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TSV Ingeln-Oesselse / Wanderabteilung / Wanderung im Osterwald

Treffpunkt Sportplatz Ingeln-Oesselse
 
Am Wanderparkplatz angekommen, gleich wird gestartet
Bericht über die Wanderung im Osterwald am 15. Januar 2017
Die erste Wanderung im Jahr 2017 führte die Wanderer des TSV Ingeln-Oesselse in den Osterwald. Der Osterwald liegt zwischen den Orten Coppenbrügge, Elze und Eldagsen und bildet mit dem Nesselberg und dem Kleinen Deister einen zusammenhängenden Gebirgszug im nördlichen Leinebergland. Der Osterwald ist bekannt durch den Abbau von Steinkohle, Osterwaldsandstein und Kalkstein.
Trotz winterlicher Straßenverhältnisse erreichten die Wanderer in Fahrgemeinschaften ohne Probleme den Wanderparkplatz an der Landstraße zwischen Eldagsen und Coppenbrügge und freuten sich dort schon über die schöne Winterlandschaft. Den ersten Teil der Wanderstrecke legten die Teilnehmer der zwei verschieden langen Wanderrouten gemeinsam zurück und wurden dabei auch gleich von einer Herde schottischer Hochlandrinder begrüßt. Die Rinder sind Teil eines Hutewald Projekts der Niedersächsischen Landesforsten in Kooperation mit einem Bioland Betrieb. Sie sind sehr robust, leben das ganze Jahr über im Freien und werden durch fachkundiges Personal betreut und überwacht. Den Rindern schien der schöne frische Schnee auch so gut zu gefallen wie den Wanderern. Danach trennten sich die Wanderrouten. Die Teilnehmer der kürzeren Tour wanderten entlang des Dörper Bergs und des seit 1985 bestehenden, ca. 7,5 ha großen Naturschutzgebiets St. Avold. Der Kern des Naturschutzgebiets besteht aus einem ehemaligen Steinbruch mit Klippen, Felsplateaus, einer Wasserfläche, Uferzonen, standorttypischen Bäumen und Sträuchern sowie aus Forstflächen, die den alten Steinbruch umgeben. Das Gelände des Steinbruchs hat sich zu einem Rückzugs- und Regenerationsbiotop für bedrohte Tier- und Pflanzenarten entwickelt.
Die Teilnehmer der längeren Tour umrundeten weitläufig den Fast, den mit 419 m höchsten Berg des Osterwaldes. Es ging stets bergauf und bergab, vorbei an den Tonkuhlen, dem Bärenstein und durch den Ort Osterwald. Osterwald ist der jüngste Ortsteil der Gemeinde Salzhemmendorf und hat ca. 1120 Einwohner. Im Jahr 1585 wurde dort erstmals der Steinkohle-Bergbau erwähnt und Osterwald wurde als kleiner Industriestandort sehr erfolgreich. Auf engstem Raum befanden sich dort das Bergwerk, die Glashütte in der das bekannte Lauensteiner Glas gefertigt wurde, eine Ziegelei sowie Kalk- und Sandsteinbrüche. Der Hüttenstollen, der im Jahr 1842 aufgefahren wurde und auch die nahegelegene Glashütte mit Kohlen versorgte, ist heute ein Besucherbergwerk mit einem angeschlossenen Museum, das über die Orts- und Industriegeschichte informiert.
Das Ziel für die Mittagspause war für beide Wandergruppen die in der Nähe des Dreieckigen Steins auf 375 m Höhe gelegene Waldgaststätte Sennhütte. Die Plätze in der Sennhütte waren Gott sei Dank schon seit langem reserviert, sonst hätten die Wanderer wohl auf die Mittagspause verzichten müssen, denn hier oben schienen sich an diesem Sonntag alle Erwachsenen und Kinder verabredet zu haben, um zum ersten Mal in diesem Winter den Schnee zu genießen. Auf der Anfahrtsstraße ging nichts mehr, so dass die Wanderer die mit dem Auto nachkommen wollten unverrichteter Dinge umkehren mussten.
Nach der Mittagspause wanderten alle Teilnehmer vorsichtig die teilweise glatte Straße hinab, an den Meerpfühlen vorbei, bis zum Parkplatz. Mit den Autos ging es wieder zurück nach Ingeln-Oesselse.
Es war eine sehr schöne Wanderung bei trockenem windstillen Wanderwetter durch die tief verschneite Winterlandschaft des Osterwalds. Die nächste Wanderung findet am 12. Februar statt und führt in den Deister.

Ursula Denda
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