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TSV Ingeln-Oesselse / Wanderabteilung / Wanderung im südl. Sackwald bei Winzenburg

An der Samesbuche
Wanderung des TSV Ingeln-Oesselse am 08.04.2018 im Südlichen Sackwald bei Winzenburg
Die April-Wanderung 2018 führte die Wanderer des TSV Ingeln-Oesselse in das für sie bisher unbekannte Wandergebiet des Südlichen Sackwaldes. Der Sackwald, ein Höhenzug am östlichen Rand des Leineberglands soll seinen Namen vom ehemaligen Dorf Sack erhalten haben, das durch Rodung entstanden und im frühen Mittelalter eine Hägersiedlung gewesen sein soll. Heute ist Sack ein Ortsteil von Alfeld. Im Sackwald gibt es etliche Wallanlagen und Wehranlagen sowie Burgen bzw. Festungen.
Start und Ziel der angebotenen zwei verschieden langen Wanderungen war der Wander-Parkplatz an der Fischerhütte in Winzenburg. Bei allerbestem Wanderwetter ging es von dort für beide Wandergruppen zunächst zur Apenteichquelle. Hier wurde eine Frühstückspause eingelegt. Bei der Apenteichquelle soll es sich um ein Quellheiligtum handeln, denn bei Erdarbeiten in der Nähe der Quelle wurde als erstes archäologisches Fundstück in diesem Bereich eine Bronzenadel gefunden. Später folgten ein großes Flintbeil, eine Steinaxt sowie Reste von drei Bronzeringen und eine Fibel (Gewandschließe). Die Lage und der Ort der Fundstücke deuten auf Opfergaben hin. Sie sollen aus der Jungsteinzeit, der Bronzezeit und der älteren vorrömischen Eisenzeit stammen. Die Apenteiche sollen bereits erstmals um 1221 zur Fischzucht angelegt worden sein.
Begleitet von munterem Vogelgezwitscher ging es dann auf schönen Wanderwegen stets bergauf oder bergab durch den Südlichen Sackwald, vorbei an Rüstiberg, Burghardtshöhe und Gehlenberg wurde die Samesbuche erreicht. Die Samesbuche wurde nach dem Forstmeister des Königsreichs Hannover benannt. Sie markiert einen wichtigen Kreuzungspunkt. Ab hier führen Wege zum Rennstieg, zur Winzenburg zur Tiebenburg und zur Hohen Schanze. Die Hohe Schanze mit ihrer interessanten historischen Vergangenheit ist mit 3



26 m die höchste Erhebung im Südlichen Sackwald. Bereits in der Jungsteinzeit sollen Menschen dort gelebt haben und im Mittelalter soll sie der Standort eines großen Heerlagers gewesen sein. Das große Befestigungswerk der Schanze soll unter anderem Wälle, Gräben, Vorburg und Toranlage beinhaltet haben.
Durch das Ochsental ging es dann gemütlich zurück zur Fischerhütte, dem Ausgangspunkt der Wanderung. Hier wurden die Wanderer schon erwartet. Direkt neben dem Fischteich im Sonnenschein war eine lange Tafel für alle 26 Teilnehmer aufgebaut und zum Abschluss des sehr schönen Wandertages konnte je nach Wunsch Kaffee und selbst gebackener Kuchen oder Kaltgetränke und leckerer gebratener oder geräucherter Fisch aus eigener Zucht mit den entsprechenden Beilagen verzehrt werden.
Es war wieder ein sehr schöner harmonischer Wandertag mit hervorragendem Wanderwetter.
Die nächste Wanderung führt am 06. Mai 2018 ins Weserbergland.
Ursula Denda
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