädchen der SOS-Kindertagesstätte in Dießen kennen sich aus: Wer die Zähne nicht putzt, dem hauen Bazillus und Bakterius mit dem Hammer Löcher in die Milchzähne. Und: Die beiden Übeltäter stehen auf Schokolade, deshalb sollte man sie nicht zu fest damit füttern. Zahnarzt Dr. Michael Krennrich und seine Zahnarzthelferin Nicole Jeremia waren entsprechend angetan vom großen Wissen der Kleinen. Allerdings konnten sie mit Informationen und hilfreichen Tipps doch noch einige Wissenslücken füllen und Missverständnisse ausräumen.
Mit viel Geduld und Humor ging Dr. Krennrich auf die vielen Wortmeldungen seiner jungen Zuhörer ein. Die wiederum zeigten sich sehr interessiert – etwa daran, dass gut geputzte Zähne ein bisschen quietschen, wenn man mit dem Finger darüber fährt. Oder wie ein Loch im Zahn entsteht, demonstriert anhand eines Riesenzahns aus Styropor. Da konnten sich Zahnarzt und Kinder schnell darauf einigen, dass die Zähne mindestens zweimal täglich – und mindestens einmal davon mit Unterstützung der Eltern – gründlich geputzt werden sollten.
Wie man dabei genau vorgeht (erst außen, dann die Kauflächen, dann innen) demonstrierte Nicole Jeremia mit einer überdimensionalen Zahnbürste am Riesengebiss. Dabei stellte sie auch die Zahnseide vor und betonte, dass sowohl elektrische als auch mechanische Zahnbürste okay sind. Nur dürfen die Borsten nicht nach außen zeigen, sonst hat sie ausgedient. Aufbewahrt wird die Bürste mit dem Kopf nach oben, denn Bakterien lieben es dunkel und feucht.
Außerdem, das wussten die Kleinen schon von der Vorbereitung auf den Zahnarztbesuch, stehen Bakterien auf Schokolade und Co. Deshalb sollten nicht zu viel Süßigkeiten gegessen werden, so Dr. Krennrich. Doppelt blöd im Hinblick auf Zähne seien Lollis – zum einen enthalten sie das Bakterienfut-ter Zucker und zum anderen bleibt der dann durch das Lutschen auch noch ganz lange im Mund.
Nachdem er noch kleine Missverständnisse zum Zahnarztbesuch („Da geht man hin, wartet und wird dann operiert“) ausgeräumt hatte, verabschiedete sich Dr. Krennrich von den begeisterten Kindern mit je einem Zahnputzset samt Reflektor. Übrigens: Am 21. März von 10 bis 16 Uhr findet in der SOS-Kindertagesstätte ein Tag der offenen Tür mit vielen Attraktionen statt.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin Landsberg | Erschienen am 11.03.2009
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